Fairen Honorar! – Diskussionsveranstaltung der IG Architektur am 27.11.2012
Am dritten Abend der dreiteiligen Veranstaltungsreihe der IG Architektur zum Thema faire Honorare für Architekturschaffende ging es darum, wie Nicht-ArchitektInnen, die geistige / kreative Leistungen erbringen, ihre Honorare berechnen und argumentieren. Zum Beispiel Werbeagenturen, PR-Agenturen, KünstlerInnen, DesignerInnen? Ergebnis einer lebhaften und lebendigen Diskussion war: Es gibt Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu den Fragen und Lösungsvorschlägen der Architekturschaffenden. Und es ging um die Haltung, mit der Honorare berechnet und argumentiert werden.
Karin Wolf, Direktorin des Instituts für Kulturkonzepte, wurde von der IG-Architektur auf des Podium eingeladen mehr››
Kategorie: Winterakademie für Kulturmanagement – Infoabend am 29.11.2012 – Nachbericht
Winterakademie für Kulturmanagement – Infoabend am 29.11.2012 – Nachbericht
Jobchancen im Kulturbetrieb nützen – die Winterakademie steht in den Startlöchern
In den Räumlichkeiten der IG Architektur fanden sich am 29. November viele interessierte Studierende und JungakademikerInnen ein, um sich gemeinsam über den Arbeitsalltag im Kulturbetrieb zu informieren und auszutauschen. Der Informations- und Diskussionsnachmittag begann mit einem einführenden Impulsvortrag von Karin Wolf, Direktorin des Instituts für Kulturkonzepte. Sie sprach grundlegende Aspekte des erfolgreichen Kulturmanagements und auch Strategien für den Berufsstart in Kunst und Kultur an.
›Karrieren im Kultursektor verlaufen selten geradlinig: typisch sind „bunte“ Lebensläufe, QuereinsteigerInnen und Zick-Zack-Verläufe. Es ist von Vorteil, zu Beginn unterschiedliche Berufserfahrungen zu sammeln und sich ein gewisses Generalistentum anzueignen. Es darf aber der Punkt nicht übersehen werden, an dem eine Fokussierung und Spezialisierung der eigenen Kompetenzen und Qualifikationen stattfindet.‹ gibt Karin Wolf den InteressentInnen mit auf den Weg.
In Kleingruppen analysierten die Studierenden Lebensläufe, diskutierten die Kernkompetenzen im Kulturbetrieb und besprachen Kriterien von Projekteinreichungen. In der anschließenden Diskussionen mit zwei AbsolventInnen, Alexandra Bröckl (Österreichische Filmakademie) und Agnes Wiesbauer (MUMOK), reflektierten die TeilnehmerInnen ihre eigene Karriereplanung und hatten die Möglichkeit einen Einblick in die Praxis zu gewinnen.
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Im Workshop stellte Karin Wolf auch die Winterakademie für Kulturmanagement vor. Sie ist inhaltlich und terminlich in zwei Abschnitte unterteilbar, die sich ergänzen, aber auch voneinander losgelöst gesehen und besucht werden können:
Die Seminarwoche MODERN TIMES beschäftigt sich mit den Fragen nach einem erfolgreichen Einstieg in das Berufsfeld Kunst und Kultur. Welche Voraussetzungen und Fähigkeiten sollte ich mitbringen und wo kann ich erforderliche Qualifikationen überhaupt erlernen? KulturexpertInnen Karin Wolf und Susanne Kappeler-Niederwieser schöpfen dabei aus ihrer jahrelangen Erfahrung im Kulturbereich.
Die zweite Seminarwoche JUNGLE FEVER befasst sich mit den Bereichen Projektorganisation und Finanzierung in der Kultur. Die Dozenten Christian Henner-Fehr und Leo Hemetsberger zeigen, wie aus einer Idee ein erfolgreiches Projekt wird.
Ziel der Winterakademie ist es, den TeilnehmerInnen brauchbare Methoden des Kulturmanagements für die Praxis und die individuelle Berufsplanung mitzugeben. Exkursionen, Gruppenarbeiten und Fallbeispiele sollen dabei einen realen Einblick in die Kulturszene ermöglichen und eine Vernetzung der angehenden KulturmanagerInnen fördern.
Winterakademie für Kulturmanagement - Infoworkshop am 29.11.2012
Kategorie: Südtiroler Fotograf bespielt den Folder ›Zertifikatskurs Kunst- und Kulturvermittlung‹ 2012|13
Südtiroler Fotograf bespielt den Folder ›Zertifikatskurs Kunst- und Kulturvermittlung‹ 2012|13
Florian Oberlechner Südtiroler Fotograf bespielt den Folder ›Zertifikatskurs Kunst- und Kulturvermittlung‹ 2012|13
Seit 2003 arbeiten wir bei jedem unserer Folder mit einem|r FotokünstlerIn zusammen, wodurch sie zu einer ›Ausstellungsfläche‹ für ein experimentelles Fotokunstprojekt werden.
Für den Folder des ›Zertifikatskurs Kunst- und Kulturvermittlung‹ haben wir uns dieses Jahr für den jungen Südtiroler Fotografen Florian Oberlechner entschieden, dessen Blick für den ›richtigen‹ Bildausschnitt und dessen Fähigkeit Alltagsgegenstände und –situationen in ein besonderes Licht zu rücken, uns sofort angesprochen hat.
Das fotografische Schaffen von Florian Oberlechner bietet ein breit gefächertes Spektrum von Momenten mit Menschen, über bedachte Kompositionen bis hin zu stimmungsvollen Landschaften. Nur die Veränderung ist beständig und so widmet er sich immer wieder neuen Themen und wildert in allen erdenklichen Genres. Er lebt, arbeitet und schreibt in Südtirol und auf seinem Blog.
Schon seit vielen Jahren bin ich ein Fan von Chris Brogan. Er gehörte zu denen, die mich für das Thema Web 2.0 begeisterten und deren Blogposts mich dazu animierten, selbst mit dem Bloggen zu beginnen. Ich habe mir immer sehr genau angeschaut, was er macht und vor allem, wie er die Dinge angeht. Anfang 2010 war es, als er mit Third Tribe ein interessantes Angebot in Form einer “paid online community” schnürte.
Die von Sonia Simone, Chris Brogan, Brian Clark und Darren Rowse ins Leben gerufene Plattform verfolgt seit gut zwei Jahren das Ziel, die Community beim Entwickeln und Umsetzen ihrer Internet Marketing-Aktivitäten zu unterstützen bzw. die Vernetzung so voranzutreiben, dass die Mitglieder der Community auch voneinander profitieren. Die Idee gefiel mir, aber ich fühlte mich noch nicht dazu in der Lage, ein solches Angebot auf den Markt zu bringen, denn weder ich noch der deutschsprachige Markt waren soweit, so meine damalige Überzeugung.
Aber die Idee habe ich nie aus den Augen verloren, erinnerte sie mich doch an ein ähnliches Format, das ich vor Jahren gemeinsam mit KollegInnen entwickelt hatte. Die Zielgruppe waren damals ProjektmanagerInnen und nachdem das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, handelte es sich um Veranstaltungen im Offline Modus. Die Rückmeldungen zeigten, dass vor allem zwei Dinge dieses Format interessant machten: Einerseits die Information über neue Entwicklungen, andererseits aber das Networking. Auch wenn wir mittlerweile gut vernetzt sind, fehlt uns doch häufig jemand, den wir schnell was fragen oder um eine Einschätzung bitten können. Ich denke, auch Third Tribe zeichnet sich durch diese beiden Angebote aus und so entstand aus der vagen Idee ein ziemlich konkretes Angebot.
Im letzten Jahr war es dann soweit, mit dem Institut für Kulturkonzepte hatte ich einen Partner gefunden, der einem solchen Format offen stand und mit dem sich die notwendigen Schritte entwickeln ließen. Als wir im Oktober 2011 mit unserem Projekt “Kulturkonzepte 2.0” starteten, hatten wir eine Idee und eine Facebook-Gruppe. Dazu gekommen ist mittlerweile ein monatliches Hangout zu einem konkreten Thema sowie, und das ist der große Unterschied zu Third Tribe, ein zweitägiger Workshop in Wien. Worum es dabei geht, bestimmen die TeilnehmerInnen selbst.
In diesem Jahr fand der Workshop am 28./29. September statt und wir beschäftigten uns dabei mit der Frage, wie sich Social Media zur Erreichung unternehmerischer Ziele einsetzen lassen und wie ich den Erfolg meiner Aktivitäten messen kann? Sie merken schon, da geht es um Unternehmensziele, Strategien und sinnvolle Kennzahlen, also all die Dinge, mit denen ich mich in den letzten Monaten in zahlreichen Blogbeiträgen beschäftigt habe. Alle diese Elemente flossen in diesen Workshop ein und tragen dazu bei, dass wir am Ende einen Fahrplan für unsere Social Media-Aktivitäten haben, die Teil einer übergeordneten Strategie sind. Für mich ist die Integration von Social Media in die verschiedenen Funktionsbereiche und die Ausrichtung an den Unternehmenszielen ein entscheidender Punkt, der über Erfolg und Misserfolg meines Tuns entscheidet. Die Social Media-Aktivitäten vieler Kultureinrichtungen stehen für sich alleine und haben, so denke ich, gar keine Chance, zu deren Erfolgen beizutragen.
Wenn Sie abklären wollen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind oder wissen wollen, wie dieser Weg für Sie aussieht, dann lade ich Sie ganz herzlich zu Kulturkonzepte 2.0 ein. Die Teilnahme an den Online-Aktivitäten kostet aktuell 12 Euro pro Monat, das Jahrespaket inklusive der Facebook-Gruppe, der monatlichen Hangouts und des zweitägigen Workshops 410 Euro. Fragen dazu beantworten Ihnen gerne Daniela Unterholzner vom Institut für Kulturkonzepte und natürlich auch ich.
Der Einstieg ist jederzeit möglich! Die Seminarbeschreibung finden Sie auf unserer Website.
Wir stehen Ihnen auch gerne bei Fragen zur Verfügung. Sie erreichen uns unter +43 (0)1 585 39 99.
Juergen Jotzo | pixelio.de
Kategorie: Kunst & Kohle
Kunst & Kohle
Das Institut für Kulturkonzepte bei ›Kunst & Kohle‹, der Informationsveranstaltung zu Kunst- und Kulturförderungen in Graz
Es gibt eine Vielzahl von unterschiedlichen Förderungen und Unterstützungsmaßnahmen von privaten sowie öffentlichen FördergeberInnen für steirische Kunst- und Kulturschaffende. Jedoch: vielen Förderwerbern sind diese Förderungen überhaupt nicht bekannt! Darüber hinaus ändert sich die Förderlandschaft laufend.
Einen konkreten Informationsbedarf bestätigt auch eine im Juli 2011 durchgeführte Online-Befragung unter steirischen Kunst- und Kulturschaffenden: diese ergab, dass sich beinahe jeder zweite Befragte ein Mehr an Informationen und Service zu Kulturförderungen aller Ebenen wünscht.
Dies wurde von der Kultur Service Gesellschaft mbH des Landes Steiermark (KSG) zum Anlass genommen, um mit einer Informationsveranstaltung einen Überblick über die aktuellen relevanten Förderungen sowie einen Ausblick auf zu erwartende Neuerungen bzw. neue Möglichkeiten zur Finanzierung von Projekten zu schaffen.
Die Informationsveranstaltung zum Thema Kunst- und Kulturförderungen versteht sich als Pilotprojekt, das im Jahr 2012 erstmalig im kleinen Rahmen, in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz (KUG), umgesetzt wird.
ZIELE
• Wissenstransfer von FördergeberIn zu InteressentIn • Networking unter den FördergeberInnen • Klares Statement zur Bedeutung von Kunst & Kultur und deren Förderung • Aufzeigen neuer Möglichkeiten zur Lukrierung von Geldmitteln • Kritischer Diskurs zur aktuellen Förderlandschaft
IMPULSVORTRÄGE DURCH KEYNOTE SPEAKER
• Elisabeth Pacher: ccp (Cultural Contact Point Austria / bm:ukk) – ›EU-Kulturförderung – Tipps & Tricks‹
• Karin Wolf: Institut für Kulturkonzepte – ›Kunst und Wirtschaft? Bitte auf Augenhöhe!‹
• Christian Henner-Fehr: Kulturmanager – ›Crowdfunding: Ersatz für öffentliche Förderungen?‹
INFO-TERMINAL KULTURFÜRDERPORTAL STEIERMARK
• Einführung in die Bedienung des Kulturförderportal Steiermark, des neuen Service-tools der KSG
Moderation: Karin Wolf, Institut für Kulturkonzepte, Wien
Inhalt: lebendiger Gedankenaustausch unter aktiver Einbeziehung des Publikums, Aufdecken kontroverser Gesichtspunkte; Diskussion des Stellenwertes von Kunst und der Wichtigkeit von Förderungen sowie des Zusammenhangs von Kunst und Wirtschaft, Aufzeigen neuer innovativer Wege um Geldmittel zu gewinnen etc.
TeilnehmerInnen:
• Georg Schulz: Rektor der KUG
• Igo Huber: Vorsitzender des Kulturförderbeirates des Landes Steiermark
Kategorie: artReflection – Fotoausstellung in den Räumen des Instituts
artReflection – Fotoausstellung in den Räumen des Instituts
artReflection
Anlässlich seines zehnjährigen Jubiläums als Dozent des Instituts für Kulturkonzepte präsentiert Markus Lang in unseren Räumlichkeiten die Fotoausstellung ›artReflection‹. Eine neue Fotoserie, die einen indirekten Bezug zur Biennale von Venedig aufweist. Sie zeigt Lichtstimmungen in Ausstellungsräumen, Motive am Rand der Ausstellungen, sowie Motive aus dem urbanen Raum. Eingefangen werden atmosphärische und sinnliche Wahrnehmungen im Umfeld eines Kunstevents. Aus diesem Inspirationsfeld ist ein farbiger Flow der Bilder entstanden.
Markus Lang ist Gründungsmitglied der Künstlergruppe faktor:f und hatte bereits zahlreiche nationale und internationale Ausstellungsbeteiligungen.
Markus Lang ist am Institut als Dozent und Coach tätig.
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Kategorie: 29.11. Jobchancen im Kulturbetrieb nützen – Kostenloser Workshop
29.11. Jobchancen im Kulturbetrieb nützen – Kostenloser Workshop
Markus Lang | www.faktor:f.at
Der Kulturbetrieb ist für viele Studierende und JungakademikerInnen ein attraktives Berufsfeld: interessante Inhalte, kreative Menschen und ein abwechslungsreicher Arbeitsalltag. Damit man im Kulturmanagement aber wirklich erfolgreich ist, bedarf es einer sehr genauen und umsichtigen Planung. Bis man an dem oben genannten Punkt ankommt, heißt es auch viel arbeiten für wenig Geld und eine Menge an Erfahrungen in unterschiedlichen Kontexten sammeln.
Dieser kostenlose Workshop ermöglicht einen praxisorientierten Einblick in das Kulturmanagement und beantwortet Fragen zur persönlichen Karriereplanung. Er dient zusätzlich als Entscheidungshilfe für den Besuch der Winterakademie, die an zwei Wochen im Februar 2013 stattfinden wird.
PROGRAMM
15.00 – 16.30 Impulsvortrag Karin Wolf „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“ Karrieren im Kultursektor verlaufen selten geradlinig: typisch sind „bunte“ Lebensläufe, QuereinsteigerInnen und Zick-Zack-Verläufe. Es ist von Vorteil, zu Beginn unterschiedliche Berufserfahrungen zu sammeln und sich ein gewisses Generalistentum anzueignen. Es darf aber der Punkt nicht übersehen werden, an dem eine Fokussierung und Spezialisierung der eigenen Kompetenzen und Qualifikationen stattfindet. Karin Wolf schildert erfolgversprechende Strategien für den Berufsstart.
16.30 – 19.00 „Meine Karriere in der Kultur“ Die TeilnehmerInnen haben die Gelegenheit, das Thema Karriereplanung zu reflektieren und zu diskutieren. In Form von konkreten Aufgabenstellungen, Kleingruppenübungen und Diskussionen vertiefen sie das Thema und erhalten Antworten auf ihre individuellen Fragen. Sie erhalten ausgewählte Arbeitsunterlagen und Webtipps und lernen die Methoden und den Stil der Sommerakademie für Kulturmanagement kennen.
TERMIN 29. November 2012, 15.00 bis 19.00 Uhr ORT IGA RAUM (IG Architektur) 1060 Wien, Gumpendorfer Straße 63b
Kategorie: Unreal Exhibition – Ein Kooperations-Projekt unserer Alumni
Unreal Exhibition – Ein Kooperations-Projekt unserer Alumni
DIESE PROJEKTE FREUEN UNS GANZ BESONDERS!
Fünf unserer Alumni haben sich zusammen getan und gemeinsam eine Ausstellung organisiert! Alexander Mikula, Andrea Neumann, Marina Penz, Maria Seisenbacher und Nico Wind haben sich beim Zertifikatskurs Kulturmanagement und dem Postgraduate Lehrgang ›Kultur&Organisation‹ kennen gelernt.
ALLES IST UNWIRKLICH. WIR LEBEN UNSERE SUBJEKTIVE REALITÄT. UND SEHEN DIE WELT WIE SIE NICHT IST.
Wir kommen natürlich gerne zur Eröffung und freuen uns schon andere Alumni oder Kunst- und Kultur-Interessierte dort zu treffen!
ERÖFFNUNG am Donnerstag, den 15.11.2012, 19.00 Uhr Q-Pro, Schellhammergasse 24, 1160 Wien mit einer mit Literaturperformance der „Wortwerft“
LINKS AKIA (Alexander Mikula und Andrea Neumann) Wortwerft (Maria Seisenbacher) Töchter der Kunst (Maria Penz und Nico Wind)
Kategorie: Petra Schmögner gründet ›Kultur und Kommunikation‹
Petra Schmögner gründet ›Kultur und Kommunikation‹
Mein Name ist Petra Schmögner, ich bin Absolventin des Universitätslehrgangs „Kultur und Organisation“.
Beworben habe ich mich am Institut für Kulturkonzepte 2009 als (ehrenamtliche) Leiterin des Kulturvereins Künstlerdorf Neumarkt an der Raab, um das nötige Know-How zu erlernen, diesem traditionsreichen Verein aus einer Krise zu verhelfen. Ein neues Nutzungskonzept sollte her. Was tatsächlich dabei heraus gekommen ist, hätte ich mir damals nie träumen lassen!
Meine Abschlussarbeit war sozusagen gleichzeitig auch der Beginn meiner Zukunft: ein Buch, das die eindrucksvolle Geschichte des Künstlerdorfes dokumentiert und das dem Künstlerdorf und mir international Tore und Türen öffnet.
Mit einigen meiner ehemaligen StudienkollegInnen habe ich seither in diversen Projekten zusammen gearbeitet. Das Netzwerk funktioniert einfach!
Von da an ergab sich alles wie von selbst und der Schritt in die Selbständigkeit war eine logische Folge.
Kategorie: Kunst und Wirtschaft? Bitte auf Augenhöhe!
Kunst und Wirtschaft? Bitte auf Augenhöhe!
Karin Wolf wurde im Oktober von Hammerschmied Hohenegger & Partner zum diesjährigen HHP Steuer- und Finanzkongress für Kulturwirtschaft geladen. Titel der Veranstaltunge ›Wieviel SPONSORING verträgt die KULTUR?‹
Karin Wolf hat Ihre Gedanken zum und Erfahrungen mit diesem Thema in der Begleitbroschüre des Kongresses niedergeschrieben:
KUNST UND WIRTSCHAFT? BITTE AUF AUGENHÖHE!
In der Kunst und in der Wirtschaft werden unterschiedliche Sprachen gesprochen und es gelten unterschiedliche Regeln. Die Kunst dient der Unterhaltung und der Erbauung, die Wirtschaft der Warenproduktion und der Gewinnmaximierung. Künstler und Künstlerinnen führen ein Bohemien-Leben und sind im Idealfall zu Lebzeiten arm wie Kirchenmäuse und werden nach ihrem Tod berühmt. Unternehmer sind ausschließlich an Geld interessiert, bereichern sich auf Kosten anderer, haben einen dicken Bauch und eine Zigarre im Mund. Die Liste der Stereotypen ließe sich noch weiter fortsetzen und würde einmal mehr bestätigen, dass es eigentlich keine natürlichen Berührungspunkte zwischen diesen beiden Welten geben kann.
Wirtschaft fördert Kunst
Umso erstaunlicher ist es, dass es dennoch zahlreiche Begegnungen zwischen Kunst und Wirtschaft gibt. Kunstsponsoring ist in Österreich spätestens seit den 80er Jahren aus der Öffentlichkeitsarbeit großer Unternehmen, vornehmlich Banken und Versicherungen, nicht wegzudenken. Von Firmen gestiftete Kunstsammlungen und Kunstpreise werden von den Medien und der interessierten Öffentlichkeit durchaus positiv wahrgenommen.
Die Rollen sind eindeutig verteilt: die Wirtschaft gibt, die Kunst empfängt. Der Nutzen für die Beteiligten liegt ebenfalls auf der Hand: der Sponsor stärkt sein Image, erreicht bestimmte Zielgruppen und positives Medienecho. Der Künstler oder die Kunstinstitution kann ein bestimmtes Projekt mithilfe von Sach- oder Geldleistungen umsetzen. Im Idealfall also ein Geschäft zum beiderseitigen Nutzen: Hier Leistung – da Gegenleistung.
Leider ist der Nutzen nicht immer so klar: die Sponsoren merken, dass nur das Logo auf den Plakaten und das Inserat im Programmheft doch nicht den erwünschten Effekt bringt. Die Künstler nehmen quasi zähneknirschend das Geld entgegen und fühlen sich dabei oft wie Bittsteller.
Sponsoring wird im Kulturbereich oft als notwendiges Übel angesehen, das wegen zunehmender Budgetknappheit in Kauf genommen werden muss. Da werden Sponsoren „gekeilt“ und „Logofriedhöfe“ angelegt. Auch in der Wirtschaft hält sich die Begeisterung über das gesponserte Kulturevent oft in Grenzen – die Mitarbeiter beklagen sich hinter vorgehaltener Hand oder offen über „hinausgeschmissenes Geld“ für unverständliche, ja sogar provokante Kulturveranstaltungen oder Kunstwerke.
Künstlerische Intervention
Warum das so ist, hat meiner Meinung in erster Linie damit zu tun, dass allgemein und abstrakt von der Kunst und der Wirtschaft gesprochen wird, und nicht von den Individuen, die sich hier begegnen. Hinzu kommt, dass in einer Situation, wo einer gibt und der andere dankend empfängt, schwer Gespräche auf Augenhöhe zustande kommen.
Könnte es Sinn machen, die Kommunikation bzw. Kooperation von Unternehmern und Künstlern zu ändern? Und wie könnte das ausschauen? Es lohnt sich ein Blick über die Grenzen, vor allem in den angelsächsischen oder skandinavischen Raum, aber auch nach Deutschland wo sich neben dem Sponsoring bereits eine Tradition, der „arts based intervention“, der künstlerischen Intervention in Unternehmen etabliert hat. Wirtschaftsbetriebe haben erkannt, dass sich bestimmte künstlerische Fähigkeiten und Methoden sehr gut für die Problemlösung in Bereichen der Unternehmenskultur, der internen Kommunikation oder der Organisationsentwicklung eignen.
Warum macht es Sinn, Künstler einzuladen, sich mit internen Problemen eines Unternehmens auseinanderzusetzen und einen Beitrag zu leisten? Ich schließe mich hier der Meinung von Danica Purg, Präsidentin der IEDC-Bled School of Management in Slovenien und der Central and East European Management Development Association (CEEMAN), an, die auf die Frage, was Führungskräfte von der Kunst und von Künstlerinnen und Künstlern lernen können, folgendes antwortete: „Kunst und Künstler inspirieren uns mehr zu sehen, mehr zu hören und mehr zu fühlen was mit uns und um uns herum vorgeht. Ein Künstler kann uns ermutigen unsere Fähigkeiten, unser Verhaltensrepertoire und unsere Reaktionsfähigkeit zu erweitern. Am wichtigsten ist jedoch, dass uns die Kunst unser eigenes schöpferisches Ich erschließt.“
Ganz konkret läuft eine Zusammenarbeit von einem Künstler und einem Unternehmen in folgenden Schritten ab: 1. Das Unternehmen identifiziert eine Problemstellung im Unternehmen, wie zum Beispiel sinkende Mitarbeitermotivation. 2. Anstelle einer klassischen Unternehmensberatung wird die Zusammenarbeit mit einem Künstler angestrebt 3. Die Auswahl des Künstlers erfolgt entweder auf Basis eigener Kontakte oder durch Vermittlung einer sogenannten „intermediären Organisation“, wie dem Institut für Kunst und Wirtschaft. 4. In einem Briefing wird dem Künstler das Problem dargelegt 5. Der Künstler konzipiert eine maßgeschneiderte Intervention zB in Form eines Workshops mit den MitarbeiterInnen oder eines gemeinsamen künstlerischen Projekts 6. Die Intervention wird durchgeführt, dokumentiert und gemeinsam mit der intermediären Organisation evaluiert.
Ergebnisse, die durch diese Art der Zusammenarbeit von Künstlern und Unternehmen erzielt werden können sind z.B. verbesserte Unternehmenskultur, dialogische Diskussionskultur, mehr Selbstreflexion im Team, Hinterfragen von Routinen, geschärfte Wahrnehmung. Menschen, die künstlerische Interventionen in Unternehmen selbst erlebt haben, berichten, dass sie Selbstvertrauen und Freude an der Arbeit gewonnen haben und dadurch mit anderen offener und positiver gestimmt zusammenarbeiten.
Kunst fördert Wirtschaft
Diese neue Art der Begegnung von Wirtschaft und Kunst unterscheidet sich vom Modell Sponsoring vor allem durch eine Auflösung der Stereotypen. Künstler sind Partner auf Augenhöhe. Anstatt, dass sie von einem Unternehmen unterstützt werden, leisten sie einen essentiellen und professionellen Beitrag zur Lösung von unternehmensinternen Problemen.
Nun könnte man fragen, warum einen Künstler und nicht einen klassischen Unternehmensberater?
Der Einsatz von Kunst und künstlerischen Mitteln eröffnet allen Beteiligten neue Wahrnehmungs- und Gestaltungsräume. Künstler setzen sich permanent mit ihrer Umgebung und damit auch mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. Sie reagieren darauf, sie greifen Themen auf und transformieren diese in ihren künstlerischen Arbeiten und Projekten. Genuines Anliegen der Kunst ist es,„Neues in die Welt zu bringen“, Künstler schaffen Räume für Neugierde, Kommunikation und Kreativität.
Die Idee der künstlerischen Intervention in Unternehmen bedeutet auch, die Kunst aus den „heiligen Hallen“ der Museen und Theater mitten in die Gesellschaft zu holen. Die Mitarbeiter eines Unternehmens kommen unmittelbar mit Kunst in Berührung und können sich so neue Kompetenzen und Erfahrungen aneignen, die zu einer unmittelbaren Steigerung ihrer Lebensqualität führt. Die Künstler wiederum befinden sich nicht im Elfenbeinturm, sondern stellen ihre Fähigkeiten auch für nichtkünstlerische Fragestellungen zur Verfügung, was längerfristig zu einer stärkeren Anerkennung und Honorierung der künstlerischen Leistung führt.
Meine Empfehlung für innovative und zukunftsorientierte Menschen aus der Wirtschaft: holt Künstler und Künstlerinnen ins Unternehmen!
TERMIN: 2. Oktober 2012
Podiumsdiskussion: ›Neue Grenzen und Möglichkeiten im Kultursponsoring‹ – Univ.Prof. Dr. Wolfgang Brandstetter, Institutsleiter WU Wien – Mag. Karel Drgac, Intendant Opernfestspiele Gars am Kamp – Dr. Sabine Haag, Generaldirektorin Kunsthistorisches Museum – Mag. Gerhard Starsich, Generaldirektor Münze Österreich AG – Sebastian Wieser, Künstlerischer Koordinator AUDI AG – Mag. Karin Wolf, Institut für Kunst und Wirtschaft – Moderation: Mag. Tarek Leitner