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Kategorie: Klassische Musik als Berufung – Daniel Serafin, Oper im Steinbruch

Klassische Musik als Berufung – Daniel Serafin, Oper im Steinbruch

Ein weiterer Absolvent hat sich anlässlich 25 Jahre Kulturkonzepte unseren Fragen gestellt: Daniel Serafin, Künstlerischer Direktor der Oper im Steinbruch und
Leiter der Abteilung Kooperationen & Kulturmarketing der Esterhazy Betriebe, hat 2008 den damaligen Universitätslehrgang Kultur und Organisation absolviert. Er erzählt von der Freude an der Kunst und der Notwendigkeit eines respektvollen Miteinanders.

Dein Job in einfachen Worten: Wie hast du deinen Freunden erklärt, worin deine  Arbeit besteht?

Ich habe das Glück in meinem Beruf die Berufung gefunden zu haben. Als Künstlerischer Direktor der Oper im Steinbruch habe ich die Freude, jährlich an die hundert Tausend Besucher mit klassischer Musik begeistern zu können. Ein wahrer Traum.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten liebst du dabei besonders?

Das Finden von neuen Talenten am Opernhimmel, die Entstehung einer Opernproduktion sowie die Kreativität, welche damit verbunden ist.

Welche Tätigkeit machst du heute ganz anders als vor 25 Jahren (z.B. Änderungen durch die Digitalisierung)?

Heute bin ich 37, mit 12 Jahren war alles ganz anders und das ist auch gut so. Viel mehr Möglichkeiten als damals und diesen Fortschritt begrüße ich sehr.

Das Institut für Kulturkonzepte ist für mich … 

…eine großartige Weiterbildungsstätte, welche mir vieles im Bereich Kulturmanagement gezeigt hat. Eine sehr positive Erfahrung, besonders für berufstätige Menschen.

Was bedeutet für dich „Kulturmanagement mit Haltung“?

Ein offenes, innovatives Kulturmanagement zu führen und nicht nur in Wort sondern auch in die Tat umzusetzen. Ein respektvolles Miteinander, wo man von den Mitbewerbern was lernt und sich daraus verbessert.

Lesen Sie hier alle Sonderartikel zu 25 Jahre Kulturkonzepte!

Hier geht’s zu allen AbsolventInnen-Porträts.

Daniel Serafin
Foto: Lisa Schulcz
Kategorie: Kino gegen Flüchtigkeit – Gerald Knell, Filmcasino & Filmhaus

Kino gegen Flüchtigkeit – Gerald Knell, Filmcasino & Filmhaus

Für den zweiten Beitrag unserer neuen AbsolventInnen-Blogreihe anlässlich unseres 25-jährigen Jubiläums konnten wir Gerald Knell gewinnen, der den Lehrgang Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte absolviert hat. Auch er hat uns 5 persönliche Fragen zu Karriere, seinem aktuellen Job als Leiter des Filmcasinos und des Filmhauses und der Bedeutung von Kunst und Kultur in der heutigen Zeit beantwortet.

Dein Job in einfachen Worten: Wie hast du deinen Eltern erklärt, worin deine Arbeit besteht?

Ich leite zwei Programmkinos und sorge dafür, dass die Menschen schöne, erhellende und lustige gemeinsame Stunden mit interessanten Filmen verbringen können.

Welche Aufgaben und Tätigkeiten liebst du dabei besonders?

Die Entdeckung von beeindruckenden Filmen und dann diese in einem vollen Kinosaal zu präsentieren, die Stimmung des Publikums mitzuerleben.

Foto: Filmcasino

Welche Tätigkeit machst du heute ganz anders als vor 25 Jahren?

Die Filmbeschaffung hat sich sehr verändert (von 35mm-Filmrollen zu Festplatten und bald zur Übertragung über das Internet) und auch das Marketing – mit Social Media, Online Ticketing etc.

Das Institut für Kulturkonzepte ist für mich … 

…ein wunderbarer Ort, an dem man kreative Profis aus vielen Bereichen trifft und junge Leute mit großen Visionen im Kulturbereich. Daraus ergeben sich viele gute Begegnungen und Anregungen.

Was können Kunst und Kultur in deinen Augen in der heutigen Gesellschaft bewirken?

Heute sind Kunst und Kultur – z.B.  im Kino – besonders wichtig in der Gesellschaft – als Raum zur konzentrierten Beschäftigung in einer Zeit der Flüchtigkeit, als politische Gegenöffentlichkeit in einer Zeit von Message Control, als soziale Räume des Austauschs, gemeinsamer Erlebnisse und konzentrierter Beschäftigung in Zeiten von Bubbles und Handy-Dauer-Beschäftigung.

 

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Foto: Filmcasino
Kategorie: Wollen, dürfen, sich trauen und gelassen werden – Absolventin Judith Steiner

Wollen, dürfen, sich trauen und gelassen werden – Absolventin Judith Steiner

Mehrmals im Jahr stellen wir hier auf unserem Blog Erfolgsgeschichten von AbsolventInnen unserer Lehrgänge vor. Dabei erzählen sie von ihrem individuellen Weg in den Kulturbereich und wichtigen Stationen dorthin. Im aktuellen Beitrag erzählt Judith Steiner (u.a. Klangspuren Schwaz), Absolventin des Lehrgangs Kulturmanagement, wie sie zu ihren vielfältigen Jobs gekommen ist und spricht gleichzeitig Tipps für angehende KulturmanagerInnen aus.

Ein Beitrag von Judith Steiner

Ich freue mich sehr, einen Beitrag für den Kulturmanagement-Blog der Kulturkonzepte zu schreiben. Schließlich konnte ich am Institut wertvolle Erfahrungen für meine Arbeit sammeln und bin vor allem mit vielen tollen Menschen in Kontakt gekommen. Auch habe ich einen Überblick bekommen, was Kulturarbeit bedeutet. Unter Kunst- und Kulturvermittlung beispielsweise konnte ich mir vor dem Lehrgang nicht wirklich viel vorstellen. Dies sind vorab mitunter die wichtigsten Aspekte, weshalb ich die Ausbildung wieder machen würde.

Foto: © Theresa Pewal Photographie

Mein Name ist Judith Steiner, ich bin 29 Jahre alt, stamme aus Innsbruck und lebe seit vier Jahren in Wien. Nach meinem Architekturstudium in Innsbruck sah ich mich aufgrund der dort nicht vorhandenen Ausbildungssituation im Bereich Kulturmanagement gezwungen, die Stadt zu verlassen. Auch hatte der chorus sine nomine dazu beigetragen, dass mir diese Entscheidung nicht allzu schwergefallen ist. Ein weiterer Grund war auch, dass ich die Aufnahmeprüfung an der Universität für Angewandte Kunst/Abteilung Industrial Design bestanden hatte und mich entschied, noch ein Diplomstudium in einem künstlerischen Fach zu beginnen.

Parallel zu meinem Architektur-Studium konnte ich in den Sommermonaten bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik bereits erste Arbeitserfahrungen im Kulturbereich sammeln. Diese insgesamt fünf Festival-Saisonen haben mich geprägt und ich war danach bereit, größeres zu wagen. Mitarbeit vor allem im Künstlerischen Betriebsbüro der Salzburger Festspiele, beim Lucerne Festival, bei der Company of Music und zuletzt bei den Klangspuren Schwaz haben mich immer wieder in meiner Entscheidung, im Kulturbetrieb zu arbeiten, bestärkt.

Derzeit bin ich in der Endphase meines Design-Studiums, arbeite im Marketing & Verkauf der Jeunesse und als Produktionsleiterin beim Festival Wellenklaenge. Ab 2019 werde ich wieder in der Produktion der Klangspuren Schwaz tätig sein.

„Man tut, was man muss oder kann oder nicht lassen kann … und manchmal auch, was man will, weil man das darf, wenn man sich traut … – und wenn man gelassen wird.“ © Ulrich Wiegand-Laster (*1960), Künstler und Kulturmanager

Das schätze ich sehr an meinen KollegInnen, das “gelassen werden” und die Chance zu bekommen, eigene Fähigkeiten und Interessen in den Berufsalltag einfließen lassen zu können.

Wenn mich Leute fragen, wie ich zu meinen Jobs gekommen bin, antworte ich eigentlich immer dasselbe: Ich habe mich für eine Institution interessiert, habe mich beworben und habe fast immer eine positive Rückmeldung bekommen. Folgende Gründe sehe ich für mein “Glück”: Ich war immer früh dran (meine Mutter hat mir schon als Jugendliche geraten: “Wenn du einen guten Sommerjob finden willst, musst du dich bis spätestens vor den Weihnachtsfeiertagen bewerben”). Meiner Erfahrung nach bewähren sich Initiativ-Bewerbungen und werden von potentiellen ArbeitgeberInnen sehr geschätzt.

An meinem Beruf mag ich besonders die Teamarbeit, aber auch das Selbständig-Sein. Ich habe Freude daran, an unterschiedlichen Themenbereichen parallel zu arbeiten.

Wenn ich auf das kommende Jahr 2019 blicke, freue ich mich besonders auf meine Arbeit bei den Welleklaengen in Lunz am See. Dieses Festival möchte ich allen wärmstens ans Herz legen:

www.wellenklaenge.at

Theresa Pewal, wellenklaenge
wellenklaenge, 28.07.2018
Abschlusskonzert
Herbert Pixner Projekt (IT & AT)
Foto: Theresa Pewal

Zu meinen Aus- und Weiterbildungen zählen ein Bachelorstudium an der Technischen Universität Innsbruck, aktuell das Diplomstudium in Industrial Design an der Universität für Angewandte Kunst Wien, der Lehrgang für Kulturmanagement am Institut für Kulturkonzepte, Seminare am ikm – Institut für Kulturmanagement an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien und Seminare & Workshops bei Weis raum bzw. dem Designforum Wien.

Im Rahmen meiner Abschlussarbeit habe ich ein Marketingkonzept für das Vokalensemble Company of Music entwickelt. Teile daraus konnte ich verwirklichen. Im Nachhinein bin ich sehr froh, dieses Thema gefunden und es vor allem schon vor Beginn des Lehrgangs ausgewählt zu haben. So konnte ich bereits während der Seminare das Erlernte in die Praxis umsetzen.

Meine Tipps für angehende KulturmanagerInnen: Kommt mit Leuten unterschiedlicher Kunstformen in Kontakt und erzählt von eurer Arbeit! Seid neugierig, was um euch herum passiert. Schaut, was im Ausland passiert – arbeitet auch mal eine Saison dort und bringt neue Ideen ins Land!

Auch ich habe noch lange nicht alles gesehen was mich interessiert, und führe eine Liste an Festivals, Firmen & Institutionen, bei welchen ich noch einmal arbeiten möchte – im In- und im Ausland. Der Gedanke daran, noch viel zu erleben und mitgestalten zu können macht mich glücklich.

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Absolventin Judith Steiner
Foto: © Theresa Pewal Photographie
Absolventin Judith Steiner
Foto: © Theresa Pewal Photographie

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