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Kategorie: Ich bin auf der Seite der Möglichmacher – Absolventin Anita Koukal, WerkSchau

Ich bin auf der Seite der Möglichmacher – Absolventin Anita Koukal, WerkSchau

Ich will möglich machen. – Absolventin Anita Koukal, WerkSchau

Ich habe 2020 den Lehrgang Kulturvermittlung begonnen, weil ich Kunst und Kinder zusammenbringen will. – Und das nicht nur in kleinen, der Vermittlung gegenüber sehr aufgeschlossenen Gruppen, wie ich es seit vielen Jahren selbst tue, sondern auf der Seite der Möglichmacher. Mein Ziel: Vielen, vor allem auch chancenbenachteiligten Kindern eine inspirierende Begegnung und praktische Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur zur ermöglichen.

Als Pädagogin, Kommunikationsberaterin und Obfrau des Vereins WerkSchau entwickle ich partizipative Vermittlungskonzepte für Kinder und Familien.

Im Rahmen des Lehrgangs habe ich das ABC Atelier, eine mehrtägige Workshopreihe für Kinder im Volksschulalter, konzipiert und erfolgreich umgesetzt.

ABC Atelier – buchstäblich erlesene Sprach-Bastel-Workshops zu ABC Büchern

Im ABC Atelier erleben Kinder anhand ausgewählter ABC Bücher herausragende Bild- und Textkunst sowie Freude am eigenen Sprach- und Gestaltungsgeschick. Die individuellen Buchstabengeschichten verbinden sich zu einem großen gemeinsamen Ganzen, einem Klassen-ABC Buch, das professionell gebunden und gedruckt werden kann.

Foto: werkschau.at

Wie laufen die Workshops ab und wie kann man sie buchen?

Ich komme direkt in den Kindergarten oder das Klassenzimmer und stelle beispielsweise das ABC Buch „Die Kürbiskatze kocht Kirschkompott“ des vielfach preisgekrönten österreichischen Künstlerduos Elisabeth Steinkellner und Michael Roher vor. Das Buch erzählt von teils fantastischen Tieren und ihren ebenso außergewöhnlichen Essgewohnheiten. Die einzelnen Buchstabengeschichten sind kurz und in Stabreimform geschrieben. Zum Buchstaben A steht etwa „Akrobatische Affen haben abends um acht Appetit auf Apfelmus mit Ananas.“ Weiter geht es dann mit „Bruder Brombärius“. Dieser bäckt Butterkekse, brät Bananen, braut Bier – und beichtet hinterher alles.

Foto: werkschau.at

Die Alliterationen sind oft witzig und regen an, über das Erzählte zu sprechen, eigene Mini-Geschichten zu erfinden. Im Workshop entwickeln die Kinder zu jeweils einem Buchstaben eigene Stabreime und Illustrationen. Diese Einzelarbeiten werden dann von mir gesammelt, am Computer bearbeitet und zu einem echten Buch gebunden.

Die Gestaltung eines Klassen-ABC Buchs ist etwas sehr Verbindendes und ein ganz besonderes Andenken an die Volksschulzeit.

Weitere Infos und Buchung: www.werkschau.at

Foto: werkschau.at
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Foto: Anita Koukal (privat)
Kategorie: Aus Liebe zum Theater – Saskia Schlichting, WUK KinderKultur

Aus Liebe zum Theater – Saskia Schlichting, WUK KinderKultur

Saskia Schlichtings berufliche Heimat ist seit über 20 Jahren das WUK, Werkstätten und Kulturhaus in Alsergrund. Als europaweit einzigartiges Biotop von Initiativen und Aktivitäten unterschiedlichster Prägung sind die künstlerischen Programme im WUK sehr vielseitig und das Haus als soziokulturelles Zentrum von großer Strahlkraft. Sie betreute dort über 15 Jahre die PR- und Marketingagenden des Kulturveranstaltungsbereichs und leitet seit 2011 die künstlerische Intendanz von WUK KinderKultur.

In diesem Beitrag beantwortet Saskia Schlichting uns 5 Fragen – sie erzählt  von ihrem Werdegang und ihrer Liebe zum Kinder- und Jugendtheater.

Dein Job in einfachen Worten: Wie hast du deinen Eltern erklärt, worin deine Arbeit besteht?

In diesem einzigartigen Kulturzentrum gestalte ich mit einem relativ bescheidenen Budget ein abwechslungsreiches Jahresprogramm für Familien und Kinder. Darin enthalten sind Theatergastspiele, national und international, Produktionen der freien Szene, Workshops, Clubformate u.a. Ich liebe einfach meinen Job, und ich bin wahnsinnig gerne im WUK beschäftigt, und das schon seit 23 Jahren. Kuratieren ist „wie eine Liebeserklärung: An die Künstlerinnen und an das Publikum“ (Zitat Esther Holland-Merten, Künstlerische Leitung, WUK performing arts).

Welche Aufgaben und Tätigkeiten liebst du dabei besonders?

Theater für junges Publikum sehe ich als besondere Herausforderung. Dieser Kunstsparte sollte grundsätzlich und viel stärker Beachtung und Anerkennung gezollt werden. Daher zählt Wertschätzung zu einer meinen wichtigsten Aufgaben. Ich freue mich immer sehr darauf, den Schauspieler_innen dieses Feedback zu geben. Nach jeder Premiere sitzen wir in der kleinen Teeküche zusammen und reflektieren über die Arbeit, was auch unmittelbar auf die nachfolgenden Vorstellungen Auswirkungen hat. Und jede Vorstellung ist eben anders. Dass bei mir zunehmend auch Kinder und Jugendliche in Produktionen mitspielen und mitentscheiden können, empfinde ich persönlich als sehr bereichernd. Ich fühle mich oft sehr beschenkt.

Welche Veränderungen der letzten 25 Jahre wirken sich auf dich und deinen Arbeitsalltag aus, wie zum Beispiel die Digitalisierung?

Ich selbst habe vor 25 Jahren mit Pressearbeit begonnen und alle Redaktionen noch mit dem Faxgerät beschickt oder den Hermes-Fahrradboten mit Fotoabzügen beauftragt. Das hat sich natürlich radikal verändert. Der Trend zur Flexibilisierung von Arbeit durch die Digitalisierung von Arbeitsprozessen wird sich weiter verschärfen. Per Mausklick wird jeder Service ermöglicht, aber das birgt auch wieder Probleme. Die Gleichzeitigkeit, mit der etwas passieren muss, strapaziert die persönlichen Ressourcen. Damit sollte man vorsichtiger umgehen. Auch was die Verführbarkeit betrifft.

Saskia Schlichting
Foto: Ulrike Wieser

Das Institut für Kulturkonzepte ist für mich … 

… der Start in mein wirkliches Berufsleben gewesen.

Ich absolvierte nach dem Studium der Theaterwissenschaften und Geschichte 1994/95 ein Akademiker-Training im Institut für Kulturkonzepte und kam gleich darauffolgend ins WUK. Durch die zahllosen Weiterbildungsangebote und Seminare wurde mir auch der Blick auf die Vielfalt von Kunst und Kultur erst so richtiggehend bewusst. Das war schon sehr spannend für mich. Ich kam eigentlich vom Theater und war auf der Suche nach Alternativen innerhalb der Kulturwirtschaft, die sich als riesengroß entpuppte. Berufsbegleitend besuchte ich immer wieder Seminare, die mir neuen Input gaben. Das schätze ich sehr. Ich gratuliere Karin Wolf für ihr unermüdliches Engagement, Kulturarbeit zu professionalisieren und alltagstaugliches Rüstzeug anzubieten.

Was können Kunst und Kultur in deinen Augen in der heutigen Gesellschaft bewirken?

Kunst und Kultur sind unverzichtbar und besitzen eine herausragende Bedeutung für die Gesellschaft und deren Entwicklung. Für jeden Menschen, ob klein oder groß, sind Kunst, Kultur und kulturelle Bildung essentiell. Sie öffnen Welten.

WUK KinderKultur bietet ein vielfältiges Programm für Kinder und Jugendliche, und natürlich auch für Familien. Schaut doch mal vorbei

Saskia Schlichting
Foto: Ulrike Wieser
Kategorie: Videomarketing 2020: Tipps und Zahlen

Videomarketing 2020: Tipps und Zahlen

Ein Beitrag von Christian Henner-Fehr

Wenn ich hier behaupte, dass Videos immer wichtiger für das Marketing werden, ist das keine große Überraschung. Der Beitrag „Video Marketing Statistics 2019“ auf dem Wyzowl-Blog liefert eindeutige Zahlen. Während vor zwei Jahren nur 63% der befragten Unternehmen angaben, Videos für ihre Marketingkampagnen einzusetzen, waren es im letzten Jahr schon 81%. Dieses Jahr sind es bereits 87%. Das bedeutet, fast 9 von 10 Unternehmen setzen auf Videomarketing.

Erklärvideos stehen hoch im Kurs

Nachdem mittlerweile mehr als 80% der befragten Unternehmen angaben, Videomarketing rechne sich für sie, ist klar, dass in diesen Bereich immer mehr Gelder fließen. Auch der Kunst- und Kulturbereich nutzt immer häufiger Videoinhalte, um die eigene Marke zu stärken und die eigenen Produktionen und Angebote zu bewerben. Neben Erklärvideos kommen auch immer häufiger Trailer und Imagevideos zum Einsatz. Die Albertina zum Beispiel hat für die Albrecht Dürer-Ausstellung einen Trailer produziert, der auf ihrem YouTube-Kanal zu sehen ist.

 

Auf Instagram gibt es eine aufwendig und schön produzierte Einführung in die Ausstellung im Videoformat zu sehen. Letztere hat bis jetzt mehr Zugriffe als der Trailer. Wenn man sich die Ergebnisse des Wyzowl-Blogs beziehungsweise der dahinterstehenden Agentur anschaut, die sich auf Konzeption und Produktion von Erklärvideos spezialisiert hat, dann wird klar, warum die Einführung der Albertina auf Instagram mehr Zugriffe hat als der Trailer auf YouTube.

Auf die Frage, wobei die Videos ihnen eine Hilfe seien, kam folgendes Ergebnis heraus:

  • 94% der Befragten meinten, dank der Videos würden die User*innen ihre Produkte oder Dienstleistungen besser verstehen;
  • 84% waren der Meinung, der Videocontent würde dazu beitragen, den Traffic auf der Website zu erhöhen;
  • 81% kamen zu dem Ergebnis, mit Hilfe der Videos könnten sie mehr Leads generieren;
  • 80% waren der Ansicht, durch die Videos würde sich die Verweilzeit der User*innen auf der Website erhöhen und
  • 40% sagten, dank der Videos sei die Zahl der telefonischen Supportanfragen zurückgegangen.

Während das Albertina-Video auf Instagram sicher dazu beiträgt, das Werk Albrecht Dürers besser zu verstehen, trifft das auf viele Videos, vor allem im Theaterbereich, nicht zu. Oft sieht man in den Videos Szenenausschnitte. Manche stehen für sich allein, manche sind aneinandergereiht. Eine Ahnung, worum es in dem Stück geht, bekommt man, vorsichtig formuliert, nicht immer.

Die Hürden, Videos zu produzieren, sinken

Aufschlussreich sind die Antworten im Wyzowl-Report auf die Frage nach den Gründen für den Einstieg in das Videomarketing:

  • 44% der Befragten gaben zur Antwort, es sei ihnen nun leichter gefallen, die Verantwortlichen in ihrem Unternehmen davon zu überzeugen, wie wichtig Videocontent sei;
  • 41% waren der Ansicht, Videos seien leistbarer geworden, d.h. die Produktionskosten sind gefallen;
  • Dazu passend sagten 39%, dass eine Videoproduktion heute wesentlich weniger Zeit in Anspruch nehme und
  • immerhin 15% gaben an, nun den ROI (return on investment) klarer erkennen zu können und deshalb in das Videomarketing eingestiegen zu sein.

Für diejenigen, die bis jetzt noch nicht auf Videocontent setzen, scheint der Zeitpunkt, um nun einzusteigen günstig zu sein. Auf der Chefetage ist die Botschaft, dass Videos ein wichtiges Marketingformat seien, angekommen, es braucht also nicht mehr so viel Überzeugungskraft wie in den letzten Jahren. Gleichzeitig sind die Kosten für Videos gesunken, was nicht unbedingt für die gilt, deren Ansprüche an Videocontent gestiegen sind. Aber für alle gilt: Ein Video ist heute schneller produziert als noch vor ein oder zwei Jahren.

YouTube und Facebook sind die beiden führenden Plattformen für Videocontent

Wenn ich also nun Videocontent produzieren möchte, welcher Kanal ist aktuell am besten geeignet? Mit großen Abstand sind YouTube (87%) und Facebook Video (84%) die großen Favoriten, gefolgt von Linkedin und Instagram mit je 51%. Zu Instagram muss man aber noch Instagram TV (16%) dazuzählen, d.h. Instagram ist aktuell klar die Nummer drei.

Nach den Antworten der Marketer ist es auch interessant herauszufinden, was die User*innen für Präferenzen haben. Natürlich kann man einfach mal ausprobieren und auf diese Weise herausfinden, was die eigenen Zielgruppen mögen und was sie nicht mögen. Der Wyzowl-Report gibt aber einige ganz interessante Antworten.

96% der befragten User*innen meinten, sie würden durch Erklärvideos Produkte oder Serviceangebote besser verstehen. Oft ist auch die Marke entscheidend (79%), das heißt, Unternehmen oder auch Kultureinrichtungen mit einem hohen Bekanntheitsgrad haben hier klare Vorteile gegenüber unbekannten Anbietern.

Auf welchen Geräten werden Videos konsumiert? Nur ein Prozent der User*innen schaut Videos ausschließlich am Desktop an, 6% nutzen dafür nur mobile Endgeräte. 34% nutzen bevorzugt die mobilen Endgeräte, 17% meinen, sie schauen eher am Desktop Videos an und 42% lassen keine eindeutigen Präferenzen erkennen.

Das richtige Videoformat: horizontal oder vertikal?

Nun ist Video nicht Video. Bis jetzt waren wir hauptsächlich horizontale Videos gewohnt, dementsprechend wurden Videos auch produziert. Vor allem mit dem Aufkommen von Instagram TV (IGTV) befindet sich nun aber das horizontale Video auf dem Vormarsch. Den meisten ist klar, denke ich, dass vertikale Videos andere Bildausschnitte benötigen als horizontale Videos. Verwendet man ein horizontales Bildformat für IGTV, dann sind die schwarzen Streifen oben und unten schon sehr groß, wie dieses Beispiel zeigt. Gute Beispiele für vertikale Videos sind gar nicht so leicht zu finden, Kultureinrichtungen scheinen auf diesen Zug noch nicht aufgesprungen zu sein. Deshalb habe ich ein Beispielvideo von Adidas gewählt, das dieses Format voll ausnützt und auch sonst recht schön zeigt, wie man IGTV nutzen kann.

Auch die User*innen haben sich noch nicht so recht auf das vertikale Format eingestellt. Normalerweise verwenden sie ihre Smartphones vertikal. Schauen sie sich ein Video an, sieht es etwas anders aus. 75% der User*innen wechseln in die Horizontale, nur 25% nutzen ihr Gerät weiter vertikal. Das Problem, zumindest bei IGTV: Das Video passt sich nicht der jeweiligen Haltung an, wir sehen das Video auf alle Fälle vertikal. Ist es ein horizontal produziertes Video, bleiben oben und unten die schon erwähnten schwarzen Streifen. Es wird dann also nur ca. ein Drittel der gesamten Bildschirmoberfläche genutzt.

Worauf Sie bei der Videoproduktion achten sollten

Damit sind wir schon bei der Frage, worauf man achten sollte, wenn die eigenen Videos bei den Zielgruppen gut ankommen sollen. Auf das jeweils passende Format zu achten wäre ein erster Tipp. Ein YouTube-Video sollte man also nicht einfach auf IGTV hochladen.

Aber es gibt noch ein paar andere Punkte. Neil Patel setzt schon lange auf Erklärvideos und ist damit recht erfolgreich. In seinem Beitrag „Wien man ins Video-Marketing einsteigt“ gibt er jede Menge hilfreiche Tipps. Dass man nicht ohne einen Plan beginnen sollte, ist, denke ich, selbstverständlich. Dazu gehört auch, dass man sich bewusst entscheidet, welche Art von Videoinhalten man eigentlich produzieren möchte. Patel unterscheidet zwischen

  • Lehrfilmen
  • inspirierenden und
  • unterhaltsamen Videos.

Gerade anfangs sollte man, so Patel, nicht unbedingt auf Experimente setzen. Sind die anderen Inhalte, also zum Beispiel Blogbeiträge, eher erklärend, dann empfiehlt er, auf ebensolche Videoinhalte zu setzen. Ist die Website eher unterhaltend, dann sollte man diese Linie zumindest am Anfang beibehalten. Erst so nach und nach, wenn Sie einige Daten gesammelt haben und wissen, welche Videos wie ankommen, können Sie Korrekturen vornehmen und auch mal andere Ansätze verfolgen.

Auch für Videos gilt: SEO nicht vergessen!

Einen seiner Tipps möchte ich gerne noch herausgreifen, die Optimierung der Videos für die Suchmaschinen. Das beste Video bringt Sie nicht weiter, wenn es nicht gefunden wird. Achten Sie deshalb auf folgende Punkte:

  • Ordnen Sie dem Video ein Haupt-Keyword zu. Dass die Inhalte zum Keyword passen sollten, ist selbstverständlich.
  • Wählen Sie einen geeigneten Dateinamen, der idealerweise das Keyword enthält.
  • Gleiches gilt für den Titel Ihres Videos. Er muss aussagekräftig sein und umfasst idealerweise Ihr Haupt-Keyword.
  • Vermutlich orientieren sich viele User*innen an den Beschreibungen der Videos, die sie ansehen wollen. Der Text sollte zwischen 150 und 200 Zeichen lang sein und natürlich ist es gut, wenn er auch Ihr Keyword enthält.
  • Überlassen Sie die Wahl des Vorschaubildes nicht der Plattform, zum Beispiel YouTube, sondern entscheiden Sie selbst. Die Entscheidung, ob wir ein Video anschauen oder nicht, machen wir zumindest teilweise auch vom Vorschaubild abhängig.

Ich würde mir wünschen, dass Kultureinrichtungen, aber auch Künstler*innen, noch viel mehr auf Videoinhalte setzen. Viele nutzen diese Art von Content schon länger. Aber ich vermisse oft den Plan und konkrete Ziele, die sich damit erreichen lassen. Wenn Sie bei Ihren nächsten Videoproduktionen darauf achten, werden Sie vermutlich davon profitieren, dass Videos auch im Jahr 2020 weiter an Bedeutung gewinnen und eine entsprechend große Rolle im Marketingbereich spielen.

Christian Henner-Fehr lebt und arbeitet als Kulturberater in Wien. Er betreibt das Kulturmanagement Blog und beschäftigt sich aktuell mit den Themen Content Marketing, Social Media und der digitalen Transformation von Organisationen in den Bereichen Kultur und Tourismus. Außerdem entwickelt er Digitalisierungskonzepte für Städte und Regionen.

 

Infofrühstück #2 2019Am 12. Dezember 2019 wird Christian Henner-Fehr beim Kulturkonzepte Infofrühstück einen Einblick in das Thema Online-Marketing geben. Bei Kaffee und Keksen bekommen Sie Inputs vom Experten und lernen das Kulturkonzepte-Team kennen. Sichern Sie sich gleich hier Ihren Platz!

Videomarketing
Foto: Bokskapet, Pixabay
Kategorie: Partizipation heißt auch mitentscheiden – Isabell Fiedler, Kunstmeile Krems

Partizipation heißt auch mitentscheiden – Isabell Fiedler, Kunstmeile Krems

Isabell Fiedler hat 2018 die Leitung der Kunstvermittlung auf der Kunstmeile Krems übernommen. In dieser Funktion betreut sie die Landesgalerie Niederösterreich, die Kunsthalle Krems, das Karikaturmuseum Krems, das Forum Frohner, die Artothek Niederösterreich und AIR – ARTIST IN RESIDENCE Niederösterreich. Am Institut für Kulturkonzepte absolvierte sie 2005 die Sommerakademie und zwei Jahre später den Universitätslehrgang Kultur & Organisation.

Nun beantwortet sie uns 5 Fragen zu ihrem Job und verrät, wie sich die Arbeit von VermittlerInnen durch neue Medien und den immer stärker werdenden Fokus auf Partizipation verändert.

Dein Job in einfachen Worten: Wie hasdu deinen Eltern erklärt, worin deine Arbeit besteht?

Ich unterstütze Menschen jeden Alters, einen persönlichen Zugang zu Kunst und Kultur zu finden. Dafür entwickle ich für die Museen der Kunstmeile Krems mit meinem wunderbaren Team vielfältige Vermittlungsformate wie Führungen, Workshops, Veranstaltungen, Projekte, Drucksorten, Videos und Audioguides.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten liebst du dabei besonders?

Mein Aufgabenfeld ist ein sehr breites und abwechslungsreiches: Die Kunstvermittlungsabteilung auf der Kunstmeile Krems betreut sechs Institutionen und umfasst auch das Besucherservice und die Artothek Niederösterreich. Dementsprechend vielfältig sind die Ausstellungen und Projekte, die wir vermitteln und umsetzen. Sehr interessant und bereichernd ist dabei auch die Zusammenarbeit mit Kolleg/innen, Künstler/innen und Projektpartner/innen.

Spannend ist ebenso, sich mit neuen Theorien und Methoden der Kunstvermittlung sowie gesellschaftlichen und medientechnologischen Entwicklungen auseinanderzusetzen. Wie können wir diese in die eigene Arbeit integrieren?

Welche Veränderungen der letzten 25 Jahre wirken sich auf dich und deinen Arbeitsalltag aus, wie zum Beispiel die Digitalisierung?

Der Stellenwert, der Wirkungsbereich und das Anforderungsprofil der Kunstvermittlung haben sich in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert. Eigene Vermittlungsabteilungen nehmen innerhalb der Institutionen einen zentraleren Stellenwert ein und arbeiten eng mit anderen Abteilungen zusammen. Neben Führungen und Workshop treten partizipative und interdisziplinäre Formate und Projekte zunehmend in den Vordergrund. Die Hinwendung zu unseren Interaktionspartner/innen und die Berücksichtigung ihrer Meinungen und Bedürfnisse werden dabei immer wichtiger.

Ein schönes Bespiel dafür ist das Partizipationsprojekt #MyMuseum, das wir für die Eröffnung der Landesgalerie Niederösterreich im Mai 2019 realisiert haben. Wir haben alle Menschen in Niederösterreich gefragt, was sie von ihrem neuen Museum erwarten. Dafür sind wir mit dem Direktor und Kurator der Landesgalerie durch ganz Niederösterreich getourt. Das finale Highlight des Projektes war eine Ausstellung der Werke der Teilnehmenden im Museum sowie die Präsentation in einem Katalog und einer Online Galerie.

Die Digitalisierung prägt die Kunstvermittlung in Österreich aktuell sehr stark. Einerseits zieht die digitale Kunst in die Museen ein und verlangt nach einer entsprechenden Vermittlung. Andererseits setzt die Vermittlung zunehmend digitale Medien ein, um ihre Interaktionspartner/innen im Museumsraum (onsite & offsite) zu erreichen. Wichtig ist bei all den Entwicklungen, die Objekte der Ausstellung als zentrale Bezugspunkte zu definieren. Digitale Medien sollten nie um ihrer selbst eingesetzt werden.

Das Institut für Kulturkonzepte ist für mich … 

DAS Kompetenzzentrum für Kulturmanagement und Kunstvermittlung. Sehr gerne erinnere ich mich an meine Zeit am Institut zurück.

Was können Kunst und Kultur in deinen Augen in der heutigen Gesellschaft bewirken?

Kunst und Kultur öffnen uns neue Perspektiven auf die Welt und uns selbst. Sie regen zur Auseinandersetzung mit wichtigen Themen an, lösen Diskurse aus, zeigen Möglichkeiten und Vision auf. Zudem verbinden sie Menschen. Gute Kunstvermittlung kann diese Prozesse in Gang setzen und unterstützen.

Ein aktuelles Programm der Kunstmeile Krems ist ABENTEUER MUSEUM! Das Projekt macht das Museum als Ort für neue Begegnungen und Erfahrungen erlebbar. Zusätzlich zum FREIEN EINTRITT ermöglicht es Schulklassen, Kindergartengruppen und Horten aus Niederösterreich die Buchung eines KOSTENFREIEN VERMITTLUNGSFORMATS nach Wahl. Alle Programme stehen in Bezug zu den Lehrplänen sowie aktuellen sozio-kulturellen und medientechnologischen Entwicklungen.

Foto: Kunstvermittlung Kunstmeile Krems
Foto: Kunstvermittlung Kunstmeile Krems
Kategorie: Influencer Marketing: besser als sein Ruf

Influencer Marketing: besser als sein Ruf

Ein Beitrag von Christian Henner-Fehr

Wer in heutigen Zeiten als Influencer bezeichnet wird, muss sich ernsthaft überlegen, ob das nun eine Auszeichnung ist oder ob ihn jemand damit diskreditieren möchte. Influencer gibt es eigentlich schon lange. Aber während früher andere einem dieses Attribut verliehen, bezeichnen sich heute viele ganz selbstbewusst von sich aus als Influencer. Während früher vor allem die Expertise im Vordergrund stand, geht es heute eher um Reichweite.

Als Influencer kann man viel Geld verdienen

Bis zu einer Mio. USD sind Unternehmen angeblich bereit, internationalen Stars für ein Instagrampost zu zahlen. In Deutschland kann man, so das Ergebnis einer Befragung, als Top-Influencer mit mehr als einer halben Mio. Followern bis zu 38.000 Euro pro Posting verdienen. Wer weniger als 30.000 Follower hat, kann auch auf reiche Entlohnung hoffen. Bis zu 32.000 Euro werden gezahlt, in diesem Fall aber für eine ganze Kampagne.

Nun ist es aber gar nicht so einfach, ein Instagram-Star zu werden. Ohne qualitativ hochwertigen Content und die Fähigkeit, mit den UserInnen zu interagieren, hat man eigentlich keine Chance. Es sei denn, man hilft ein wenig nach und kauft sich seine Fans. Wenn man dann seine Fans hat und die Unternehmen sich immer noch nicht für einen interessieren, wird man schon mal ungeduldig und versucht dem Glück auf die Sprünge zu helfen.

Influencer zeichnen sich durch „Ansehen, Einfluss und Reichweite“ aus

Aber ich möchte jetzt nicht Influencer lächerlich machen, denn Influencer Marketing ist aus der heutigen Marketinglandschaft nicht wegzudenken und wird zukünftig wohl eine noch wichtigere Rolle spielen als heute schon. Wer Influencer Marketing für die strategische Kommunikation nutzt, setzt auf Personen „mit Ansehen, Einfluss und Reichweite“, wie es im Wikipedia-Artikel heißt. In diesem wird auch auf den von Nadja Enke und Nils S. Borchers veröffentlichten „Ergebnisbericht: Management strategischer Influencer-Kommunikation“ verwiesen, in dem die beiden AutorInnen zeigen, dass Influencer ganz verschiedene Rollen einnehmen und viel mehr können als Werbebildchen auf Instagram posten.

Genau aus diesem Grund ist, denke ich, das Influencer Marketing auch für den Kulturbereich interessant. Im Film– und Musikgeschäft gibt es sie schon lange, auch Museen suchen schon seit einigen Jahren die Zusammenarbeit mit Influencern. Aber auch für andere Sparten ist Influencer Marketing ein Thema, mit dem sie sich beschäftigen sollten. Einerseits, weil Kultureinrichtungen oft keine sehr große Reichweite haben und sich nicht leichttun, aus der eigenen Blase herauszukommen. Andererseits werden Empfehlungen immer häufiger über private Kanäle verschickt, zu denen Kultureinrichtungen oft keinen Zutritt haben.

Im Kulturbereich zählen wohl die Micro-Influencer mehr

Nun verfügt der Kunst- und Kulturbereich nicht über die (finanziellen) Möglichkeiten wie etwa die Modebranche. Aber ein Theater oder ein Museum benötigen auch gar nicht eine internationale Sichtbarkeit. Deshalb sollten sie sich eher mit den Micro-Influencern beschäftigen, also den Influencern, die nicht gleich ein paar Mio. Follower haben, sondern vielleicht nur 1.000 bis 2.000. Eine große Reichweite muss nämlich gar nicht unbedingt von Vorteil sein. Eduard Andrae und Philipp Rodewald erklären in einem Artikel für das Upload Magazin, warum oft „weniger Reichweite die bessere Wahl ist“.

Je geringer die Reichweite, desto größer ist das Engagement, schreiben sie und verweisen auf die Analyse einer englischen Agentur, die zeigt, dass die Engagement-Rate bei unter 1.000 Followern bei 8% liegt, während sie bei mehr als einer Mio. Followern nur noch 1,7% beträgt. Diese Zahlen beziehen sich auf Instagram, aber wir wissen alle, dass sich dieses Phänomen in allen sozialen Netzwerken beobachten lässt.

Andrae und Rodewald stellen darauf aufbauend folgende Regel auf:

„Je besser die Engagement-Rate, desto größer sind die Relevanz und auch die Glaubwürdigkeit eines Influencers.“

Die Herausforderung für Kultureinrichtungen besteht also darin, diese Micro-Influencer zu entdecken. Ich würde mich dabei nicht auf Instagram beschränken, sondern alle wesentlichen Kanäle nach ihnen absuchen. Facebook, Twitter, YouTube, Instagram, Pinterest aber auch Blogs kommen meiner Ansicht nach als relevante Kanäle in Frage. Erstellen Sie eine Liste und beobachten Sie die verschiedenen Accounts, um herauszufinden, wo die Stärken der einzelnen Influencer liegen und welche Möglichkeiten der Kooperation sich daraus ergeben.

Inhaltliche Zusammenarbeit statt Werbung

Ich glaube, dass es im Kunst- und Kulturbereich nicht so sehr darum geht, Influencer mit meinem Produkt in der Hand abzulichten und das Bild dann zu posten. Warum nicht eine inhaltliche Zusammenarbeit und diese als Teil des Content Marketing? Mir fällt dazu die Blogparade des Historischen Museums in Berlin ein. „Was bedeutet mir Demokratie?“, war die Frage, auf die mittlerweile 61 Antworten in Form eines Blogbeitrags eingegangen sind. Wer auf Instagram und Twitter nach dem Hashtag #DHMDemokratie sucht, wird auch dort fündig. Natürlich ist das quantitativ nicht mit dem Beitrag eines international bekannten Influencer vergleichbar, aber vermutlich hat diese Blogparade dem Museum mehr gebracht als ein Posting mit ein paar tausend Likes.

Beachtlich finde ich, welche Bandbreite die Beiträge haben und wer sich alles daran beteiligt. An dieser Blogparade haben sich nicht nur Museumsmenschen beteiligt, sondern zum Beispiel auch Blogs, die sich mit den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz beschäftigen. Ob beabsichtigt oder nicht, dem Historischen Museum Berlin ist es damit gelungen, ein Netzwerk zu knüpfen, das weit über den Kunst- und Kulturbereich hinausgeht.

So ein Ansatz scheint mir sinnvoll. Warum immer nur Influencer aus einer Kunstsparte oder einer Branche suchen? Gibt es da nicht noch viel mehr Anknüpfungspunkte? Zum Beispiel könnte man sich mit dem Tourismusbereich kurzschließen, eine Themenroute für Touristen erarbeiten und mit einem Architekten zusammenarbeiten, der über die wichtigsten Gebäude informiert, in denen sich Demokratiegeschichte abgespielt hat. Hierfür könnte ich mir Influencer suchen, die auf Instagram Architekturbilder posten. Überlegen Sie doch einfach mal, welche Berührungspunkte es bei Ihrem nächsten Projekt oder Ihrer nächsten Produktion gibt.

Influencer im eigenen Haus

Vielleicht müssen Sie dieses Netzwerk gar nicht suchen, sondern haben es im eigenen Haus? Warum machen Sie nicht die MitarbeiterInnen zu Influencern? Das Modelabel macy’s hat es vorgemacht und 300 Angestellte zu Markenbotschaftern bzw. Influencern gemacht. Das setzt aber voraus, dass nicht nur die oder der Social Media-Verantwortliche sich im Social Web auskennt, sondern das gesamte Team. Aber ich denke, dieses Problem lässt sich schnell lösen und wenn Sie dann die MitarbeiterInnen mit Foto- und Filmmaterial unterstützen, werden Sie merken, dass die sehr schnell Gefallen daran finden und gerne selbst kreativ werden.

Falls Sie nicht genügend MitarbeiterInnen haben, können Sie es ja auch mit virtuellen Influencern versuchen. Shane Barker hat einen sehr lesenswerten Artikel über die sogenannten CGI (computer generated imagery)-Influencer geschrieben. Einer der Stars ist Miquela Sousa, die auf Instagram mittlerweile 1,6 Mio. Follower hat und im letzten Jahr vom Time Magazin zu den „25 Most Influential People on the Internet“ gezählt wurde.

Virtuelle Influencer haben ihren Reiz, aber sie können natürlich nie echtes Vertrauen aufbauen, denn es handelt sich ja um computergenerierte Kunstfiguren, die nie wirklich ausprobiert haben, was sie dann „bewerben“. Aber vielleicht sind die virtuellen Influencer gar nicht die Weiterentwicklung der Influencer, sondern eher eine Art virtuelles Maskottchen. CGI-Influencer sind ein sehr spannendes Thema, aber ich fürchte, Kultureinrichtungen fehlt dafür das nötige Kleingeld. 😉

Christian Henner-Fehr lebt und arbeitet als Kulturberater in Wien. Er betreibt das Kulturmanagement Blog und beschäftigt sich aktuell mit den Themen Content Marketing, Social Media und der digitalen Transformation von Organisationen in den Bereichen Kultur und Tourismus. Außerdem entwickelt er Digitalisierungskonzepte für Städte und Regionen. Am Institut für Kulturkonzepte unterrichtet er unter anderem in zwei Seminaren: im zweitägigen Seminar Online Marketing im Kulturbereich (nächster Termin: 24.-25.1.2020) und im eintägigen Seminar Crowdfunding (nächster Termin: 19.9.2019).

 

Influencer Marketing Kulturbereich
Foto: Christian Fregnan < unsplash
Kategorie: Kino gegen Flüchtigkeit – Gerald Knell, Filmcasino & Filmhaus

Kino gegen Flüchtigkeit – Gerald Knell, Filmcasino & Filmhaus

Für den zweiten Beitrag unserer neuen AbsolventInnen-Blogreihe anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums konnten wir Gerald Knell gewinnen, der den Lehrgang Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte absolviert hat. Auch er hat uns 5 persönliche Fragen zu Karriere, seinem aktuellen Job als Leiter des Filmcasinos und des Filmhauses und der Bedeutung von Kunst und Kultur in der heutigen Zeit beantwortet.

Dein Job in einfachen Worten: Wie hast du deinen Eltern erklärt, worin deine Arbeit besteht?

Ich leite zwei Programmkinos und sorge dafür, dass die Menschen schöne, erhellende und lustige gemeinsame Stunden mit interessanten Filmen verbringen können.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten liebst du dabei besonders?

Die Entdeckung von beeindruckenden Filmen und dann diese in einem vollen Kinosaal zu präsentieren, die Stimmung des Publikums mitzuerleben.

Foto: Filmcasino

Welche Tätigkeit machst du heute ganz anders als vor 25 Jahren?

Die Filmbeschaffung hat sich sehr verändert (von 35mm-Filmrollen zu Festplatten und bald zur Übertragung über das Internet) und auch das Marketing – mit Social Media, Online Ticketing etc.

Das Institut für Kulturkonzepte ist für mich … 

…ein wunderbarer Ort, an dem man kreative Profis aus vielen Bereichen trifft und junge Leute mit großen Visionen im Kulturbereich. Daraus ergeben sich viele gute Begegnungen und Anregungen.

Was können Kunst und Kultur in deinen Augen in der heutigen Gesellschaft bewirken?

Heute sind Kunst und Kultur – z.B.  im Kino – besonders wichtig in der Gesellschaft – als Raum zur konzentrierten Beschäftigung in einer Zeit der Flüchtigkeit, als politische Gegenöffentlichkeit in einer Zeit von Message Control, als soziale Räume des Austauschs, gemeinsamer Erlebnisse und konzentrierter Beschäftigung in Zeiten von Bubbles und Handy-Dauer-Beschäftigung.

 

Lesen Sie hier alle Sonderartikel zu 25 Jahre Kulturkonzepte!

Hier geht’s zu allen AbsolventInnen-Porträts.

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Foto: Filmcasino
Kategorie: Kunst – von Außen und von Innen. Absolventin Annja Krautgasser

Kunst – von Außen und von Innen. Absolventin Annja Krautgasser

In unserer AbsolventInnen-Reihe stellen wir Ihnen regelmäßig Menschen vor, die Lehrgänge am Institut für Kulturkonzepte absolviert haben. Darin erfahren Sie, wie vielfältig die Berufswelt von KulturmanagerInnen und Kulturvermittlung ist und lernen das Kulturkonzepte-Netzwerk besser kennen.  

Beitrag: Annja Krautgasser

In meiner Familie war ich immer schon die Künstlerin. Ob es das selbständige Arbeiten, der Freigeist, oder einfach das Interesse an gesellschaftlichen Manifestationen war – alles in allem liebte ich es zu beobachten und diese Beobachtungen sichtbar zu machen.

Begonnen hat alles mit einem Architekturstudium an der Universität Innsbruck (und der TU Wien). Das Studium hatte ich auf Grund seiner künstlerischen Ausrichtung gewählt, wobei die analytische Herangehensweise im Architekturstudium nicht unwesentlich auch mein darauffolgendes Kunststudium (Universität für angewandte Kunst) mitgeprägt hat. Am Ende hatte ich also zwei Studien in der Tasche – Architektur und Kunst. Was die Sache aber für mich nicht einfacher machte. Die Doppelgleisigkeit war für mich schwer umsetzbar, und so entschied ich mich, nach längerem hin und her, für die Kunst.

Das Interesse am abstrakten, individuellen aber auch gesellschaftlichen Raum hat mich weiterhin begleitet und ist auch heute noch wichtiger Bestandteil meiner Arbeiten/Filme. Ebenso geblieben ist mir – trotz dem klassischen Bild des eigenbrötlerischen Künstler_innentums – die Begeisterung an der Teamarbeit, an der Fähigkeit zu entwickeln, zu organisieren, zu gestalten und umzusetzen. Idealerweise in einer Gruppe, idealerweise von der ersten Idee an, bis hin zu seiner Vermarktung und Vermittlung.

Annja Krautgasser
Foto: © Manfred Werner, 2018

Ausprobieren konnte ich diese Entwicklungsschritte schon früh durch die Gründung der Filmproduktionsfirma Vidok KEG, oder auch durch Tätigkeiten in Vereinen, die ich zum Teil mitgegründet habe (Lanolin), bzw. bei denen ich Vorstandsfunktionen übernommen habe (Tiroler Künstlerschaft, Secession).

Die Lehrtätigkeiten an der TU Graz, Uni Linz und an der Akademie der bildenden Künste Wien waren für mich spannende Schnittstellen der Kunstproduktion: Der Blick von Innen und der Blick von Außen boten mir ständige Reibeflächen in allen Fragen der Kunstpraxis.

Das verfolgen und zum Teil mitgestalten kulturpolitischer Entscheidungen macht mir bis heute Spaß, bzw. sehe ich es für mich als wesentliche Aufgabe jedes Kunst- und Kulturschaffenden.

Der Lehrgang für Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte half mir das Know-how, das ich mir über die Jahre angeeignet hatte zu qualifizieren – was mein Selbstbewusstsein in dieser Hinsicht stärkte bzw. der Eigenpositionierung innerhalb der heimischen und internationalen Kunstszene zugute kam.

Im Rahmen des Lehrganges konnte ich ein Magazin-Konzept für politische Bildung entwickeln und zur konzeptionellen Ausarbeitung bringen. So bot mir das Institut für dieses gesellschaftspolitische Projekt den passenden Rahmen und war mir eine organisatorische Stütze.

Am 26. September 2018 ist Annja Krautgasser zu Gast beim Infoabend des Instituts für Kulturkonzepte. Melden Sie sich jetzt kostenlos dafür an! 

Annja Krautgasser
Q&A © VIS – Vienna Independent Shorts | Österreichischer Wettbewerb, METRO Kinokulturhaus, A-Wien (v.l.nr.) Julia Fabrick, Annja Krautgasser, Alexandra Valent Foto: © Manfred Werner, 2018
Annja Krautgasser
Foto: © Manfred Werner, 2018
Kategorie: Vom Atelier in die Sammlung

Vom Atelier in die Sammlung

VERMARKTUNGS-STRATEGIEN IN DER BILDENDEN KUNST

Subjektiv betrachtet bewegt sich viel in der Kunstlandschaft: Immer mehr Galerien, Kulturvereine und art spaces eröffnen und einige Institutionen und Firmen nehmen die Gelegenheit wahr, in ihren Räumen Kunst zu präsentieren. Das bedeutet: Es gibt viele Möglichkeiten kreativ zu arbeiten.

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Kategorie: Kunstvermittlung und Künstlerische Intervention

Kunstvermittlung und Künstlerische Intervention

EIN PORTRAIT VON KAREN OLDENBURG

WELCHER BERUFLICHEN TÄTIGKEIT GEHST DU DERZEIT NACH?

Ich bin im Bereich Kunstvermittlung und künstlerischer Intervention tätig. Das ist ein sehr großer Bereich und umfasst sowohl die personale Vermittlung in Museen als auch performative Kunstvermittlung bis hin zu künstlerischen Projekten mit SchülerInnen sowie freien künstlerischen Interventionen. (mehr …)

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Kategorie: #do_it | DIE ZUKUNFT DER KÜNSTLER_INNEN

#do_it | DIE ZUKUNFT DER KÜNSTLER_INNEN

Den Auftakt des Kulturmanagement Forums machen Barbara Sommerer und Christian Henner-Fehr

Vom Künstlerkollektiv über den Kunstverein bis hin zur Aktiengesellschaft – Barbara Sommerer ist Co-Gründerin von eeza und Projektform AG. Als Künstlerin spricht sie über die Entwicklung hin zu einer Kultur- und Kreativunternehmerin. Christian Henner-Fehr ist ihr Gesprächspartner – seines Zeichens Spezialist für Projektmanagement und Social Media. Gemeinsam diskutieren sie mögliche Erlösmodelle im Kultur- und Kreativbereich, die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft und zukunftsträchtige Lösungen für kreative, schöpferische und kulturelle Fragen. (mehr …)

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kretamaris | pixelio.de

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