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Kategorie: 1. Juni: So macht Netzwerken Freude

1. Juni: So macht Netzwerken Freude

Update für Führungskräfte in der Kultur

Den meisten Menschen ist die Vorstellung bei einer Eröffnung Small Talk zu führen und Visitenkarten auszutauschen unangenehm. Ihnen erscheint Netzwerken als ein Talent, das nur einige Auserwählte besitzen. Das Gegenteil ist der Fall: Jeder Mensch, der sich ausdrücken und mitteilen kann, kann sich auch mit anderen vernetzen. Dabei geht es um viel mehr als bloßen Small Talk. Fest steht, im Kultursektor ist Netzwerken ein Erfolgsfaktor. Holen Sie sich im Update konkrete Tipps und gewinnen Sie Freude an dieser Art der Kommunikation.

Kulturkonzepte-Update ist eine Online-Veranstaltung via Zoom. Die Teilnahme am 1. Juni ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Möchten Sie in Zukunft mehr und nachhaltiger netzwerken? Sichern Sie sich Ihren Platz im kompakten dreistündigen Online-Seminar am 22.6. „Netzwerken kompakt“ mit den Schwerpunkten: Kontakte anbahnen und pflegen, persönliche Ziele und Strategien definieren, Dos and Don‘ts des Netzwerkens. Weitere Seminare zu Führungsthemen finden Sie im Programm Kulturmanagement pro+ für Menschen mit Führungsaufgaben in Kulturbetrieben aller Sparten und Größen.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Federica Camapanaro| Unsplash

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Foto: Federica Campanaro | Unsplash
Kategorie: 18. Mai: Lunch Lecture mit Karin Wolf: I ❤️ Feedback

18. Mai: Lunch Lecture mit Karin Wolf: I ❤️ Feedback

Wissenswertes für Ihre Karriere in der Kultur

Karin Wolf gibt regelmäßig Anregungen und Hilfestellungen zur Karriereplanung in der Kultur. Diesmal widmet sie sich dem Thema Feedback, das für die Teamarbeit in einer Kulturorganisation eine ganz wichtige Rolle spielt. Wie Sie kritisches Feedback so geben, dass es angenommen werden kann und was Sie selbst beachten sollten, wenn Sie Feedback erhalten, erfahren Sie in dieser Lunch Lecture.

Die Lunch Lecture ist eine Online-Veranstaltung via Zoom, die am 18. Mai um 13.00 Uhr stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Joshua J. Cotten | Unsplash

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Foto: Joshua J. Cotten | Unsplash
Kategorie: Strukturen des Kulturbetriebs – 3 vielversprechende Tipps von Susanne Kappeler-Niederwieser

Strukturen des Kulturbetriebs – 3 vielversprechende Tipps von Susanne Kappeler-Niederwieser

Susanne Kappeler-Niederwieser hat viele Jahre Erfahrung als psychologische Beraterin und Unternehmensberaterin und als Coach im Kulturbereich. Am Institut für Kulturkonzepte für ist sie außerdem Vortragende und Leiterin des Lehrgangs für Kulturmanagement. Von 8.-10. Oktober hält sie das Seminar Strukturen des Kulturbetriebs, in dem die TeilnehmerInnen und Teilnehmer einen detaillierten Überblick über die Arbeit im Kultursektor bekommen  – und so ihre eigene Karriereplanung voranbringen können.

Diese 3 Tipps von Susanne Kappeler-Niederwieser dürfen Sie schon jetzt erfahren!

Die Energie folgt der Aufmerksamkeit

Denken Sie öfters darüber nach, was alles nicht gut gelaufen ist? Geben Sie Acht, das bindet Ihre Energien!

Lenken Sie Ihre Aufmerksamkeit darauf, was in der Vergangenheit gut geklappt hat und was Sie erreichen wollen, damit bündeln Sie Ihre Energie.

Lesen Sie zielgerichtet Job-Ausschreibungen

Sie suchen einen Job im Kulturbetrieb, aber schon für Praktikumsstellen werden so hohe Anforderungen gestellt, dass Sie ihr Mut verlässt? Lesen Sie keine Praktikumsausschreibungen, vor allem dann, wenn Sie kein Praktikum benötigen, sondern einen Job suchen. Das verändert Ihre persönliche Wahrnehmung des Arbeitsmarktes im Kultursektor.

Erkundigen Sie sich über Verdienstmöglichkeiten im Kulturbetrieb

Sie sind unsicher, welches Gehalt oder Honorar üblich ist? Zahlreiche Interessensvertretungen haben Empfehlungen für Gehälter und Honorare erarbeitet, diese helfen Ihnen bei der Orientierung für bevorstehende Gehalts- und Honorarverhandlungen.

Für mehr Informationen und Tipps zum Thema Strukturen des Kulturbetriebs melden Sie sich für unser Seminar hier an – die Platzanzahl ist begrenzt!

Kappeler-Niederwieser Susanne
Foto: Archiv

Susanne Kappeler-Niederwieser ist Coach und Unternehmensberaterin für Menschen und Projekte im Kunst- und Kulturbetrieb. Ihre Erfahrung im Kunst- und Kulturmanagement basiert unter anderem auf der langjährigen Mitarbeit als Gründungsmitglied von St. Balbach Art Produktion – bekannt als DIE Pioniere für Open Air Kino in Wien – sowie als Produktionsleiterin von Kunstprojekten und von Projekten „Kunst im öffentlichen Raum“. 2011 gründete sie ihre Firma k+ kultursupport.

Sie arbeitete in der Wiener Stadterneuerung, bei der IG Kultur Österreich, in der Kunsthalle Wien, beim Diagonale Filmfestival und leitete das Projekt „BIG Art“ – Kunst am Bau bei der Bundesimmobiliengesellschaft. Seit 2003 ist sie selbständige Vortragende, Coach und Beraterin am Institut für Kulturkonzepte, seit 2016 Leiterin des Lehrgangs Kulturmanagement.

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Foto: Ian Schneider | Unsplash
Kategorie: Karriereplanung trotz Corona. 3 Veränderungen, die Kulturjobs nachhaltig prägen werden

Karriereplanung trotz Corona. 3 Veränderungen, die Kulturjobs nachhaltig prägen werden

Ein Beitrag von Karin Wolf

Corona hat Ihre Jobsuche in der Kultur unterbrochen? Sie fragen sich, wie Karriereplanung jetzt überhaupt Sinn machen kann? Und ob Ihr Arbeitsplatz danach derselbe sein wird? Karin Wolf widmet sich in ihren Lunch Lectures regelmäßig aktuellen Fragen der Karriereplanung in der Kultur und gibt konkrete Anregungen und Hilfestellungen. Die nächste Lunch Lecture findet online am 19. Mai um 13:00 statt.

Mit dem Shutdown wurden auch alle Aktivitäten der Karriereplanung gestoppt. Es sind sehr wenige Jobs ausgeschrieben und auch bereits vereinbarte Bewerbungsgespräche wurden verschoben. Menschen, die mitten in der Jobsuche waren, finden derzeit kaum ausgeschriebene Stellen. Andere standen kurz davor, sich innerhalb der Organisation zu verändern und eine neue Position zu übernehmen. Oder sie haben sich ganz grundsätzlich überlegt, die Branche zu wechseln und sich völlig neu zu orientieren.

Alle haben nun das Gefühl, der allgemeine Stillstand betrifft nun auch die eigene berufliche Weiterentwicklung und sie müssen warten, bis die Kulturbetriebe wieder ihre Arbeit aufnehmen.

Obwohl derzeit keine öffentlichen Kulturveranstaltungen stattfinden, finden Veränderungen im Sektor statt, die auch die berufliche Orientierung nachhaltig beeinflussen werden und auf die man sich jetzt schon vorbereiten kann.

Veränderung 1: Kulturangebote im Netz

Viele KünstlerInnen sind mit ihren Produktionen und Aufführungen ins Netz ausgewichen. Sie zeigen Mitschnitte früherer Arbeiten oder produzieren neue Formate. Das digitale Angebot wurde schnell unübersichtlich und vor allem ist das meiste kostenlos. Einige Ausnahmen, wie zum Beispiel das Homestage Festival verknüpfte das Angebot mit einer Crowdfunding Aktion.

Auswirkung auf die Karriereplanung: jetzt ist eine gute Zeit, um sich einen Überblick über das aktuelle Kulturschaffen zu machen. Nutzen Sie das Angebot und eignen Sie sich Wissen an. Finden Sie Ihre eigene Haltung, was den Wert von künstlerischer Arbeit und auch von Kulturarbeit allgemein betrifft. Wenn sich alle daran gewöhnen, dass Kunst gratis ist, kann das negative Auswirkungen auf Ihre eigene Bezahlung haben.

Veränderung 2: Online Kommunikation mit dem Publikum

Auch auf Seiten der BesucherInnen steigt die Lernkurve im Bereich digitaler Kommunikation und Social Media steil an. Menschen eignen sich in einem zuvor gar nicht vorstellbaren Tempo neue Techniken an und bauen damit auch zum Teil Barrieren und Vorbehalte ab, die sie davor hatten.

Auswirkungen auf die Karriereplanung: Erweitern Sie jetzt Ihre Kenntnisse im Bereich Social Media, denn die werden Sie in jedem Job im Kulturmanagement und Kulturvermittlung verstärkt brauchen. Wenn Sie hier Up to Date sind, ist das sicher von Vorteil! Setzen Sie sich selbstständig damit auseinander, probieren Sie Apps aus und beobachten Sie das Phänomen selbst aus der BesucherInnenperspektive.

Veränderung 3: Home Office und Agiles Arbeiten

Kulturbetriebe jeder Größe und Sparte haben ihre MitarbeiterInnen ins Homeoffice geschickt. Das führt zu einem „Kulturwandel“ vor allem in den traditionell organisierten großen Kulturhäusern, die sehr auf die Anwesenheit am Arbeitsplatz Wert legten. Die Teams sind nun mehr in der Selbstverantwortung und Entscheidungswege werden dadurch wesentlich kürzer als zuvor. Der Hang zum Perfektionismus lässt auch deutlich nach. Ideen werden nicht mehr in allen Abteilungen diskutiert: „einfach machen“ ist vielerorts die neue Devise. So ist zB das digitale Vermittlungsangebot im Belvedere entstanden.

Auswirkungen auf die Karriereplanung: das remote Arbeiten wird uns wohl noch einige Zeit begleiten. Machen Sie sich auch hier fit, schaffen Sie die technischen Voraussetzungen dafür bei sich selbst. Wenn Sie bisher der Technik eher skeptisch gegenüber standen, dann leiten Sie Ihren persönlichen „Kulturwandel“ ein.

Was können Sie JETZT tun?

Warten Sie nicht, beginnen Sie ihren persönlichen Prozess der Vorbereitung auf die Veränderungen im Arbeitsleben jetzt. Informieren Sie sich, probieren Sie aus und bilden Sie sich weiter. Inspirationen und Informationen zur Karriereplanung in der Kultur bekommen Sie in meiner nächsten Lunch Lecture am 19. Mai zum Thema „Aufbau des Lebenslaufs“.

Foto: Nacho Capelo | Unsplash
Foto: Nacho Capelo | Unsplash
Kategorie: Jobsuche, was nun? Überarbeiten Sie jetzt Ihren Lebenslauf!

Jobsuche, was nun? Überarbeiten Sie jetzt Ihren Lebenslauf!

3 Impulse von Karin Wolf

Corona hat Ihre Jobsuche unterbrochen? Sie fragen sich, wie Karriereplanung und berufliche Umorientierung jetzt überhaupt Sinn machen kann? Die Suche nach neuen MitarbeiterInnen steht ja derzeit nicht oben auf der Agenda der Kulturbetriebe. Die Führungskräfte und ihre Teams sind mit der Umstellung auf Kurzarbeit und Homeoffice, der Absage von Veranstaltungen und der Auflösung von Verträgen beschäftigt. Niemand weiß, wann der Normalbetrieb wieder beginnt und was dann „normal“ bedeuten wird.

Warten Sie nicht ab, bis wieder mehr Jobs ausgeschrieben sind, sondern nutzen Sie die Zeit jetzt, um sich gut auf Ihren zukünftigen Bewerbungsprozess vorzubereiten. Sehen Sie es als Vorteil, dass Sie jetzt vielleicht mehr Zeit und Muße haben, um Strategien in Ruhe durch zu denken und Texte sehr überlegt zu formulieren. Ich finde, es gibt einiges zu tun und möchte Ihnen hier drei konkrete Impulse für die Überarbeitung Ihres Lebenslaufs geben:

1. Es darf ein bisschen mehr sein

Im Karriereratgeber steht, dass Ihr Lebenslauf kurz sein muss, am besten eine Seite, damit er überhaupt gelesen wird? Und nun verkürzen und verknappen Sie die Stationen Ihrer Berufserfahrung und fragen sich, was Sie weglassen sollen? Die gute Nachricht: im Kulturbetrieb wird das nicht so eng gesehen. Ein interessanter Lebenslauf wird nicht weggelegt, weil er über drei Seiten geht. Wenn die erste Seite Interesse weckt, wird weitergelesen. Unbedingt notwendig sind eine klare Struktur und Hervorhebungen, damit beim Querlesen das Wesentliche hängen bleibt.

2. Das Wichtigste zuerst

Ein Lebenslauf funktioniert nach dem Prinzip: das Wichtigste zuerst! Niemand muss Schritt für Schritt der Chronologie Ihres beruflichen Werdegangs folgen. Aussagekräftiger sind Ihre aktuelle Position und die Erfahrung, die Sie in den letzten drei Jahren gesammelt haben. Ihre Bewerbung ist oft eine unter vielen und der erste Eindruck zählt. Jemand, der Ihren Lebenslauf vielleicht im ersten Durchgang erstmals rasch überfliegt, soll sich ja sofort Ihren Namen in Verbindung mit Ihrer Position als Projektleiterin und nicht mit dem Titel Ihrer Bachelorarbeit merken.

3. Jede Erfahrung zählt

In der Job-Ausschreibung wird Berufserfahrung verlangt, Sie haben aber gerade erst Ihr Studium abgeschlossen? Wenn Sie am Anfang stehen, ist alles, was Sie getan haben erwähnenswert! Sie haben Sponsoren für die Maturafeier gesucht oder ehrenamtlich Feste in Ihrer Gemeinde mitorganisiert? Nennen Sie eine Rubrik im Lebenslauf „Projekterfahrung“ oder „Erfahrung im Kulturmanagement“ und beschreiben Sie in Stichworten die Tätigkeiten. Egal, ob Sie dafür bezahlt wurden oder nicht. Sie zeigen damit, dass Sie eigeninitiativ und selbstständig in der Praxis Wissen erwerben können. Das zählt im Kultursektor!

Aktuellen Themen der Karriereplanung widme ich mich ab sofort online in kostenlosen Lunch Lectures. Ich befasse mich mit aktuellen Fragen der Karriereplanung und gebe konkrete Anregungen und Hilfestellungen zu ganz praktischen Fragen wie Lebenslauf schreiben, Bewerbungsgespräche per zoom und Networking. Abonnieren Sie unseren Newsletter und wir informieren Sie über die aktuellen Termine.

8. Mai 13:00 – 14:00
Lunch Lecture online: Was macht Corona mit meiner Karriere?
Wissenswertes für die Karriereplanung mit Karin Wolf
Teilnahme gratis. Anmeldung hier.

Foto: Volodymyr Hryshchenko | Unsplash
Foto: Volodymyr Hryshchenko | Unsplash
Kategorie: „Einfach mal machen“ – Die Sommerakademie für Kulturmanagement 2018

„Einfach mal machen“ – Die Sommerakademie für Kulturmanagement 2018

Ein Beitrag von Sandra Rindler

Die eigene Karriere planen und Projektideen realisieren – das stand im Juli am Institut für Kulturkonzepte für viele junge BerufseinsteigerInnen auf dem Plan. Ihre Gemeinsamkeit: das Ziel einer beruflichen Zukunft im Kunst- und Kulturbereich. In zwei Wochen der Sommerakademie für Kulturmanagement planten die TeilnehmerInnen ihre nächsten Karriereschritte und eigneten sich das Know-how für die Umsetzung eigener Projekte an. Sandra Rindler, Assistentin im Institut für Kulturkonzepte und Modulbegleiterin der Sommerakademie fasst in diesem Artikel ihre Eindrücke und die wichtigsten Learnings der zwei Wochen zusammen:

In der ersten Woche drehte sich alles um Jobs und Bewerbungen

Ein Überblick über die Breite an Berufsfeldern im Kunst- und Kulturbereich sowie die unterschiedlichen Arbeitsverträge waren der Start in das erste Sommerakademie-Modul. Dozentin Daniela Unterholzner, Geschäftsführerin von neunerhaus, zeigte, dass ein linearer Lebenslauf nicht immer wichtig ist und es auch kein Universalrezept für den perfekten Lebenslauf gibt. Idealerweise unterstützt der eigene Lebenslauf das Motivationsschreiben mit Fakten und ist auf die jeweilige ausgeschriebene Stelle oder die Institution abgestimmt. Beim Analysieren von Stellenausschreibungen gab Daniela Unterholzner den Hinweis, sich von den Anforderungsprofilen nicht einschüchtern zu lassen – man muss selten alle Kriterien erfüllen und sollte sie eher als Wunschliste der Personalsuchenden lesen.

Für die Karriereplanung steht die eigne Motivation im Vordergrund. Getreu nach dem Motto „Wir ernten, was wir sähen“ empfiehlt Dozent Leo Hemetsberger, Philosoph, Lebensberater und Coach, sich kurz-, mittel- und langfristige Ziele zu setzen – und das „SMART“: spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminisiert. So kann die eigene Motivation aufrecht erhalten bleiben. Die Simulation von Bewerbungsgesprächen, ein individueller CV-Check und Übungen zur Selbstpräsentation rundeten die Workshop-Tage ab.

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Foto: Sandra Rindler

Stichwort „Networking“ und „Digitalisierung“ – Die Exkursion im ersten Modul

Die TeilnehmerInnen der Sommerakademie besuchen in jedem Modul jeweils zwei Institutionen aus dem Kunst- und Kulturbereich. Bei der SpringerIn – Hefte für Gegenwartskunst, sprach Herausgeberin Hedwig Saxenhuber über das Arbeitsfeld Kulturjournalismus und dessen Herausforderungen im kulturpolitischen Kontext. „Kunst und Kultur nicht als Ware, sondern als Denkräume sehen“ sei dabei die Quintessenz. Im Kulturjournalismus ist hohe Selbstständigkeit gefragt. Selbstständige Projekte zu starten hilft dabei, das eigene Netzwerk zu erweitern und auf sich aufmerksam zu machen. Das Stichwort „Networking“ ist auch im Belvedere bei Personalmanagerin Anna Waid gefallen. Dabei kann auch ein Praktikum im Ausland helfen. Internationale BewerberInnen sowie QuereinsteigerInnen sind immer mehr gefragt. Das Thema Digitalisierung macht auch in Kulturbetrieben nicht halt. Über Trends und Modelle Bescheid zu wissen, ist mittlerweile essentiell – darüber sind sich die beiden ExpertInnen einig.

5 Learnings von Modul 1 „Jobs & Bewerbung“:

  • je klassischer die Institution, desto klassischer sollte der Lebenslauf sein
  • Anforderungsprofile bei Stellenausschreibungen als Wunschzettel lesen
  • sich selbst SMARTe Ziele zu setzen hilft bei der Karriereplanung
  • selbstständig Projekte aufziehen und Netzwerken
  • die Digitalisierung im Kunst- und Kulturbereich im Auge behalten
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Foto: Sandra Rindler

Projektplanung und Finanzierung im zweiten Modul

Am Beginn der zweiten Sommerakademiewoche stellte Dozentin Susanne Kappeler-Niederwieser, Leiterin des Lehrgangs Kulturmanagement am Institut, den Kultursektor in Österreich vor. Dieser besteht aus Kulturinitiativen, Vereinen, Stiftungen, Interessengemeinschaften und vielem mehr. All diese Anlaufstellen können für die eigene Projektplanung und -finanzierung hilfreich sein.

Nach dem Überblick ging es weiter zum Thema Projektplanung. Diese umfasst 4 unterschiedliche Phasen: Konzeptphase, Definitionsphase, Realisierungsphase, Anschluss- und Kontrollphase. In Kleingruppen beschäftigten wir uns mit der Ideenfindung innerhalb der Konzeptphase. Dabei arbeiteten wir die W-Fragen zu eigenen Projektideen aus und präsentierten sie im Plenum.

Wie finanziert man nun diese Projektideen? Dozent Georg Steker, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer der MUSIKTHEATERTAGE WIEN, erarbeitete mit uns die Projektkalkulation und -finanzierung. Sie dient als Realisierungstool für die eigene Projektidee. Wichtig ist dabei, niemals die Kosten zu unterschätzen. Nach der Projektkalkulation kann man sagen, ob die Projektidee am Markt eine echte Chance hat und wie viel Budget nun aufgestellt werden muss. Bei der Finanzierung von Kulturprojekten gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Angefangen bei Sponsoring und Fundraising über Eigenmittel bis hin zu öffentlichen Förderungen. Um finanzielle Unterstützung zu bekommen, benötigt man eine gut durchdachte, realistische Projektkalkulation und eine Projektmappe mit allen Infos zum Projekt. Der Clou dabei: überzeugend sein und seine Idee auf den Punkt bringen. Das trainierten wir am letzten Workshop-Tag mit dem Elevator Pitch.

Pitch
Foto: Sandra Rindler

Mut zum Tun – Fazit der zweiten Exkursion

Am begrünten Dach vom Kunst Haus Wien erzählte Ausstellungsmanagerin Sophie Haslinger über ihren Arbeitsalltag im 10-köpfigen-Team und die Stiftungszusammenarbeit. Dabei sind Hands-On-Mentalität und ein enger Austausch im Team gefragt. Sophie Haslinger hat selbst immer wieder nebenbei privat eigene Projektideen verwirklicht und empfiehlt: „einfach mal machen“. Im Wiener Konzerthaus gewährte uns Günter Tröbinger, Leiter Personal, Controlling und Finanzierung, Einblicke hinter die Kulissen des Hauses. Hier arbeiten über 100 Menschen für den reibungslosen Ablauf von Konzerten. Dabei sind Selbständigkeit und Teamfähigkeit wichtige Eigenschaften, die man mitbringen soll. Zum Abschluss der Führung nahm uns Günter Tröbinger noch mit auf das Dach und zeigte uns dort die Wiener Konzerthaus Bienenstöcke – der Honig ist übrigens sehr lecker.

5 Learnings von Modul 2 „Projektplanung & Finanzierung“:

  • Kulturinitiativen, Vereine, IGs und Co als Kooperationspartner oder Hilfestellen sehen
  • Zeit- und Kostenplanung niemals unterschätzen – Puffer einplanen
  • Projektkalkulation als Realisierungstool für das eigene Projekt anwenden
  • Überzeugungskraft und Selbstpräsentation mithilfe des Elevator Pitches trainieren
  • „Einfach mal machen“ – ist das große Zauberwort für die Projektdurchführung
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Foto: Sandra Rindler

Ich durfte zwei erlebnis- und lehrreiche Wochen der Sommerakademie begleiten und dabei gleichgesinnte und interessierte junge Menschen kennenlernen. Dass die TeilnehmerInnen aus den unterschiedlichsten Richtungen kommen, macht die Sommerakademie vielfältig und spannend. Ich weiß, dass ich in Zukunft jederzeit auf das Netzwerk zurückgreifen kann und mich über Themen austauschen oder ProjektpartnerInnen finden kann. Was mir am besten gefallen hat? In motivierender und entspannter Atmosphäre Ideen entwickeln und an vielen Aha-Momenten wachsen. Die Neugier und der Durst nach Wissen hielt vom ersten bis zum letzten Tag an.

Wir bedanken uns noch einmal herzlich bei unseren Exkursionspartnern SpringerIn, Belvedere, Kunst Haus Wien und Wiener Konzerthaus für die Gastfreundschaft und das große Engagement und freuen uns schon jetzt auf die nächste Sommerakademie 2019!

Fotos: Sandra Rindler

Sommerakademie Exkursion
Foto: Sandra Rindler

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