Digitorial NS-verfemte Musikschaffen der Frauen - Institut für Kulturkonzepte
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Stellenbeschreibung

Digitorial zur NS-Verfemten Musikgeschichte und ihren Auswirkungen 

Angebot für einen MusikwissenschafterIn mit grundlegenden Computerkenntnissen

Gefragt ist eine visuelle, innovative, ansprechende Umsetzung der Frauenmusikgeschichte in der NS-Zeit und dem Austrofaschismus.

Die Musikstrukturen und politischen Bedingungen der NS-Zeit und des in Österreich vorangegangenen Austrofaschismus brachten eine Diskriminierung aller komponierenden Frauen und extrem beschränkte Karriere-Möglichkeiten für Komponistinnen und Interpretinnen.

Die perfide Ausschluss-Politik der NS-Reichsmusikkammer beschloss Arbeitsverbote und verwehrte Instrumentenbesitz, sie verhinderte Lebensunterhalt und letztlich Überleben für NS-verfemte Musikschaffende.

Eine grausame Seite der Musikausübung waren die Frauenorchester in den KZs, die Schicksale der Alma Rosé, der Ester Bejarano oder der Anita Lasker- Wallfisch und jenes der Schriftstellerin und Kinderlied-Komponistin Ilse Weber.

Die NS-Zeit zerstörte oder beeinträchtigte die Lebensläufe der NS-verfemten Musikwissenschafterinnen und Musikethnologinnen Elsa Bienenfeld, Eta Harich-Schneider oder Brigitte Schiffer, der Verlegerin Yella Hertzka oder der Schönberg-Mäzenin Lilly Lieser. Unter den Karrieren der Exilantinnen, die sich einen Freiraum des Komponierens im US-Exil eroberten, sind die Komponistin und Musiktherapeutin Vally Weigl, Schwester der Frauen-Politikerin Käthe Leichter, sind die Komponistinnen Ruth Schonthal oder Ursula Mamlok.

Eine der Überlebenden ist Lena Stein-Schneider, Berliner Operetten- und Film-Song-

Komponistin, denen die NS-Zeit einen Strich durch die Karriere machte und sie um ihr Leben zittern ließ. Sie gründete einen Frauen-Chor in Berlin; freigekauft aus dem KZ Theresienstadt, komponierte sie im Exilland Schweiz ein „Gebet für den Frieden“ und zog nach 1945 wieder nach Berlin.

Das Digitorial soll  für Schülerinnen und Schüler ab 14 und für Studierende der Musikwissenschaft eine ansprechende Einführung bieten, die die Auswirkungen politischer Gegebenheiten auf Frauenkarrieren in der Musik darstellt.

Wir stellen alle Materialien zur Verfügung:

Grundlegende musikwissenschaftliche Publikationen, Bild- und Tonmaterial, Videos.

Wir sind gerne bereit uns gemeinsam eine grundlegende Gliederung zu erarbeiten:

Die Zeit des Austrofaschismus und die rechtliche Einschränkung für Frauen , die NS-Musikgeschichte und die Strukturen der Reichsmusikkammer, das Musikleben in KZ’s und seine Rollen aus Genderperspektive, das Exil, die Rezeption in der Nachkriegszeit.

Der Verein maezenatentum.at stellt für diesen Auftrag einen Werkvertrag aus.

Die Ausstellung „MusicaFemina“ ist ein großer Wiener Beitrag zum Creative Europe EU-Projekt „MusicaFemina – Women made music“.

Weitere Informationen sind auf unseren Homepages zu finden:

www.musicafemina.at

www.musicafeminainternational.eu

Bewerbungen bitte an: office@maezenatentum.at

 

Stundenausmaß
ca. 50 Stunden h

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