Stiftungen als Partner und Wegbereiter - Institut für Kulturkonzepte
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Stiftungen
Foto: Corinna Einger
Kategorie: Kulturfinanzierung Stiftungen als Partner und Wegbereiter 14.01.2014

Grundsätzlich können wir in Deutschland und Österreich unterscheiden zwischen operativen und fördernden Stiftungen – und beiden gemeinsam ist, dass sie oftmals ›nur‹ projektgebunden fördern und selten in die kontinuierliche Organisation investieren. Gefördert werden immer neue, innovative kurzzeitige Projekte, bei denen die Projektmittel gefördert werden, meist aber nicht die Personalmittel.

 

Diese Situation ist unbefriedigend – oft nicht nur für die geförderten Projekte, sondern auch für die Stiftungen. Und so sieht man langsam einige Ausnahmen in der Stiftungslandschaft: Stiftungen, die sich darum bemühen, die Zukunftsfähigkeit der geförderten Institutionen mit ins Auge zu nehmen und die versuchen, eher Langfristigkeit zu fördern, als in eine projektgesteuerte Landschaft zu investieren. Die Robert Bosch Stiftung ist sicher ein Beispiel dafür.

 

Sie fördert schon seit Jahren auch die als ›unsexy‹ geltenden Personalkosten von Institutionen und mit dem Projekt NEULANDGEWINNER wird immerhin eine Grundsicherung für zwei Jahre gewährleistet, so dass in diesen Jahren eine Entwicklung hin zu anderen Finanzierungsquellen möglich ist. Begleitet wird die finanzielle Zuwendung durch kollegiale Beratung, Weiterbildungen und Professionalisierung im strategischen Umfeld.

Diese Verbindung ist für die Geförderten zunächst einmal ungewöhnlich, denn normalerweise beschränkt sich die Beziehung zwischen Stiftung und Geförderten oftmals auf Überweisungen und schriftliche Berichte. Hier aber entsteht ein Miteinander, dass versucht die geförderte Institution als lernende Organisation zu begleiten und damit strategische Managementprozesse zu initiieren und zu realisieren.

 

Dies ist meines Erachtens nach ein zukunftsträchtiger Prozess, der es ermöglichen kann, aus dem sich immer schneller drehenden Rad der Projektförderungen und der damit entstehenden Abhängigkeit von kurzfristigem Denken und Handeln einen Ausstieg zu finden.

 

© Prof. Dr. Gesa Birnkraut | Institut für Kulturkonzepte Hamburg | Birnkraut-Partner

Foto: Corinna Eigner | Institut für Kulturkonzepte Wien

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