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Kategorie: „Handbuch Kunstrecht“ – Rezension

„Handbuch Kunstrecht“ – Rezension

AutorInnen: Alexandra Pfeffer und Roman Alexander Rauter, 2014

Kunstschaffende sind mit vielfältigen Rechtsfragen konfrontiert. Das „Handbuch Kunstrecht“ bietet Betroffenen eine übersichtliche Orientierung im Dschungel der zahlreichen Vorschriften und Kommentare des österreichischen Rechts. Der Fokus liegt auf dem Bereich der bildenden Kunst. Das Buch richtet sich an Kunstschaffende, SammlerInnen, AusstellerInnen, HändlerInnen, VersichererInnen, JuristInnen und Studierende des Kunstrechts.

 

DIE AUTOR_INNEN

Mag. Peter Aufreiter, Österreichische Galerie Belvedere.
Mag. Cornelia Ellersdorfer, Kunstsachverständige.
Mag. Claire Fritsch, E.MA, Allgemeiner Entschädigungsfonds Wien.
MMAg. Alexander Koller, Rechtsanwalt in Wien.
MMag. Maria Männig, Kunsthistorikerin in Wien.
MMag. Dr. Alexandra Pfeffer, Juristin und Kunsthistorikerin in Wien.
MMag. Dr. Erika Pieler, Richterin am Bundesverwaltungsgericht.
Dr. Roman Alexander Rauter, mslegal milchrahm stadlmann rechtsanwälte.
Dr. Leonhard Reis, Rechtsanwalt in Wien
MMag. Ursula Schrammel, Österreichische Galerie Belvedere.

Das zehnköpfige AutorInnen-Team verknüpft seine Expertise aus den Bereichen Rechtswissenschaft und Kunst.

MMag. Dr. Alexandra Pfeffer studierte Rechtswissenschaften und Kunstgeschichte an der Universität Wien. Sie arbeitete als Juristin in einem Sachverständigenbüro, war Assistentin an der WU Wien und Tutorin am Institut für Kunstgeschichte an der Universität Wien. Laufend hält sie Vorträge im Bereich Kunstrecht, betreibt einen Kunst-Blog und verfasst ihre Dissertation im Bereich Kunstgeschichte.

Dr. Roman Alexander Rauter studierte Rechtswissenschaften an der Universität Wien, war Universitätsassistent am Institut für Unternehmens- und Wirtschaftsrecht und arbeitet als Rechtsanwaltsanwärter bei der Wiener Kanzlei mslegal. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte umfassen das Gesellschaftsrecht, Unternehmensrecht sowie Zivilrecht und Kunstrecht.

 CoverKunstrecht


INHALTE

Das Handbuch gliedert sich in 11 Kapitel, die sich mit einzelnen Bereichen des Kunstrechts befassen.

  • Kapitel 1 – Einführung in die Thematik
  • Kapitel 2 – Erwerb und Veräußerung von Kunstwerken
  • Kapitel 3 – Vertrieb von Kunstwerken durch Galerien
  • Kapitel 4 – Auktionswesen
  • Kapitel 5 – Wertermittlung von Kunstwerken und Schadenersatz
  • Kapitel 6 – Gutachten und Kunstsachverständige
  • Kapitel 7 – Kunstversicherung und Staatshaftung
  • Kapitel 8 – Ausstellungen im musealen Bereich
  • Kapitel 9 – Urheberrecht
  • Kapitel 10 – Kunstrestitution
  • Kapitel 11 – Kulturgüterschutz


FAZIT

Das „Handbuch Kunstrecht“ erklärt die Rechtsnormen und ihre Auslegung in verständlicher Sprache und veranschaulicht diese mit Beispielen. Gesetzestexte und Kommentare sowie gerichtliche Entscheidungen werden dafür herangezogen. Die AutorInnen thematisieren zudem rechtliche Graubereiche und problematische Implikationen der rechtlichen Regelungen.

Wie alle Handbücher ersetzt das „ Handbuch Kunstrecht“ im akuten Fall nicht den Gang zum Experten. Es erleichtert Kunstschaffenden jedoch grundsätzlich die Auseinandersetzung mit dem häufig als sperrig empfundenen Thema. Die klare Sprache und die übersichtliche Aufteilung der Themen und die anschauliche Darstellung der Fragestellungen leisten dabei einen elementaren Beitrag. Der Gewinn dieses Buches liegt vor allem darin, dass es die Rechtsvorschriften mit klarem Fokus auf den Bereich Kunst und Kultur auswählt und thematisiert.

Alexandra Pfeffer / Roman A. Rauter
Handbuch Kunstrecht
Wien 2014
MANZ Verlag Wien
ISBN-10: 3214035851
ISBN-13: 978-3214035853

 

 

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Kategorie: Startup – Kultur: Generation Y und ihre Ansprüche

Startup – Kultur: Generation Y und ihre Ansprüche

Wer jetzt um die 20 bis 30 Jahre alt ist, der gehört zur berühmt-berüchtigten „Generation Y“. Eine Generation junger Menschen, die den Arbeitsmarkt gerade gehörig aufrüttelt und verändert und in den Medien gerne heiß diskutiert wird. Denn wer als junger Mensch heute neu im Beruf einsteigen will, hat meist eher dürftige Aussichten auf eine Anstellung im Traumunternehmen. Das liegt mitunter auch an den Anforderungen, die junge Menschen an diesen neuen Job und das zugehörige Unternehmen stellen. Es gibt kaum ArbeitgeberInnen, die der Ausbildung entsprechend bezahlen und noch dazu diesen hohen Ansprüchen entsprechen. Ein Mitglied der Generation Y hat den Medien zufolge nämlich ziemlich viele: Der Job soll flexibel sein, das Team soll klein sein und die Möglichkeiten sollen groß sein. Am besten vertritt das Unternehmen auch Werte, hinter denen man selbst steht und die Chance international tätig zu sein, sollte gegeben sein. Generation Y hat Wünsche und Visionen, die für viele aus früheren Generationen utopisch und unrealistisch sind.

 

ABER IST DAS WIRKLICH SO?
TRÄUMEN JUNGE MENSCHEN EINFACH NUR?

Sie sind also eine Generation der Selbstverwirklicher. Für sie zählen Sicherheit, Beständigkeit und Besitz weniger, dafür Nachhaltigkeit, Gleichberechtigung und eigene Werte mehr. Dieser Drang zur Selbstverwirklichung, vermischt mit dem Frust, der sich großen Konzernen und klassischen Arbeitsstrukturen gegenüber entwickelt hat, führen dazu, dass viele junge Menschen ihren Beruf selbst in die Hand nehmen.

 

STARTUP-BOOM

Und das tun sie auch. Es ist geradezu zum Hype geworden, an einem Startup Event teilzunehmen, eigene Ideen in einen Businessplan zu verwandeln und „einfach loszulegen“. Wer gründen will, der gründet – und zwar mit relativ wenig Aufwand und relativ viel Unterstützung. Die Events im Bereich Startup und Neugründungen überschlagen sich geradezu. Co-Working Spaces schießen aus dem Boden und Startup Shows werden im Fernsehen übertragen. Der Hype rund um junges Unternehmertum scheint bald seinen Höhepunkt zu erreichen und doch hat man das Gefühl es kann noch immer nicht genug sein. Das Tolle an diesen Veranstaltungen ist, dass StudentInnen und JungunternehmerInnen die Angst vor dem Versagen genommen und der Mut zum „sich inspirieren lassen“ gegeben wird. Ein Unternehmen zu gründen, heißt nicht automatisch ein Unternehmen wie runtastic zu gründen, das mit einem Millionengewinn weiterverkauft wird. Die Motivation, die junge GründerInnen jetzt haben, sollte nicht vom späteren Erfolg, sondern von der eigenen Leidenschaft getrieben sein.

 

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pixabay / SnapwiresSnap / CC0

 

„GENERATION Y“ UND (IHRE) KULTUR

Was jetzt scheinbar von einer ganzen Generation vertreten wird, wurde in gewisser Weise vom Kultursektor schon immer verkörpert, nur der Elan und die vorwärtstreibende Kraft scheinen ein bisschen eingeschlafen zu sein. Gerade hier sammeln sich Menschen, die von ihrer Arbeit vor allem persönlich sehr überzeugt sind. Menschen, die oft für wenig Geld sehr viel tun – einfach weil ihnen die Sache am Herzen liegt. Eine idealistische Kultur, die leider sehr oft auch dazu führt, dass sich motivierte MitarbeiterInnen überarbeiten und ihre Freizeit verkaufen. Wie verbindet sich also die neue Welle der Startups mit den schon immer da gewesenen Werten im Kultursektor?

 

DER ERWEITERTE KULTURBEGRIFF

Kulturprojekte müssen nicht mehr nur Galerien, Theater, Konzerte oder klassische Initiativen betreffen. Vielleicht müssen wir unser Verständnis von Kultur erweitern und somit den vielen Ideen einen Raum geben. Vielleicht, wenn sich die Definition von Kultur erweitert, erweitert sich auch die Akzeptanz für Kunst und Kultur im klassischen Sinne?

Fakt ist, dass Kulturprojekte immer (noch) auf Förderung und Unterstützung von außen angewiesen sind. Eine „Neugründung“ im Kulturbereich wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht als Startup, sondern als „Projekt“, als „Initiative“ oder als „geförderte Kunstaktion“ bezeichnet. Das hat natürlich auch rechtliche Hintergründe, aber vielleicht ist es gut, von Zeit zu Zeit das aktuelle System in Frage stellen. Schaut man beispielsweise in den anglo-amerikanischen Raum, wo private Förderungen und unternehmerisches Mäzenatentum weitaus üblicher sind als bei uns, stellt sich die Frage, wie sehr man sich auch hierzulande auf derartige Unterstützungen konzentrieren sollte oder kann. So oder so kann die Offenheit für neue Modelle und dessen Potentiale auch den Kultursektor in eine neue, offenere Richtung führen. Vielleicht lassen sich ja auch Kulturschaffende von der Generation Y inspirieren und stellen hohe Ansprüche, die den Kultursektor mit frischem Elan á la Generation Startup nach vorne treiben lassen.

 

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pixabay / StartupStockphotos / CC0

 

PLATTFORMEN UND SPRUNGBRETTER

Wer sich zum Thema Neugründungen und Startups genauer informieren möchte, oder schon Ideen hat, die kurz vor der Verwirklichung stehen – hier ein paar interessante Links:

We Make It
Crowdfunding-Plattform mit Spezialisierung auf kreative Projekte

Entrepreneurship Avenue
Veranstaltungsreihe zum Thema Startups mit Workshops und Anleitungen zur eigenen Neugründung

INiTS
Gründerplattform, vermittelt Business Angels und Investoren

Start Up Live
Veranstaltungskonzept, bei dem an einem Wochenende alle Schritte zur Neugründung durchgemacht werden

Creative Region Upper Austria
Kulturplattform, die laufend auf der Suche nach jungen UnternehmerInnen aus dem Kulturbereich ist, die im Ausland Erfahrungen sammeln wollen.

 

Eiin Beitrag von Margareta Hofinger

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pixabay / StartupStockphotos / CC0
Kategorie: Kultur ist kein Zeitvertreib. – Alumni Jochen Schmidtberger

Kultur ist kein Zeitvertreib. – Alumni Jochen Schmidtberger

Dieses Motto, auf der Hinterbühne des Stuttgarter Theater Rampe im Jahr 2010 groß über den Garderobenzugängen hängend, hat mich weit über jene Zeit als Regieassistent an der „Rampe hinaus geprägt und meine Wahrnehmung fürs Theater nachhaltig verändert. Als Aufforderung und Mahnung zugleich, erinnert es mich, nie die Lust am Machen zu verlieren, aber gleichzeitig auch darauf zu achten: Wo stehen wir gerade, was passiert um uns herum?

 

Der Wunsch, am Theater zu arbeiten, hat mich allerdings erst spät gepackt. Über den Umweg einer technisch-naturwissenschaftlich geprägten Schulbildung, der Arbeit als Fotograf und als Musik- und Kulturjournalist, hat mich die Freude, Neues zu lernen, vor einigen Jahren ans Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaften geführt, wo ich derzeit an meiner Abschlussarbeit zum Thema Helden im zeitgenössisch österreichischem Theater schreibe.

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Stückrecherche © theatermeer.at

AUFGABE VON KUNST IST ES, CHAOS IN DIE ORDNUNG ZU BRINGEN. (Theodor W. Adorno)

Auch mein beruflicher Werdegang stellt sich als bunte Anhäufung verschiedenster Stationen und Erfahrungen dar, wobei Technik und künstlerisches Interesse keinesfalls einen Widerspruch darstellen. Gerade die Synthese von Natur- und Geisteswissenschaft sind es, die meinen Drang, neue Erfahrungen zu sammeln, unentwegt befeuern.

 

Zu meinen schönsten Erfahrungen zählt die Tourbegleitung der Tiroler Festspiele Erl nach Peking (chinesische Erstaufführung von „Tristan und Isolde“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“)  und Shanghai („Der Ring des Nibelungen“ in 24 Stunden) im Herbst letzten Jahres in der Doppelfunktion als Inspizient/Regieassistent und Co-Leiter des künstlerischen Betriebsbüros. Die Kommunikation über kulturelle Unterschiede hinweg, war eine der spannendsten Aufgaben während dieser Zeit. Als  Schnittstelle und Anlaufpunkt sowohl für SängerInnen als auch für die OrganisatorInnen vor Ort waren kreatives Denken und Lösen von kleinen und großen Herausforderungen rund um die Uhr an der Tagesordnung. Doch jener Augenblick in Shanghai, nach dem Schlussapplaus die glücklichen Augen der Menschen im Publikum, der SängerInnen und MusikerInnen und den vielen anderen Mitwirkenden zu sehen, ist etwas, woran ich mich immer gerne erinnern werde.

 

UND DIE FUNKTION VON KUNST BESTEHT FÜR MICH DARIN, DIE WIRKLICHKEIT UNMÖGLICH ZU MACHEN. (Heiner Müller)

Theater ist für mich mehr als das Inszenieren von Szenen und Texten.

Die Fragen: „Was wollen AutorInnen und RegisseurInnen erzählen?“, „Was geben sie von sich und ihrer Lebensrealität preis?“ und „Welche Schlüsse können wir für die Gegenwart daraus ziehen?“, beschäftigen mich sowohl beim Lesen als auch beim Ansehen eines Theaterstücks oder einer Oper.

Dabei lasse ich mich gerade beim Lesen eines Stückes stets von meiner Neugier und der Frage: „Was möchte mir dieser Text erzählen?“, leiten. Ich bin jedes Mal aufs Neue überrascht, wie meine Wahrnehmung sich von Zeit zu Zeit verändert, welche Punkte mir heute wichtig erscheinen und warum andere Punkte in den Hintergrund treten. Immer dem Grundsatz folgend, unvoreingenommen zu lesen, mich ganz auf das Geschriebene zu konzentrieren und erst nach erfolgter Lektüre nach möglichen Antworten zu suchen.

 

DIE ZEIT VERWANDELT UNS NICHT, SIE ENTFALTET UNS NUR. (Max Frisch)

Mit der Freude im Gepäck, Theaterprojekte auch organisatorisch zu unterstützen, entschied ich  mich 2014 zum Besuch der Sommerakademie für Kulturmanagement. Besonders wichtig waren für mich die Bereiche Marketing und Social Media und die rechtlichen Aspekte, mit denen gerade freie Kulturschaffende tagtäglich zu tun haben.

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Märchenlesung in Kottingbrunn 2015 ©theater-wagen.at

VOM ENDE ZURÜCK ZUM ANFANG – KULTUR IST KEIN ZEITVERTRIEB

Dieses Motto begleitet mich auch bei meiner Arbeit als Dramaturg für den theater-wagen, einer Wanderbühne und Interventions-Plattform auf Reisen, vollgepackt mit Geschichten von und für Menschen, die dem theater-wagen auf seiner Tour begegnen.

Hinsehen, ins Auge fassen, Fragen stellen. Mit dem theater-wagen haben wir als mobile Gruppe die höchst spannende Möglichkeit, auf lokale Geschichten und Themen in einer humorvoll niederschwelligen Art einzugehen, in unsere Arbeit einfließen zu lassen um unserem Publikum einen vergnüglichen Abend zu schenken.

 

Das Lachen ist nichts anderes als ein wetterleuchtendes Aufblitzen der Seelenfreude, ein Aufzucken des Lichtes nach draußen, so wie es innen strahlt. (Dante Alighieri)

 

 

Stückrecherche © theatermeer.at
Stückrecherche © theatermeer.at
Kategorie: Führungskultur

Führungskultur

ERFOLGRICHES LEADERSHIP IM KUNST- UND KULTURBETRIEB

 

Kunst und Kultur benötigt besondere Persönlichkeiten mit der Fähigkeit, die Sinnhaftigkeit und das Bildungspotenzial eines Kunst- oder Kulturprozesses  vermitteln und  vermarkten zu können. Kunst und Kultur bewegt sich meist im subventionierten Rahmen. Profitorientiertheit ist zwar ein entscheidender, aber nicht unbedingt priorisierter Faktor in der beruflichen Zielverwirklichung. Dementsprechend sind viele MitarbeiterInnen der Kunst- und Kulturbranche leidenschaftliche Beschäftigte, welche die unterschiedlichen Ausdrücke künstlerischer Praxen analysieren, diskutieren, bewerten und möglich machen. MitarbeiterInnen in Kulturorganisationen zeichnen sich meist durch einen hohen Bildungsgrad aus, sind oftmals gleichzeitig selbstständige Kunst- und Kulturschaffende, KuratorInnen, AutorInnen oder PhilosophInnen. Aus diesem Grund stellen diese vielfältigen Angestellten bestimmte Forderungen an ihren Berufszweig, und im Zuge dessen auch an ihre Führungskräfte.

Im Folgenden werden anhand dreier ausgewählter Blogbeiträge, die zentralen Elemente erfolgreicher Führungskräfte vorgestellt:

  • Alexander Benedix, Inhaber des Blogs: „Fit for Leadership“
    veröffentlichte im März 2016 ein sogenanntes „Survial-Kit“ für Führungskräfte. Dabei orientiert er sich am situativen Führungsmodell nach Paul Hersey (Link). Dieses Modell betont, dass Beschäftigte als Selbstständige entwickelt werden müssen und Führungskräfte flexibel auf Motivation und Handlungswilligkeit der MitarbeiterInnen reagieren sollten.
  • Heinz-Peter Wallner publizierte im Februar 2016 in der Blogrubrik des Hernstein Institut eine „To-Do-Liste“. Auch er setzt auf Flexibilität und Kreativität, betont aber auch die Notwendigkeit, Erfahrungswissen und Intuition in Wahlprozesse miteinzubinden.
  • Sophia von Rundstedt schreibt im Dezember 2015 auf talente-bewegen.de über die Wünsche von ArbeitnehmerInnen und definiert aus diesen heraus die Führungskraft als Karrierecoach. Sie plädiert für offene Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Unternehmen, um MitarbeiterInnen zu fördern. Führungskräfte sollen sich zudem von der sogenannten „Präsenzkultur“ lösen und Vertrauen zu allen Mitgliedern eines Betriebs aufbauen sowie loborientiert leiten.

 

Kulturbezirk St. Pölten © Helmut Lackinger
Kulturbezirk St. Pölten © Helmut Lackinger

 

Werden diese Empfehlungen auf den Kulturbetrieb übertragen, ergeben sich folgende vier Punkte, die für Führungskräfte zu beachten sind:

FLEXIBILITÄT

Flexibel zu sein, ist ein entscheidender Faktor für gute Führung. Die unterschiedlichen Persönlichkeiten einer Kunst- und Kulturinstitution benötigen einen Führungsstil, der sich den aktuellen Gegebenheiten anpasst und Bedürfnisse der MitarbeiterInnen beachtet. Es gibt komplexe Wege der MitarbeiterInnenführung, die individuell verhandelt und angepasst werden müssen.

PARTIZIPATION

Manche Entscheidungen muss die Führungskraft in Eigenregie abhandeln, schließlich obliegt ihr die Verantwortung für das Unternehmen. Doch das Potenzial hoch gebildeter MitarbeiterInnen muss genutzt werden. Diese in entsprechende Entscheidungsprozesse miteinzubinden und allgemeine Beratungstätigkeiten auszulagern, wirkt nicht nur motivierend, sondern fördert die Selbstständigkeit.

Evaluierung

Die unterschiedlichen Bedürfnisse der MitarbeiterInnen können nur durch regelmäßige Evaluierungen erkannt werden. Meetings, MitarbeiterInnengespräche und außerbetriebliche Aktivitäten lassen sich nutzen, um den Zufriedenheitsfaktor zu ermitteln und binden diese zudem positiv an das Unternehmen. Der Aspekt des „Angehört werden“ wird hoch bewertet.

IDENTIFIKATION

Kulturbetriebe werden durch leidenschaftliche MitarbeiterInnen getragen. Das Interesse für Kunst und Kultur geht über den Arbeitsalltag hinaus. Gleichzeitig arbeiten sie in einem Bereich, in dem tendenziell keine hohen Honorare gezahlt werden. Daher muss die Führung klar kommunizieren, welchen Stellenwert die Arbeit des Betriebs für Gesellschaften, die künstlerische Welt sowie Andere hat und kollektive Zielvereinbarungen festlegen. Die Sinnhaftigkeit der Tätigkeit muss deutlich von der Führungskraft vermittelt werden. Ebenso soll eine Führungskraft loben.

 

Natürlich braucht es mehr als diese vier Empfehlungen, um eine erfolgreiche Führungspersönlichkeit zu sein. Die Kunst der guten Führung in der Kunst- und Kulturbranche liegt besonders darin einen Balanceakt zwischen der Förderung der individuellen sowie der künstlerischen Ziele, und der Unternehmensziele zu vollführen. Dies mag zwar eine komplexe Herausforderung darstellen, lohnt sich aber um das größtmögliche Potenzial eines Betriebes und deren MitarbeiterInnen entfalten zu können.

Beitrag von Alexandra Toth

Kulturbezirk St. Pölten © Helmut Lackinger
Kulturbezirk St. Pölten © Helmut Lackinger
Kategorie: Explore. Dream. Discover. – Alumni Lucia Täubler

Explore. Dream. Discover. – Alumni Lucia Täubler

Mark Twains Ausspruch „Explore. Dream. Discover.“ inspiriert mich immer wieder zu neuen Expeditionen, kreativen Ideen und spannenden Geschichten. Mit diesen drei Worten im Gepäck gehe ich auf Reisen, arbeite ich als Kunstvermittlerin und stelle auch privat diesen nicht enden wollenden Entdeckergeist in den Vordergrund. So gut es geht.

 

DIE LIEBE ZUR KUNST(-VERMITTLUNG)

Seit 2013 bin ich in der Kunstvermittlung der Kunstmeile Krems tätig. Dort ist es mir möglich mit Kreativität und innovativen Ideen zu arbeiten und umzusetzen. Zum Beispiel entwickelte ich für das Ausstellungsjahr 2016 Workshops für Erwachsene, die als After-Work Event, zu verschiedenen Themengebieten von Tinte bis Trickfilm angeboten werden. In meiner Freizeit schreibe ich sehr gerne und betreibe seit geraumer Zeit einen Blog, der Geschichten über Kunst(-vermittlung), Konzerte und meine Reisen in alle Welt bietet.

 

Mein beruflicher Werdegang war, ich würde sagen, sehr klassisch! Nach meinem Kunstgeschichtestudium in Wien – mit Aufenthalt in New York – begann ich in der Galerieszene zu arbeiten, jobbte in unterschiedlichen Unternehmen und konnte meinen großen Traum in einem Museum zu arbeiten sehr rasch greifbar machen. In der Kunstvermittlung bemerkte ich, wie sehr ich die Arbeit mit verschiedenen Menschen liebe um sie an Kunst heranzuführen, sie zu begeistern und ihnen Geschichten zu erzählen. Diese Leidenschaft und sicher auch mein Ehrgeiz, führten letztes Jahr dazu, dass man mir die Stelle als Leiterin der Kunstvermittlung der Kunstmeile Krems anbot.

 

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Foto (c) Kunsthalle Krems

 „DIEKREMSERIN OB THE GO“ – DER BLOG

Die Liebe zum Schreiben nehme ich seit meiner Kindheit mit. Früher erweckte ich Figuren und ihre Geschichten zum Leben, schrieb stundenlang handschriftliche Bühnenstücke. Die Leidenschaft begleitet mich also schon sehr lang und hat einen sehr wichtigen Platz in meinem Leben. Deshalb führte das eine zum anderen: ich begann in Krems zu arbeiten und wollte die Stadt und ihre Geschichten über die Menschen, die dort leben kennenlernen. Zwei Jahre und mehr als 20 Interviews später habe ich sehr viel über Krems erfahren und konnte meinen LeserInnen spannende Persönlichkeiten vorstellen.

 

Das Schöne an einem Blog ist, dass ich die Kontrolle über seine Inhalte habe. Deshalb musste ich in den letzten Monaten sogar den Titel etwas verändern. Von „diekremserin“ veränderte sich der Namen in „diekremserin on the go“, denn ich begann stärker über meine Reisetätigkeiten zu schreiben. Unsere Welt bietet so viele Geschichten an, die mich fesseln und anregen darüber zu schreiben. Auf Reisen lerne ich zu aller erst Menschen kennen – ich nutze Plattformen wie couchsurfing.org oder airbnb.com um in den direkten Kontakt mit Ortsansässigen zu kommen. Außerdem knüpfe ich durch die Reiseblogger-Plattform ein breites Netz an wichtigen Kontakten, die mich immer wieder zu neuen Reisen inspirieren und sogar einladen. Zukünftig möchte ich die Kategorie „Kunstvermittlung“ noch etwas mehr ausbauen um meine beruflichen Erfahrungen einfließen zu lassen. Der Schwerpunkt wird aber nach wie vor auf meinen Reisetätigkeiten liegen – 2016 werde ich Shanghai, Kanada, Kärnten u.a. bereisen.

 

LuciaTäubler

 

WARUM WEITERBILDUNG?

Nachdem das Kunstgeschichtestudium sehr theoretisch ist und ich mich praktisch nicht auf den Berufsalltag in Kulturinstitutionen vorbereitet fühlte, beschloss ich den Zertifikatslehrgang Kulturmanagement zu machen. Außerdem arbeitete ich zu diesem Zeitpunkt schon über ein Jahr in der Galerie Frey Wien | Salzburg. Zwischen den vielfältigen Aufgaben wollte ich fundiertes Wissen im Kulturmanagement erhalten und stieß hierbei auf den Lehrgang des Instituts für Kulturkonzepte.

Im Nachhinein betrachtet waren für mich besonders die Einheiten zu den sog. Soft Skills prägend. Im Zeit-und Selbstmanagement Seminarwochenende lernte ich sehr viel über mein persönliches Zeitempfinden, Zeiteinteilung und die Verteilung meiner Projekte auf sieben Wochentage. Darüberhinaus konnte ich betriebswirtschaftliche Kenntnisse einholen, die ich bereits kurz darauf benötigte. Die schriftlichen Informationen stehen gesammelt in einer Mappe griffbereit – ein Tool, in dem ich sehr oft nachschau: wie könnte ich das jetzt machen?

 

KUNST TRIFFT INSPIRATION….

Ob Tinte oder Trickfilm, Druckerpresse oder Skulptur, die neue Workshopreihe für Erwachsene der Kunstmeile Krems „Kunst trifft..“ gibt seit Februar 2016 jeden 1.Mittwoch im Monat Einblick in künstlerische Techniken und antwortet auf spannende Fragen: Wie funktioniert ein Tiefdruck? Was macht Karikatur lustig und welche Tools braucht man dazu? Oder wie entstehen Animationsfilme?

Kunst trifft: Kino, 04/05/2016, 17-20 Uhr

in Kooperation mit Kino im Kesselhaus, 10 € Workshopticket, zzgl. 5 € Kinoticke
Reifenquietschen, rasante Verfolgungsjagden und historisches Filmmaterial zum Auto: in der interaktiven Filmanalyse blicken Sie gemeinsam mit Filmvermittlerin Martina Luef hinter die Kulissen und auf die Leinwand.

Natürlich lade ich alle herzlich ein meinen Blog „diekremserin on the go“ zu besuchen: schick deine Gedanken auf Reisen!

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Kategorie: Ein offenes Atelier in der Albertina – Alumni Sofie Wünsch

Ein offenes Atelier in der Albertina – Alumni Sofie Wünsch

Mein Name ist Sofie Wünsch, ich bin 25 Jahre jung und komme aus Wien. Ich arbeite seit über drei Jahren in der Albertina als Kunstvermittlerin – und dies mit großer Leidenschaft. Egal ob alt, jung, groß, klein, unvoreingenommen, „alleswissend“, aufgeschlossen, still, enthusiastisch oder mürrisch (die Vielfalt lässt sich unendlich lang fortsetzen): Täglich mit unterschiedlichen Menschen zu arbeiten ist immer wieder eine Herausforderung. Aber eine, die unglaublich reizt und Spaß macht. Spätestens dann, wenn man weiß, dass man dem Gegenüber ein Aha-Erlebnis oder zumindest eine schöne Zeit im Museum bereitet hat.

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Im Zeitraum Herbst 2014 bis Herbst 2015 war ich zusätzlich als Lehrgangsbegleitung für den Zertifikatslehrgang „Kunst- und Kulturvermittlung“ am Institut für Kulturkonzepte tätig. Als Sprachrohr zwischen TeilnehmerInnen und DozentInnen habe ich vieles über Organisation und Kommunikation gelernt, durfte jedoch auch selbst mein Vermittlungsprojekt im Zuge des Lehrgangs auf die Beine stellen. Die verschiedenen Module und unterschiedlichen Lebenswege und beruflichen Schwerpunkte sowohl von TeilnehmerInnen als auch DozentInnen haben mich schwer beeindruckt und mir neue Sichtweisen auf Vermittlungsarbeit im Kunst- und Kulturbereich ermöglicht. Sichtweisen und Blickwinkel, die zur Vorbereitung und Durchführung meines Projektes beigetragen haben.

„Das Offene Atelier“ ist quasi eine Weiterführung eines Projektes meiner Kollegin Eve aus dem Frühjahr 2015. Seit Herbst letzten Jahres arbeiten wir gemeinsam daran, es so groß und schön wie möglich zu machen: Vorrangig wollen wir Jugendliche und junge Erwachsene erreichen, die sich erst seit kurzem in Wien befinden, die bis jetzt kaum oder nie Museen besucht haben und denen bisher der Zugang zu Kunst verwehrt wurde – egal, aus welchen Gründen. Wir wollen Möglichkeiten bieten, an Kultur teilzuhaben und ein wenig dazu beitragen, Angst vor der „großen Institution Museum“ zu verringern und Barrieren abzuschaffen, um den TeilnehmerInnen des Offenen Ateliers Kunst als Teil des Alltags schmackhaft zu machen. Das Museum soll als integrativer „safe place“ empfunden werden und als wertfreier Ort, an dem man sich frei bewegen und wohl fühlen kann.

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Wir haben mit diversen Sozialeinrichtungen Wiens zusammengearbeitet, welche im November und Dezember 2015 mit zahlreichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu uns gekommen sind. Dabei handelte es sich größtenteils um junge Leute, die bis vor kurzem noch aus Kriegsgebieten aller Welt nach Österreich gekommen sind, um Schutz zu finden. Mit ihnen haben wir das Museum und dessen Ausstellungen erkundet und uns in diversen künstlerischen Techniken ausprobiert. Das Schönste an der Sache war zu sehen, dass die Teilnehmenden unglaublich aufgeschlossen, neugierig und motiviert waren und uns jedes Mal das Gefühl gaben, nichts als pure Freude am Arbeiten im Atelier zu haben.

Mittlerweile ist uns davon eine größere Gruppe an wunderbaren Menschen geblieben, die uns nun regelmäßig, selbstständig und freiwillig in unserem Atelier besuchen. Jetzt, ab Januar 2016, wollen wir uns an große, komplexe künstlerische Arbeiten wagen, die vielleicht – hoffentlich – bald einen eigenen Ausstellungsplatz bekommen und somit stolz als eigene Kunstwerke in der Albertina präsentiert werden können.

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Kategorie: Alumni Maria Weiss – Ö1 Pasticcio Preisträgerin

Alumni Maria Weiss – Ö1 Pasticcio Preisträgerin

The responsibility of the artist is not to give answers.
It is to ask questions.
Robert Wilson

 

Maria Weiss hat vor drei Jahren den Zertifikatslehrgang Kulturmanagement abgeschlossen. In der Zwischenzeit hat sich viel getan und ihr Abschlussprojekt hat sich super weiter entwickelt. Vor kurzem haben wir sie zum Interview getroffen und über den Spagat zwischen Musikerin und Kulturmanagerin, Crowdfunding und den ihre Liebe zur Musik gesprochen.

 

Du hast im Juli den Ö1 Pasticcio Preis für dein Projekt „favola in musica. alte neue musik“ gewonnen. Was bedeutet dieser Preis für dich?

Als Musikerin ist das für mich eine große Auszeichnung.

Für mich persönlich ist es etwas Besonderes, denn Ö1 ist schon seit Kindheit mein Lieblingssender. Heute noch habe ich Kisten voll mit „Schätzen“: Kassetten von damals aufgenommenen Sendungen.

Die Worte, die Helmut Jasbar im Pasticcio bei der Preisverleihung gefunden hat, haben mir gezeigt, dass bei ihm und der Jury dieses Projekt mit allen Facetten „angekommen“ ist. Ich wollte mit „favola in musica“ etwas kommunizieren und es ist verstanden worden: was gibt es Schöneres?

 

 

Erzähle uns mehr über das Projekt.

„favola in musica“ bedeutet „Märchen in Musik“ und ist der Untertitel von Claudio Monteverdi’s „L’Orfeo. Favola in Musica“. Bei diesem großen Meister und Visionär knüpfe ich an und stelle Fragen: was ist ALT, was ist NEU? Stehen sich Gegensätze oft nicht näher als wir denken?

„favola in musica. alte neue musik“ ist ein biennales Musikprojekt.
Alles 2 Jahre gibt es Konzerte und als Abschluss eine CD mit Musikvideo und einem Buch mit eine Reise in Bildern und Texten zu den musikalischen Werken – ein musikalisches „Märchenbuch“.

Es gibt Welt-Ersteinspielungen Alter Musik (NEUE Alte Musik), und Neuer Musik (Wolfgang Mitterer) und Werke Alter Musik aus Renaissance und Barock.

Was brauchen wir? Freude, Inspiration, Töne, Farben, Bilder und gute Worte… eine „gute Geschichte“ hat immer schon Menschen berührt, verändert oder inspiriert.

Das versucht „favola in musica“ zumindest.

Was ich daran liebe? Ich liebe MONTEVERDI, BACH, HÄNDEL, PURCELL, ich liebe es zu singen, kreativ zu sein, Märchen, Schlösser, Hip Hop… und mit anderen Menschen gemeinsam etwas zu machen :-)))

 

Wie die Idee entstanden ist?

Wenn etwas in einem drinnen „brennt“, dann muss es raus:
Als Opernsängerin bin ich zwar auch kreativ, aber trotzdem immer „reproduzierend“.
Mit „favola in musica“ ziehe ich meine eigene kreative Spur und es war auch mein Abschlussprojekt im Zertifikatslehrgang Kulturmanagement.

 

 

Wo hat dich der Kurs besonders unterstützt?

Am hilfreichsten war für mich zu lernen wie man ein Projekt strukturiert und organisiert. Sehr unterstützend war die Vernetzung und das extrem positive, wertschätzende Klima mit meinen KollegInnen im Lehrgang.

Christian Henner-Fehr hat es so wunderbar in einem der Kurse (Projektmanagement) zusammengefasst: Es ist einfach: willst Du einen Kuchen backen, brauchst Du ein gutes Rezept, dann nehme man die Zutaten, rühre und backe und fertig :-> Der Zertifikatslehrgang am Institut für Kulturkonzepte war in jeder Hinsicht VITAL für die Realisierung von „favola in musica“, sozusagen: mein Projekt-Management-Back-Rezept.

 

Du hast Druck & Pressung des CD Hardcover Digibook’s über Crowdfunding finanziert. Was hat besonders gut dabei funktioniert und was war aufwändiger als erwartet?

Mir war von Anfang an klar, dass Crowdfunding die Mega Arbeit ist. Es ist in gewisser Weise wie in der Kunst, beim Musizieren oder Singen oder was auch immer: es darf nur so leicht aussehen. Dahinter steckt sehr viel Arbeit und Vorbereitung.

 

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Welche Tipps kannst du anderen Kulturschaffenden geben, die Crowdfunding für die eigenen Projekte nutzen möchten?

1. So viele Projekte wie möglich auf unterschiedlichsten Plattformen ansehen: Texte, Fotos, Grafik und natürlich essentiell: Videos.

2. Andere Projekte mitfinanzieren, selbst Supporter bei einigen Crowdfunding-Projekten sein und die „andere Seite“ zu kennen.

3. Gespräche mit Menschen die Crowdfundings gemacht haben

4. Wichtig: die Wahl DEINER Crowdfunding-Plattform

5. PLANUNG: Vorbereitungszeit, Pufferzeiten für – Konzept, Grafik, VIDEO, Dankeschöns, Kontakte, Presseplan, realistische und pünktliche Auslieferung der versprochenen Dankeschöns….

6. Spass und Freude haben dabei und authentisch sein: alles andere kann man vergessen.

 

Wo kann man „favola in musica“ kaufen?

Auf favolainmusica.com. Das 216 Seiten starke CD Hardcover Digibook ist auch in der Geschenk-Versionen verfügbar (in einem umweltfreundlichen Karton mit Seidenpapier, Mascherl und Grußkarte oder in französisches Geschenkpapier mit Mascherl verpackt)

 

Wir gratulieren Maria Weiss von ganzem Herzen zu Ihren Erfolg und freuen uns sehr darüber! 🙂

 

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© favola in musica / Maria Weiss
Kategorie: MIT MUSEUMSGUIDES NEUE WEGE IN DER VERMITTLUNG GEHEN

MIT MUSEUMSGUIDES NEUE WEGE IN DER VERMITTLUNG GEHEN

Die Kulturvermittlung ist längst als eigenständiges Berufsfeld in Kulturorganisationen etabliert. Schlagwörter wie „Audience Developement“ zeigen, dass das Berufsfeld ein zentraler Bestandteil der Kulturarbeit geworden ist und über die Jahre eine starke Professionalisierung stattgefunden hat. Deshalb stellt sich auch die Frage, wie Inhalte vermittelt werden können und welche technischen Innovationen die Vermittlungsarbeit hilfreich und zielführend sind. Auch das Social Web und seine Möglichkeiten sind ein heiß diskutiertes Thema. Im Idealfall arbeiten KulturvermittlerInnen eng mit der Programmgestaltung und der Marketingabteilung zusammen. An dieser Schnittstelle greift NOUS Wissensmanagement – multimediale Ausstellungsguides die auf Kunst- und Kulturorganisationen spezialisiert sind. (mehr …)

Kategorie: Ihor Savchak – Centre for Cultural Management (Lviv, Ukraine)

Ihor Savchak – Centre for Cultural Management (Lviv, Ukraine)

Ihor is the founder and the Head of the Board of the Centre for Cultural Management (Lviv, Ukraine). Since 2007 he initiates and coordinates activities that catalyze positive cultural change in Ukraine on the individual, organizational and societal levels and in the public, private and civic sectors.

 

 

 
WHAT ARE THE IMPORTANT DEVELOPMENTS IN SOCIETY IN THE NEAR FUTURE IN YOUR COUNTRY IN YOUR OPINION THAT WILL HAVE AN INFLUENCE ON THE CULTURAL SCENE?
These days Ukrainian society goes through tremendous political and cultural changes. The massive pro-EU protests in the country have catalyzed civil society’s engagement in all aspects of the community life, and this way they have also introduced the beginning of the new culture of Ukrainian citizenship. (mehr …)

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Ihor Savchak
Kategorie: Innovation im ländlichen Raum

Innovation im ländlichen Raum

Das Büro für Verknüpfungen ist eine der zentralen Stellen Österreichs für Innovation in ländlichen Gebieten. In den letzten Jahren haben sich die Gründer Christof Isopp und Roland Gruber durch Projekte wie ›Zukunftsorte‹, den ›Landinger Sommer‹, die ›Creative Villages Conferences‹ oder auch das neu eröffnete ›Kommunalkonsulat‹ einen Namen gemacht.

Wir haben einen der Gründer, den Architekten Christof Isopp, zum Gespräch getroffen. Wichtig war uns dabei herauszufinden, wie Innovation in Gemeinden entstehen kann und welche Rolle Kunst, Kultur und Kreativwirtschaft dabei spielt. (mehr …)

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