Die eigene Leidenschaft vermitteln – Absolvent Daniel Skina - Institut für Kulturkonzepte
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Daniel Skina
Foto: © Daniel Skina
Kategorie: AbsolventInnen Die eigene Leidenschaft vermitteln – Absolvent Daniel Skina 22.10.2018

Regelmäßig stellen wir auf unserem Blog Erfolgsgeschichten von AbsolventInnen unserer Lehrgänge vor. Dabei erzählen sie von ihrem individuellen Weg in den Kulturbereich und wichtigen Stationen dorthin. Diesmal schildert Daniel Skina (Österreichische Nationalbibliothek), Absolvent des Lehrgangs Kulturvermittlung, was ihn in seiner Karrierelaufbahn angetrieben hat.

Ein Beitrag von Daniel Skina

Meine Jugend würde ich so beschreiben: Die Pubertät hat ordentlich zugeschlagen – schlecht in der Schule, wenig ambitioniert und dauernd grantig. Das Erwachsenwerden war ein wichtiger Schritt der mit einem einjährigen Auslandsaufenthalt in Paris begann. In Paris habe ich mich um 4 Kinder gekümmert. Au-Pair Junge nennt sich dieser Job. Es war eine günstige Variante sich einen längeren Aufenthalt im Ausland zu ermöglichen. Die Schule hatte ich davor abgebrochen, also war klar, ich müsste wieder nach Österreich zurück um zumindest die Matura nachzuholen, was ich auch tat.

Parallel absolvierte ich eine Lehre zum Buchhändler. Zwei Jahre später hatte ich die Matura und meinen Lehrabschluss in der Tasche. Es folgte das Studium der Kunstgeschichte. Erstens, weil ich mich für das Fach interessierte und zweitens, weil ich es schick fand. Im Buchhandel habe ich während des Studiums weiter gearbeitet. Warum? Weil sich die Stromrechnung nicht von selbst bezahlt und der Kühlschrank nicht von alleine füllt. Während des Studiums und neben dem Beruf habe ich immer versucht auch in anderen Bereichen des Kulturbetriebes mitzuarbeiten oder besser gesagt, ehrenamtlich zu engagieren. Dieser Ehrgeiz Neues zu entdecken, führte mich in kleine Theaterhäuser, einen Verlag sowie in das Tanzquartier Wien. Freizeit hatte ich in diesen Jahren zwar keine, aber da ich ja die Pubertät verschlafen hatte, dachte ich mir, ich muss jetzt umso wacher sein.

Österreichische Nationalbibliothek
Foto: Austriaca-Lesesaal, Heldenplatz, Neue Burg, 1010 Wien © Österreichische Nationalbibliothek

Nach Abschluss des Studiums suchte ich nach neuen Herausforderungen. Ich konnte bereits einige Jahre an Berufserfahrung sowie ein wenig Praxis in der Personalführung vorweisen.  Beides, kombiniert mit meinem Know-how rund um das Medium Buch, ebnete mir den Weg in die Österreichische Nationalbibliothek. Seit knapp fünf Jahren arbeite ich nun in einer der größten Kulturinstitutionen des Landes als Teamleiter Front-Office und Magazine in der Abteilung Benützung und Information. Was das ist? Ich bin verantwortlich für das LeserInnenservice in der Bibliothek am Heldenplatz sowie für die Logistik im Bücherspeicher, der sich unter dem Burggarten befindet und knapp 4 Millionen Bücher beherbergt.

Mein Aufgabengebiet hat sich in den letzten Jahren sukzessive erweitert. Um dem gerecht zu werden, studierte ich in den letzten zwei Jahren berufsbegleitend das postgraduale Masterstudium Kulturmanagement an der Universität für Musik und darstellende Kunst. Da das Curriculum zum damaligen Zeitpunkt das Themenfeld der Kulturvermittlung nicht abdeckte, entschied ich mich dazu, zusätzlich den Lehrgang Kulturvermittlung am Institut für Kulturkonzepte zu absolvieren.

Österreichische Nationalbibliothek
Foto: © Stephan Polzer Photography

Zu einer meiner Tätigkeiten, die ich ganz besonders mag, gehört die Vermittlung der Bibliothek sowie der wechselnden Ausstellungen, die im barocken Prunksaal präsentiert werden. Mir war wichtig meine Vermittlungsarbeit zu professionalisieren. Die Inhalte, die mir am Institut für Kulturkonzepte näher gebracht wurden,  gaben mir das Rüstzeug, Formate neu zu konzipieren und Wege zu finden, meine eigene Leidenschaft zur Österreichischen Nationalbibliothek unterschiedlichsten Menschen zu vermitteln. Auch und besonders jenen, die mitten in der Pubertät stecken.

Die Österreichische Nationalbibliothek feiert 2018 ihr 650-jähriges Jubiläum. Besucht die Jubiläumsausstellung „Schatzkammer des Wissens“ im Prunksaal noch bis 13. Jänner 2019.

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