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Kategorie: „n e w c l a s s i c s“: eine neue Vision klassischer Musik – Absolventin Grâce Andrianjatovo

„n e w c l a s s i c s“: eine neue Vision klassischer Musik – Absolventin Grâce Andrianjatovo

Ich war schon immer von der Idee angezogen, klassische Musik, die ich in Form eines Fagottstudiums als meinen Beruf auserkoren habe, auch anderen gleichermaßen zugänglich zu machen. Der direkte Austausch mit Menschen, welchen ich in meiner Musiktheatergruppe, in Workshops, sowie interkulturellen und transdisziplinären Projekten erleben durfte, liegt mir sehr am Herzen.

So habe ich nach der Euphorie des Studiums und einer Vielzahl musikalischer Reisen, als ich anfing regelmäßig in einem Orchester zu arbeiten, sehr schnell gemerkt, dass mir am reinen Orchesterjob etwas fehlte.

Ich stieß auf das Institut auf der Suche nach Möglichkeiten meinen Blickwinkel auf den Kulturbetrieb zu erweitern, ohne konkrete berufliche Pläne zu haben. Der Lehrgang Kulturmanagement am Institut ermöglichte mir, den Übergang in meinem eigenen Tempo zu vollziehen und mir dabei die Werkzeuge anzueignen, die meiner musikalischen Ausbildung fehlten, um meinen neuen Beruf ohne technische Hindernisse ausüben zu können.
Zwei Skills, die mir speziell bereits zu Gute kamen:
Selbstbewusstsein – mich auf Positionen zu bewerben, die ich davor nicht zu beanspruchen wagte.
Organisation – in meiner Arbeitsweise als auch in meinem Denken, sowie in der Gestaltung meiner Karriere.

Was mich innerlich antreibt ist, die klassische Musik attraktiver zu machen und sie besser unsere heutige Gesellschaft widerspiegeln zu lassen. Mit diesem Hintergedanken habe ich meine Abschlussarbeit n e w c l a s s i c s verfasst.
n e w c l a s s i c s soll eine neue Vision klassischer Musik präsentieren, in einer Reihe von kulturellen Veranstaltungen.
Das Ziel ist, einen größeren Fokus auf, ansonsten in der klassischen Musik
unterrepräsentierten, schwarzen Komponist:innen zu legen, wie auch ein Publikum zu erreichen, das ansonsten selten mit klassischer Musik in Berührung kommt.

Foto: Grâce Andrianjatovo © privat

Noch während des Lehrgangs habe ich begonnen als Musikvermittlerin bei den Wiener Symphonikern zu arbeiten. Ich brenne für meinen neuen Job, weil er das zusammenfasst, was mir schon immer wichtig war: der künstlerische Aspekt, der Kontakt mit den Menschen, die Freiheit, neue Sachen probieren zu können, den Begriff Konzert neu zu definieren.
Die Musikvermittlung ist ein noch relativ junges Berufsfeld, das sich tagtäglich, parallel zur Gesellschaft, und ihren Herausforderungen weiterentwickelt. Diese Herausforderung nehme ich gerne an und blicke den zukünftigen Aufgaben hoffnungsvoll entgegen!

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Foto: Grâce Andrianjatovo © privat
Kategorie: 18. Jänner: Lunch Lecture mit Karin Wolf: I ❤️ Online-Teams

18. Jänner: Lunch Lecture mit Karin Wolf: I ❤️ Online-Teams

Wissenswertes für Ihre Karriere in der Kultur

Es führt kein Weg mehr an Online-Zusammenarbeit in der Kultur vorbei. Besprechungen und Präsentationen via Zoom haben nicht nur Nachteile, sondern sparen sogar Zeit und Energie, wenn man ein paar einfache Punkte berücksichtigt. Am wichtigsten ist es, anzuerkennen, dass eine Online-Besprechung anderen Regeln folgt als ein analoges Treffen. Holen Sie sich konkrete Tipps von Karin Wolf für die Vorbereitung und Dramaturgie einer Online-Besprechung.

Die Lunch Lecture ist eine Online-Veranstaltung via Zoom, die am 18. Jänner stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Jason Goodman| Unsplash

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Foto: Jason Goodman | Unsplash
Kategorie: Kulturkonzepte Update: Karriere beginnt im Kopf

Kulturkonzepte Update: Karriere beginnt im Kopf

Update für Führungskräfte in der Kultur

Wie sich Ihre Karriere entwickeln wird, hängt von vielen äußeren Faktoren ab: den Entwicklungen am Arbeitsmarkt Kultur, der wirtschaftlichen und politischen Lage insgesamt und auch vom Zufall, wann welche Stelle frei wird. Was Sie selbst in der Hand haben, sind Ihre persönliche Definition von „Karriere“, die sich im Lauf der Jahre auch verändern kann und die Klarheit über Ihre beruflichen Ziele. Karin Wolf motiviert Sie in diesem Update, sich Zeit für Reflexion zu nehmen.

Kulturkonzepte-Update ist eine Online-Veranstaltung via Zoom. Die Teilnahme am 11. Jänner ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Interessieren Sie Führungsthemen? Werfen Sie einen Blick auf unser Programm Kulturmanagement pro+. In den kompakten dreistündigen Online-Seminaren erhalten Sie wertvollen Input für die Praxis und tauschen sich mit anderen Führungskräfte aus.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Bruce Mars | Unsplash

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Foto: Bruce Mars | Unsplash
Kategorie: „Theater als transdisziplinärer Innovations- und Arbeitsraum“ – Absolventin Stefanie Frauwallner

„Theater als transdisziplinärer Innovations- und Arbeitsraum“ – Absolventin Stefanie Frauwallner

Das heterogen bespielte Feld der darstellenden Künste bietet für mich einen unerschöpflichen Aktionsradius. Hier versammeln sich Personengruppen mit unterschiedlichen Qualifikationen, Herangehensweisen und Temperamenten. Dieses Zusammenspiel habe ich als Schauspielerin und Dramaturgin mitgestaltet, und mich dann in den Schnittstellenbereich des Kulturmanagements begeben. Als Verwaltungsleiterin der »neuen Bühne Senftenberg« bin ich für die Bereiche Fördermittelmanagement, Controlling und Personalwesen verantwortlich. Die Eingebundenheit in die strategische Planung und die Möglichkeit, internen und externen Austausch wechselseitig zu beleben, bereitet mir sehr viel Freude. Im Zentrum steht für mich das Publikum, das ich stets in seiner Vielseitigkeit betrachte.

Stark geprägt wurde ich durch mein Schauspielstudium an der Universität der Künste in Berlin, wo ich von Lehrenden, auf verspielte und Raum gebende Weise angeregt und empowert wurde. Gemeinsam mit Ida Müller & Vegard Vinge, Ulrich Rasche und Vanessa Stern konnte ich neue Formen erproben und zur Entfaltung bringen.

Da mir der reflektierte Austausch über das eigene Berufsfeld sehr wichtig ist, habe ich mich für den Lehrgang Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte entschieden. Die wertebasierte Ausrichtung der Aus- und Weiterbildung entspricht mir sehr, da ethische Maßstäbe für mich auf allen Ebenen des Handelns eine Rolle spielen. Das Thema meiner Projektarbeit widmet sich dem Spannungsfeld zwischen betrieblicher und planetarer Ressourcenknappheit. Der Austausch mit den andern Lehrgangsteilnehmenden hat mich durch Feedback Impulse aus anderen Bereichen belebt.

Das Thema meines Projektes, das die Implementierung von Nachhaltigkeitskonzepten in der freien Szene zum Inhalt hat, konnte ich sowohl als Mentorin bei einem Hackathon in Dresden Hellerau als auch in der von mir mitgegründeten Nachhaltigkeits-AG an der »neuen Bühne Senftenberg« einbringen.

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Foto: Stefanie Frauwallner (c) Markus Sepperer
Kategorie: „Mich fasziniert die japanische Teezeremonie.“ – Absolventin Patricia Kao

„Mich fasziniert die japanische Teezeremonie.“ – Absolventin Patricia Kao

Eigentlich bin ich schon immer eine Künstlerin gewesen…eigentlich. Aber vor allem auch eine brave Tochter, die die Sorgen und den Rat ihrer Eltern verstehen und befolgen wollte.

Also studierte ich als geborene Wienerin Internationale Betriebswirtschaft an der WU und trat sogleich im Anschluss meinen ersten Job bei einer Unternehmensberatung an. Auf der Suche nach einer kreativeren Tätigkeit landete ich schließlich im Projekt- und Produktmanagement.

Meine große Leidenschaft für Kunst und Kultur habe ich aber nie aufgegeben und so gut es ging „nebenbei“ weiterverfolgt. Ich absolvierte eine Gesangsausbildung, lernte ergänzend Klavierbegleitung, nahm Tanzunterricht in den verschiedensten Stilrichtungen und besuchte Musicalworkshops. Bis heute nehme ich regelmäßig Gesangs- und Tanzstunden und habe zuletzt, angeregt durch meine beiden Kinder, auch angefangen mich beim Aerial Silk in Akrobatik zu üben.

Außerdem hat mich meine Faszination für Japan stets begleitet. Schon während des Studiums fing ich an Japanisch zu lernen und verbrachte ein wunderbares Auslandssemester in Tokyo. 2011 trat ich der „Chado Urasenke Tankokai Austria Association“ bei – der österreichischen Vertretung der größten Teeschule Japans. Seit 2021 bin ich Vizepräsidentin derselben und übernehme verstärkt organisatorische Aufgaben. Die Kulturveranstaltung „Chado & Budo“ im Setagaya Park war dabei mein erstes Veranstaltungsprojekt im Kulturbereich.

Flyergestaltung: Gernot Polland (www.polland-grafik.at)

Um die Ziele unseres Vereins noch besser und intensiver vertreten und vorantreiben zu können, habe ich mich entschlossen den Lehrgang Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte zu absolvieren.

Bei den Seminaren konnte ich meine wirtschaftlichen Kompetenzen um wertvolles Branchenwissen und Know-How erweitern. Der intensive Austausch mit den Teilnehmer:innen und Vortragenden war dabei besonders wertvoll und hat viele neue Aspekte und Ideen geliefert. In meinem Abschlussprojekt „Momiji Matsuri“ beschäftigte ich mich dann mit der Planung und Durchführung eines Japanischen Herbstfestes.

Heute freue ich mich schon auf viele weitere Veranstaltungen und Begegnungen im Sinne eines unserer Hauptleitsätze auf dem japanischen Teeweg:

一期一会 „Ichi go, ichi e“/“Eine Zeit, ein Treffen“ – eine einmalige Gelegenheit im Leben.

Foto: (c) Andreas Ladik
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Kategorie: 19. Oktober: Lunch Lecture mit Karin Wolf: So überzeugt Ihr Lebenslauf!

19. Oktober: Lunch Lecture mit Karin Wolf: So überzeugt Ihr Lebenslauf!

Wissenswertes für Ihre Karriere in der Kultur

Bei einer Bewerbung zählt der erste Eindruck, den Ihr Lebenslauf vermittelt. Es gilt das Prinzip: Das Wichtigste zuerst! Niemand muss Schritt für Schritt der Chronologie Ihres beruflichen Werdegangs von der Stunde Null an folgen. Aussagekräftiger sind Ihre aktuelle Position und die Erfahrung, die Sie in den letzten drei Jahren gesammelt haben. Karin Wolf teilt ihre Beobachtungen und Erkenntnisse aus Gesprächen mit Personalist:innen.

Die Lunch Lecture ist eine Online-Veranstaltung via Zoom, die am 19. Oktober um 13.00 Uhr stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Dan Dimmock| Unsplash

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Kategorie: Kulturkonzepte Update: So liefert Ihr Meeting Ergebnisse!

Kulturkonzepte Update: So liefert Ihr Meeting Ergebnisse!

Update für Führungskräfte in der Kultur

Sitzen Sie in zu vielen Meetings mit zu wenig Ergebnissen? Laufen Diskussionen aus dem Ruder und bleiben Arbeitsaufträge unerledigt? In diesem Update erhalten Sie konkrete Tipps, wie Sie das ändern können. Es beginnt mit der Zeit, die Sie sich für eine gute Vorbereitung nehmen und endet bei einem Protokoll, das auch wirklich gelesen wird.

Kulturkonzepte-Update ist eine Online-Veranstaltung via Zoom. Die Teilnahme am 12. Oktober ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Interessieren Sie Führungsthemen? Werfen Sie einen Blick auf unser Programm Kulturmanagement pro+. In den kompakten dreistündigen Online-Seminaren erhalten Sie wertvollen Input für die Praxis und tauschen sich mit anderen Führungskräfte aus.

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Redd| Unsplash

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Kategorie: 21. September: Online-Info-Workshop „So tickt der Arbeitsmarkt Kultur“

21. September: Online-Info-Workshop „So tickt der Arbeitsmarkt Kultur“

Online-Info-Workshop zum Programm des Instituts für Kulturkonzepte am 21. September von 15.00-18.00 Uhr

Informieren Sie sich über Jobchancen und Karriereplanung in der Kultur und lernen Sie das Programm und das Team des Instituts für Kulturkonzepte kennen! Unser Anliegen ist es, Ihnen Orientierung zu geben und Expert:innen-Wissen mit Ihnen zu teilen.

PROGRAMM

15.00 -16.00 Impulsvortrag Karin Wolf: „So tickt der Arbeitsmarkt Kultur“
Sie lernen die aktuellen Trends und Entwicklungen im Sektor kennen und erhalten praktische Tipps für Ihre berufliche Weiterentwicklung.

16.00 – 18.00 Warum Weiterbildung gerade in unsicheren Zeiten Stabilität gibt
Die Lehrgangsleiterinnen Andrea Zsutty und Susanne Kappeler-Niederwieser stellen Ihnen das besondere modulare System unserer beiden Lehrgänge Kulturmanagement und Kulturvermittlung im Detail vor. Sie beantworten Ihre individuellen Fragen und geben Ihnen eine gute Einschätzung, was Ihnen ein Lehrgangsbesuch konkret bringen kann.

Der Info-Workshop ist eine Online-Veranstaltung via Zoom. Die Teilnahme ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Brooke Cagle | Unsplash

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Foto: Brooke Cagle | Unsplash
Kategorie: 13. Juli: Lunch Lecture mit Karin Wolf: Die 3 Kern-Kompetenzen im Kulturmanagement

13. Juli: Lunch Lecture mit Karin Wolf: Die 3 Kern-Kompetenzen im Kulturmanagement

Wissenswertes für Ihre Karriere in der Kultur

Kulturmanager:innen, die in ihrem Job erfolgreich sind, verfügen über folgende Kompetenzen: 1. Sie können in unterschiedlichen Situationen die passende Kommunikationsmethode anwenden. 2. Sie behalten bei komplexen Projekten den Überblick, weil sie Techniken der Arbeits- und Zeitplanung routiniert anwenden. 3. Sie planen und organisieren ihre Projekte strategisch.

Karin Wolf gibt Ihnen praktische Anregungen, wie Sie selbst diese Kompetenzen weiterentwickeln können und beantwortet Ihre Fragen.

Die Lunch Lecture ist eine Online-Veranstaltung via Zoom, die am 13. Juli um 13.00 Uhr stattfindet. Die Teilnahme ist kostenlos, bitte registrieren Sie sich HIER dafür! Der Teilnahmelink wird Ihnen kurz vor der Veranstaltung zugeschickt. (Bitte überprüfen Sie auch Ihren Spam/Junk-Ordner!)

Wir freuen uns auf Sie!

Ihr Kulturkonzepte-Team

Foto: Julio Nery | pexels

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Foto: Julio Nery | Pexels
Kategorie: 3 Tipps von Karin Wolf für erfolgreiches Delegieren

3 Tipps von Karin Wolf für erfolgreiches Delegieren

3 Tipps von Karin Wolf für erfolgreiches Delegieren

„Bis ich die Aufgabe erklärt habe, habe ich sie schon dreimal selbst erledigt! Ich mache es lieber wieder selbst.“ Kommt Ihnen das bekannt vor? Delegieren ist nicht einfach, aber gerade für Führungskräfte eine wesentliche Kompetenz, die es auf jeden Fall zu entwickeln gilt. Delegieren ermöglicht es Ihnen und Ihrem Team, effizienter und effektiver zu arbeiten. Wenn Sie Aufgaben abgeben, können Sie sich besser auf Ihre Kernaufgaben konzentrieren, Sie gewinnen Zeit für die strategische Planung oder um Kontakte zu pflegen. Das führt auch dazu, dass Sie Ihre Energie fokussieren und zufriedener beim Arbeiten sind. Außerdem trainieren Sie gezielt Ihre Sozial- und Führungskompetenzen.

Sie lernen sich selbst gut kennen und sehen, wo Sie noch Entwicklungspotentiale haben und wie es um Ihr eigenes Selbstbewusstsein, Mut und Vertrauen bestellt ist. Beim Delegieren können Sie und Ihre Mitarbeiter:innen auch viel über Selbstorganisation lernen. Vor allem, wenn Sie darauf achten, nicht nur anspruchslose Routineaufgaben weiterzugeben, zeigen Sie Ihrem Team Wertschätzung und Vertrauen. Das trägt längerfristig auch zur Mitarbeiter:innenbindung bei.

Sie können sofort beginnen, sich gut aufs Delegieren vorzubereiten. Beginnen Sie mit den W-Fragen: Was wollen Sie übertragen? Wieviel davon wollen Sie delegieren? Wer soll die Aufgabe übernehmen? Wie umfangreich muss diese Person eingearbeitet werden? Gehen Sie Schritt für Schritt vor und anerkennen Sie, dass sich einige Fragen erst im Prozess restlos klären lassen. Die folgenden drei Tipps sollen Ihnen helfen, einen guten Einstieg ins Thema zu finden.

1. Erkennen Sie Ihren persönlichen Glaubenssatz, der Sie hindert.

Bevor Sie beginnen, noch gezielter und bewusster zu delegieren, versuchen Sie herauszufinden, was genau Sie bisher daran gehindert hat. Erkennen Sie sich in den folgenden Sätzen wieder?  Ich kann es am besten. Ich möchte niemanden belasten. Ich zeige Schwäche, wenn ich Arbeiten abgebe. Ich muss die Kontrolle bis ins Detail behalten. Nur ich kann die Aufgabe richtig erledigen. Wenn ich es nicht selbst mache, werden Fehler passieren.

Nehmen Sie sich Zeit, beobachten Sie sich selbst im Arbeitsalltag und schreiben Sie sich die Sätze auf, die Sie erkennen. Es ist nicht einfach, sich von diesen Sätzen zu lösen – geben Sie sich selbst Zeit und sprechen Sie sich Mut zu. Vertrauen Sie darauf, dass besseres Delegieren Ihnen hilft eine bessere Führungskraft zu werden. Tauschen Sie sich mit anderen Führungskräften, Kolleg:innen, Freund:innen aus und unterstützen Sie sich gegenseitig.

2. Beschreiben Sie das Ergebnis des Auftrags, nicht den Weg dahin.

Unter Führungskräften ist das „My-Way-Syndrom“ weit verbreitet. Hier wird nicht nur die Aufgabe delegiert, sondern es wird erwartet, dass auch die Arbeitsmethode, die zum Ziel führt genau übernommen wird. In der Folge werden die Mitarbeiter:innen überkritisch bei der Umsetzung beobachtet, es wird laufend kommentiert und kritisiert. Das verunsichert die Mitarbeiter:innen, die nun ständig befürchten, etwas nicht richtig zu machen. Oft tritt dann das Phänomen des „Rückdelegierens“ ein. Die Mitarbeiter:in fragt dann immer wieder nach, sichert sich ab und die Führungskraft ist permanent in die Umsetzung eingebunden, hat also die Aufgabe immer noch auf der Agenda.

Um gut Delegieren zu können, ist es notwendig, anzuerkennen, dass es andere gute Wege als den eigenen gibt, um eine Aufgabe zu erledigen. Bemühen Sie sich, klar zu kommunizieren, was bis wann und von wem zu erledigen ist. Klären Sie die grundsätzlichen Rahmenbedingungen und sagen Sie ganz klar, was unbedingt beim Erledigen der Aufgabe berücksichtigt werden muss. Denken Sie daran, Ergebnisse zu beschreiben und nicht Methoden. Also nicht: „Ruf unbedingt am Donnerstag Vormittag in der Druckerei an und erinnere Herrn Maier, dass der Folder am Freitag geliefert wird. Ich schicke dann immer zur Sicherheit noch ein Email hinterher.“  Sondern: „Bitte vereinbare schriftlich mit der Druckerei, dass der Folder am Freitag geliefert wird.“  Missverständnisse beim Delegieren entstehen auch oft in der mündlichen Kommunikation. Wenn Sie die Aufgabe mit der Mitarbeiter:in besprochen haben, schicken Sie ihr eine kurze Gesprächsnotiz.

3. Signalisieren Sie zugleich Ihr Vertrauen und Ihre Bereitschaft zur Unterstützung.

Delegieren heißt auch, den Mitarbeiter:innen zu ermöglichen, Neues auszuprobieren, Erfahrungen zu sammeln und natürlich auch Fehler zu machen.  Das ist auch eine gute Gelegenheit, die Fehlerkultur in der eigenen Organisation zu erkennen und vielleicht zu verbessern. Ein Mitarbeiter, der große Angst hat, Fehler zu machen, wird ungern Verantwortung übernehmen und dadurch bleibt die Arbeit bei der Führungskraft hängen. Sprechen Sie also im Delegationsgespräch ganz deutlich dem Mitarbeiter Ihr Vertrauen aus und machen Sie sich selbst bewusst, dass Sie gerade einen Lern- und Entwicklungsprozess in Gang setzen.  Der Mitarbeiter lernt, mit neuen Anforderungen umzugehen und Sie als Führungskraft lernen, klar zu kommunizieren und mit den Veränderungen gut umzugehen.

Sie stehen dabei vor der Herausforderung, Ihre Mitarbeiter:innen zur Selbstständigkeit zu ermutigen, Sie aus ihrer Komfortzone zu bringen und Sie gleichzeitig mit Ihrer neuen Aufgabe nicht gänzlich ins kalte Wasser zu stoßen. Dabei lernen Sie auch Ihre Mitarbeiter:innen neu kennen: die einen werden auf Anhieb gute Ergebnisse liefern, andere werden (zu oft) nachfragen und wieder andere delegieren Ihnen die Aufgabe im Handumdrehen zurück. Sie lernen als Führungskraft hier viel über Mitarbeiter:innenführung, weil Sie sehr individuell entscheiden müssen, wieviel Unterstützung in welcher Situation angemessen ist.

Möchten Sie mehr zu diesem Thema erfahren und praktische Tipps erhalten? Sichern Sie sich Ihren Platz im kompakten dreistündigen Online-Seminar am 27.4. Führen kompakt“ mit den Schwerpunkten: Rolle und Funktion einer Führungskraft,  Delegieren, Kritisieren und Motivieren, Tools für die Zeit- und Arbeitsplanung. Bringen Sie Ihre individuellen Fragen ins Seminar mit und holen Sie sich Motivation und Stärkung für Ihre Führungsaufgaben.

Infos und Anmeldung HIER

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Foto: Hello i m nik | Unsplash

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