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Kategorie: Hinter dem Vorhang – Absolvent Benedikt Grawe

Hinter dem Vorhang – Absolvent Benedikt Grawe

Benedikt Grawe hat am Institut für Kulturkonzepte letztes Jahr die Lehrgänge Kulturmanagement und Kulturvermittlung abgeschlossen.
In diesem Blogbeitrag gibt er uns einen Einblick in seine Laufbahn und seine aktuellen Projekte.

Der Alpbacher Benedikt Grawe hat in Innsbruck und Wien privaten Schauspiel- und Gesangsunterricht erhalten und an der Universität Wien „Theater-, Film- und Medienwissenschaft“ studiert. Er war an verschiedenen Theatern als Schauspieler, Sänger, Dramaturgie- und Regiehospitant sowie Regieassistent tätig – unter anderem am Tiroler und Vorarlberger Landestheater, Musiktheater Vorarlberg und Schubert Theater Wien sowie als Mitglied der Marc Hess Company.
Er hat zwei Solokabaretts geschrieben (The Summoning of Everyman, Delirium Alpinum), den Text für die Musical-Show Die Fünf Moes im Casino Innsbruck und das Volksstück Die Berchtl und der schwarze Fuchs. Das Kinder-Jazz-Theaterstück Der Pilot Herr Fridolin hat er mitkonzipiert, bei dem er seit 2011 mit Juliana Haider und Tiroler Jazz-Größen gemeinsam auf der Bühne steht.
Neben seinen künstlerischen Ambitionen hat Benedikt für das Europäische Forum Alpbach und den Verein LIFE + (Life Ball) gearbeitet und war am Tiroler Landestheater Leiter des Künstlerischen Betriebsbüros sowie von 2020 bis 2023 Chefdisponent des Hauses. Zuletzt war er Dramaturg beim Tiroler Kammerorchester InnStrumenti und Produktionsleiter des Theaterstückes Romeo & Julia bei den Tiroler Volksschauspielen in Telfs. Momentan ist Benedikt Projektmanager bei der Enrique Gasa Valga Dance Company.

Wo arbeitest du aktuell, was ist deine Rolle dort und was gefällt dir an deinem Job besonders gut?

Gerade unterstütze ich die Enrique Gasa Valga Dance Company als Projektmanager organisatorisch. Was mir in solchen Funktionen immer am besten gefällt ist, dass man ein Projekt von der Planungsphase bis zur Realisierung begleitet – und sich dabei nicht von den diversen Hürden bei der Umsetzung entmutigen lassen darf.

An welchem Projekt arbeitest du gerade und warum begeistert es dich?

Privat arbeite ich gerade an der Umsetzung meines Theaterstückes Mander, s‘fahlt weit!. Andreas Hofer, der idolisierte männliche Volksheld im Kampf gegen die Herrschaft des Mannes: Was wäre, wenn Hofer wie damals – nur heute – die männlichen Massen mobilisieren würde und der Feind aber Gewalt an und Hass auf Frauen heißen würde und nicht Bayern und Frankreich? Und wie würden Hofer und seine Vertrauten das angehen?

Das Theaterstück soll vor allem Männer aufklären, aufrütteln und als Anlass gesehen werden, sich zu engagieren. Es muss auf männlicher Seite ein Umdenken stattfinden und eine höhere Bereitschaft zum Aktivismus passieren.

Was hast du aus unserem Lehrgang mitgenommen, das dir heute besonders hilft?

Obwohl ich seit vielen Jahren selbst im Kultursektor tätig bin, werden einem im Tun doch immer wieder blinde Flecken bewusst. Beide Lehrgänge und die verschiedenen Seminare, haben Wissenslücken gefüllt, Wissen wieder aufgefrischt und man kriegt sehr praxisnah vermittelt, wie Kulturprojekte umsetzbar gemacht werden.

Mir hat aber vor allem auch das wohlwollende und konstruktive Miteinander geholfen. Man gibt sich gegenseitig ehrliches Feedback, kann dieses einarbeiten und im besten Fall, wird ein noch besseres Projekt bzw. Produkt daraus. Das hat für mich Zusammenarbeit in einem kreativen Entstehungsprozess total neu definiert.

Was war dein persönlicher Aha-Moment in der Kulturarbeit?

Das wusste ich zwar bereits, wurde mir aber durch die Lehrgänge wieder bewusster gemacht: Es geht nur Miteinander und ohne Ellenbogenmentalität. Beziehungsweise möchte ich so im Kultursektor arbeiten. Man interagiert und kooperiert und dadurch entsteht etwas, dass im Alleingang so nicht entstanden wäre.

Welchen Tipp würdest du neuen Lehrgangsteilnehmer:innen mit auf den Weg geben?

Aktiv einbringen und unbedingt mit den anderen Lehrgangsteilnehmer:innen in Austausch treten. Es geben einem nämlich nicht nur die Dozent:innen wichtige Impulse, sondern auch die Teilnehmer:innen, die alle unterschiedlichste berufliche Hintergründe haben.

 

Danke Benedikt für diesen spannenden Einblick!

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Benedikt Grawe © Amir Kaufmann
Kategorie: Nutzen Sie den Sommer für neue Impulse – Kulturkonzepte Sommerakademie

Nutzen Sie den Sommer für neue Impulse – Kulturkonzepte Sommerakademie

Möchten Sie die Sommermonate nutzen, um sich im Kulturbereich gezielt weiterzubilden und neue Impulse für Ihre Praxis zu gewinnen?

Die Kulturkonzepte Sommerakademie bietet Ihnen kompakte Einblicke in aktuelle Themen des Kulturmanagements und der Kulturvermittlung – praxisnah, flexibel und direkt anwendbar.

6 kompakte Seminare à 6 Stunden vermitteln fundiertes Spezialwissen und richten sich vor allem an Personen, die bereits im Kulturbereich tätig sind und ihre Kenntnisse gezielt vertiefen möchten. Je nach Thema eignen sich einzelne Seminare auch für Einsteiger:innen, die erste Einblicke in das Kulturmanagement gewinnen möchten.

Alle Seminare sind einzeln buchbar und lassen sich individuell nach Ihren Interessen kombinieren!

Ein besonderer Vorteil:
Bei der Buchung von 2 Sommerakademie-Seminaren können diese auf den Lehrgang Kulturmanagement bzw. Kulturvermittlung angerechnet werden.

📍Ort: in Wien oder online
💶 Kosten: 235 € pro Seminar

➡️ JETZT ANMELDEN!

Sie möchten mehr erfahren oder haben Fragen zur Auswahl der passenden Seminare?
Mariella Austerer-Kulla steht Ihnen gerne zur Verfügung und berät Sie persönlich.

⬇️ Mehr Infos

 


PROGRAMM

Controlling in Kulturorganisationen 
Controlling ist nicht gleich Kontrolle, sondern bedeutet die professionelle Planung und Steuerung einer Kulturorganisation.
In diesem Seminar lernen Sie von Markus Enzinger in verständlicher Form alle wesentlichen Instrumente zur erfolgreichen wirtschaftlichen Führung einer Kulturorganisation kennen.
🎯 Für Personen mit Grundwissen zu Betriebswirtschaft
💻 Online am 24. Juni 2026

Kulturkarriere im Fokus 
Cornelia Lehner gibt Ihnen einen realitätsnahen Einblick in Berufsfelder, Tätigkeitsprofile und Arbeitsweisen im Kulturbereich. Das Seminar bildet einen guten Ausganspunkt für vertiefende Fortbildungen und die Planung nächster Schritte.
💬 Mit praxisnahen Inputs und strategischer Karriereplanung
📍 In Wien am 16. Juli 2026

Diversitätskompetenz im Kulturmanagement
Diversität ist eine Kernkompetenz, die Kulturorganisationen zukunftsfähig und nachhaltig gesellschaftsrelevant macht. In diesem Seminar erfahren Sie von Fariba Mosleh, wie Diversität in Kulturprojekten und -institutionen gelebt und gefördert werden kann.
🤝 Für alle, die Kultur inklusiver, gerechter und zukunftsfähiger gestalten wollen.
💻 Online am 23. Juli 2026

Fundraising
Von der Suche nach passenden Partner:innen über effiziente Methoden für die Gewinnung von Sponsor:innen bis zur langfristigen erfolgreichen Zusammenarbeit: dieses Seminar vermittelt Ihnen Bärbel Holaus-Heintschel professionelle Instrumentarien, um Ihre Finanzierung um Fundraising zu erweitern.
💬 theoretische und praktische Einblicke in Formate der Drittmittelakquise
📍 In Wien am 27. August 2026

Nachhaltigkeit 
In diesem Seminar erhalten Sie von Barbara Neundlinger und Margarete Reichel-Neuwirth einen Überblick darüber, wie Kultureinrichtungen den Weg zu mehr Nachhaltigkeit beschreiten können und worauf es bei klimafitten Kultureinrichtungen ankommt.
🎯 für Kulturmanager:innen, die praktische Tipps bekommen möchten, wie man vom Wissen ins klimagerechte Handeln kommt
💻 Online am 3. September 2026

Sprache(n) als Gestaltungselement in der Kulturvermittlung
Sprache entscheidet in der Kulturvermittlung nicht nur darüber, wie Inhalte vermittelt werden, sondern beeinflusst maßgeblich Zugänglichkeit und Teilhabe. In diesem Seminar von Alissa Amsel steht die bewusste sprachliche Gestaltung von Vermittlungsformaten und -materialen im Fokus.
🎯 Für Kulturvermittler:innen und -manager:innen, die ihre sprachliche Praxis reflektieren und bewusster gestalten möchten
📍 In Wien am 10. September 2026

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Foto: Ryan McGuire | Unsplash
Kategorie: édition Lametta – Absolventinnen Barbara Feurer & Astrid Tichy

édition Lametta – Absolventinnen Barbara Feurer & Astrid Tichy

Wer seid ihr und welcher beruflichen Tätigkeit geht ihr derzeit nach? 

Wir sind Astrid Tichy und Barbara Feurer. Beide leidenschaftliche Strateginnen und seit vielen Jahren in Kommunikation, Markenarbeit und Agenturleben zuhause. Astrid arbeitet selbstständig mit WYSO. What You Say, Okay. an Strategie, Positionierung und Kooperationen. Barbara führt seit über 15 Jahren die Agentur Feinheiten mit Fokus auf Brand Strategy & Design und entwickelt große wie kleine Markenerlebnisse im digitalen Bereich und im echten Leben.

Gemeinsam sind wir édition Lametta: wir schaffen strategische Formate an der Schnittstelle von Kunst, Kultur und Gesellschaft mit dem Ziel, Kultur zugänglicher, überraschender und für die jeweilige Zielgruppe relevanter zu machen. Und vor allem: Spaß daran zu haben, was wir machen und unsere Kund:innen mit unserer freudvollen Arbeit anzustecken.

Foto: Astrid Tichy & Barbara Feurer © Christoph Liebentritt

Wie war euer beruflicher Werdegang?

Unser Weg begann ziemlich ähnlich und wir kommen eigentlich beide aus der gleichen Ecke: strategische Kommunikation, Marketing, Privatwirtschaft, Agenturen. Wahrscheinlich sind wir uns früher schon mal über den Weg gelaufen und wissen es gar nicht 😉

Astrid hat Marketing & Sales studiert, danach Publizistik, und schon früh parallel gearbeitet – auf Kund:innen-Seite wie in Agenturen. Barbara bringt über 25 Jahre strategische Kommunikation in nationalen sowie internationalen Agenturen und großen Etats mit.

Irgendwann wurde uns beiden klar: Wir wollen unsere Erfahrung nicht nur für den Verkauf von Produkten und Dienstleistungen und deren Reichweite einsetzen, sondern für sinnstiftende Inhalte und Identitäten. Sei es für Personen, Kulturinstitute oder Marken bzw. Unternehmen.

Was hat euch zum Institut für Kulturkonzepte geführt? Warum habt ihr euch entschieden, eine Weiterbildung zu absolvieren?

Wir hatten tatsächlich sehr ähnliche Beweggründe: es war ein bewusster Schritt aus der Komfortzone und dem „bequemen” Agenturleben heraus, um gänzlich andere und insbesondere neue Impulse zu sammeln. Weg von „nur Reichweite“, hin zu noch effektiveren Hebeln der Wirkung. Wir wollten verstehen, wie der Kulturbetrieb funktioniert und wie wir unsere strategische Erfahrung dort sinnvoll einbringen können, um Menschen zu bewegen, zu mobilisieren und zu überzeugen. Das Institut für Kulturkonzepte war dafür der perfekte Ort: praxisnah, offen, inspirierend. Wir sind genau da gelandet, wo wir hin wollten. Lustigerweise ganz unabhängig voneinander. 

Welche neuen Fähigkeiten konntet ihr euch im Lehrgang aneignen? Welchen Einfluss hatten diese auf euer Berufsleben?

Der Lehrgang Kulturmanagement hat uns ermöglicht, die Besonderheiten des Kulturbetriebs zu verstehen und unsere Erfahrungen um Kompetenzen in Kulturfinanzierung, Sponsoring, Projektmanagement und strategischer Kulturkommunikation in Kulturbetrieben zu erweitern. Ein Wissen, das unmittelbar in unserem Agenturalltag wirkt und den Zugang zu Projekten jetzt schon spürbar vertieft hat. Uns hat sich ein Raum eröffnet, in dem wir auf kluge Köpfe und inspirierende Persönlichkeiten getroffen sind. Ganz egal ob Teilnehmer:innen oder Dozent:innen. Diese Mischung aus Expertise, Offenheit und irrsinniger Freude am Wissensaustausch mündete nicht zuletzt in großartigen Kooperationen, einem starken Netzwerk und – ja – auch Freundschaften. Aus Gesprächen, Ideen und viel gemeinsamer Energie entstand dann édition Lametta. Der Lehrgang war also nicht nur Weiterbildung, sondern auch Startpunkt für unser Kollektiv. Der bequeme Nebeneffekt aus all den schönen Verbindungen: Astrid hat noch dazu ihre Kommunikationsagentur WYSO. What You Say, Okay. gegründet.

Womit habt ihr euch in euren Abschlussprojekten im Lehrgang befasst? Was ist daraus geworden?

Barbara arbeitet an der strategischen Neupositionierung der Wiesen Festivals auf mehreren Ebenen – vom strategischen Markenaufbau, einem neuen visuellen Erscheinungsbild und über Inhalte bis zu neuen Festival-Formaten für eine loyale Zielgruppe, die mobilisiert werden möchte und eine, die neu gefunden werden will. Astrid entwickelte mit den PØPRT SESSIONS ein Format, das österreichische Alternative Music ins Museum bringt, Kunst zu Musik-Fans und neue Zielgruppen für beides erschließt.

Beides sind Projekte, die im Lehrgang konzipiert wurden und bereits in Umsetzung sind.

Erzählt uns etwas mehr von eurem aktuellen Job!

Wir verbinden Strategie mit Kultur. Entwickeln Konzepte, bauen Kooperationen auf, suchen Finanzierungen und versuchen dabei immer, Leichtigkeit zu bewahren und uns nicht zu ernst zu nehmen. Die größte Herausforderung dabei stellen Zeit und Ressourcen dar. Als Geschäftsführerinnen, Gründerinnen unseres Kollektivs und dem Mama-Dasein gleicht der Tanz zwischen beruflicher Entfaltung und familiärer Fürsorge oft einem Hochseil-Akrobatikakt. Flexibilität, Yoga und manchmal auch Wein helfen da schon sehr.

Was wir lieben, sind Geschichten von Unternehmer:innen und Künstler:innen zu erzählen. Mit Bedacht verpacken wir diese in nachhaltige Kommunikationsstrategien und kreative Maßnahmen. Das Schönste dabei ist, mit engagierten Menschen Ideen Realität werden zu lassen und dafür braucht es eine gehörige Portion Neugier, Mut, gute Laune und Verständnis. All das, was wir uns bei édition Lametta auf die Fahnen schreiben.

Foto: édition lametta © Christoph Liebentritt

Gibt es Projekte, die ihr noch gerne umsetzen würdet bzw. arbeitet ihr gerade an neuen Projekten?

Ja, viele. Unser Ziel ist es, in jedem unserer Projekte, Kultur und Wirtschaft stärker zu verbinden und Synergien zu schaffen, die einen Mehrwert und Freude bringen. Die PØPRT SESSIONS sollen in Serie gehen, neue Kulturformate sind in Wiesen in Planung sowie eine Kooperation im öffentlichen Raum – die wir derzeit noch nicht nennen können – steht in den Startlöchern.

Wenn es Projekte gibt, die wir gerne umsetzen möchten, dann sind es die unglaublich tollen Ideen, die von Teilnehmer:innen  im Lehrgang entstanden sind. Hier können wir gut mit unserer Expertise in Strategie und angewandtem Marketing ansetzen und Projekte oder gezielte Maßnahmen realisieren.

Ach ja, und wir arbeiten gerade an unserem eigenen Brand Design und der Website. Also, eine Einladung an alle: dran bleiben, bald gibt’s mehr von uns!

Foto: Barbara Feurer & Astrid Tichy © Christoph Liebentritt

ÉDITION LAMETTA
Verein zur Förderung und Ermöglichung von Kulturerlebnissen
Barbara Feurer & Astrid Tichy
mehrlametta.at
instagram.com/edition.lametta

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Foto: Barbara Feurer & Astrid Tichy © Christoph Liebentritt
Kategorie: Theater beginnt dort, wo man nicht mehr zusieht, sondern eintaucht – Absolventin Elisabeth Rössler

Theater beginnt dort, wo man nicht mehr zusieht, sondern eintaucht – Absolventin Elisabeth Rössler

Theater beginnt dort, wo man nicht mehr zusieht, sondern eintaucht – mitten hinein in Geschichten, Räume und Emotionen. NOVA beginnt dort, wo die Grenze zwischen Bühne und Wirklichkeit verschwindet.

Genau aus diesem Verständnis heraus entstand das immersive Theaterprojekt NOVA. Im Zentrum meiner aktuellen beruflichen Tätigkeit steht die Entwicklung und Umsetzung dieses immersiven Theater-Projekts. Als Theater- und Kulturmanagerin begleite ich NOVA an der Schnittstelle von künstlerischer Praxis, Organisation und konzeptioneller Arbeit. Parallel dazu bin ich seit über zehn Jahren Inhaberin der FOSBURY KG, mit der wir hybride Erlebnisinszenierungen realisieren, sowie Lehrgangsleiterin der ESB Academy im Bereich Eventmanagement.

Elisabeth Rössler, Foto: Carina Antl

Die Entscheidung für die Weiterbildung am Institut für Kulturkonzepte stand in direktem Zusammenhang mit der Gründung und Entwicklung von NOVA. Das Theaterprojekt sollte von Beginn an fundiert, professionell und nachhaltig aufgesetzt werden. Ziel war es, das immersive Theater nicht nur künstlerisch, sondern auch strukturell und organisatorisch auf stabile Beine zu stellen und dabei möglichst viele Perspektiven aus der Kulturpraxis einzubeziehen.

In den Lehrgängen Kulturmanagement und Kulturvermittlung, die ich beide 2025 abgeschlossen habe, konnte ich mir ein vertieftes Verständnis für die Funktionsweise der Kulturbranche aneignen. Besonders wertvoll war es, bestehende Erfahrungen aus rund 20 Jahren ehrenamtlicher Theaterarbeit zu reflektieren und diese in einen professionellen Kontext zu überführen. Die Auseinandersetzung mit Förderstrukturen, Produktionsbedingungen und strategischer Entwicklung war ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses. Ebenso wichtig war der intensive Austausch mit Kolleginnen und Kollegen sowie der Aufbau von neuen Freunden und Freundinnen in der Kultur, der sich bis heute als große Bereicherung erweist.

NOVA-Gruppe, Foto: Carina Antl

Die Arbeit an NOVA verdeutlicht, welche Kompetenzen im Kulturbereich besonders gefragt sind: die Fähigkeit, emotionale Erlebnisse, gesellschaftlich relevante Themen und immersive Geschichten zu gestalten, ebenso wie solides Projektmanagement, organisatorisches Denken und strategische Planung. Entscheidend ist zudem, von Beginn an Menschen und Institutionen einzubinden, die an die Vision glauben und das Projekt mittragen.

Mein Abschlussprojekt widmete sich konsequent dem immersiven Theater NOVA und begleitete dessen Entwicklung über die gesamte Lehrgangszeit hinweg. Im April 2026 geht NOVA im Schloss Tribuswinkel in Traiskirchen (Bezirk Mödling) mit der ersten Produktion „DIE IRDISCHEN“ an den Start.

Auch der Blick in meine  Zukunft ist eng mit NOVA verbunden. Für 2026 ist bereits eine weitere immersive Produktion in Planung, die erneut Themen mit persönlicher und gesellschaftlicher Relevanz aufgreift und Raum für intensive Gänsehautmomente schafft.

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Kategorie: kunstgeschichten manufaktur – Absolventin Sofie Wünsch

kunstgeschichten manufaktur – Absolventin Sofie Wünsch

Wir haben unsere Lehrgangs-Absolvent:innen gefragt, was sie jetzt denn eigentlich machen?

Unsere Absolventin Sofie Wünsch gibt uns einen kleinen Einblick:

Foto: Natalie Paloma

Hi! Sofie Wünsch hier. Gemeinsam mit Sophie Führer hoste ich seit 2022 den Podcast „kunstgeschichten abc“ mit Hintergrundg’schichteln aus der Welt des Museums und der Kunst. Letztes Jahr haben wir, aufbauend darauf, unseren Kulturverein „kunstgeschichten manufaktur“ gegründet und im Oktober unsere Website gelauncht. Shit, das war aufregend!

Ich bin schon lange in der (institutionellen) Kunst- und Kulturvermittlung tätig und habe ehrlich die größte Freude daran, Räume zu öffnen. Erfolgreiche Vermittlungsarbeit bedeutet für mich genau das: einen Ort für Resonanz zu schaffen, in dem Autonomie und Selbstwirksamkeit möglich sind. Dann findet „Lernen“ nämlich in alle Richtungen statt (wichtig!). Zusätzlich wird gegen veraltete Machtstrukturen gearbeitet, die in vielen Institutionen nach wie vor gelebt werden.

Mit der kunstgeschichten manufaktur etablieren wir unsere Arbeit nun auch in der freien Szene. Wir erforschen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunftsvisionen. Und wollen vor allem unsere Neugierde ausleben. Wir lieben es, Fragen zu stellen. Was ist ein Museum? Was kann das – und was kann es nicht? Und: Was davon hat eigentlich mit mir, dir und uns zu tun? Ich meine: alles – und denke dabei auch ein bisschen an Joseph Beuys und seinen erweiterten Kunstbegriff.

Mit der Gründung eines Kulturvereins hat sich unsere Palette an Angeboten rasch vergrößert: Es gibt, neben dem Podcast, nun auch einen Newsletter, aber auch „analoge“ Formate: Am 16. Jänner fand zum Beispiel unsere erste Exkursion im Kunsthistorischen Museum statt, im Februar folgt ein Impulsvortrag im Rahmen des 7. Internationalen Symposium Kulturvermittlung in St. Pölten. Da sprechen wir über Selbstermächtigung junger Museumsbesucher:innen und darüber, was sich institutionelle Vermittlungsarbeit von ihnen (und der guten alten Popkultur) abschauen kann.

Kurz darauf, nämlich am 27. Februar, laden wir dich herzlich zu unserem ersten Workshop ein! Da wird sich alles um die Technik der Collage drehen. Wir widmen uns der dadaistischen Künstlerin Hannah Höch und ihren Arbeiten, um danach gemeinsam frei mit Farbe und Form zu assoziieren und selbst zur Schere zu greifen. Meld‘ dich an und werde Teil der kunstgeschichten manufaktur – wir freuen uns auf dich!

Wenn du uns ganz nah begleiten willst, dann besuch‘ uns auf Instagram, da sind wir sehr aktiv. Kunstgeschichte und Kunstvermittlung dürfen und sollen nämlich auch Spaß machen.

Und wenn wir schon bei „Spaß“ sind: Freude – und auch ein bisschen Dreistheit – helfen ungemein, wenn man unabhängige und feministische Kulturarbeit betreiben möchte. Das habe ich vor allem im Lehrgang Kulturmanagement bestätigt bekommen, insbesondere durch den Austausch mit bewundernswerten Gleichgesinnten.

Foto: Natalie Paloma
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Foto: Natalie Paloma
Kategorie: Kulturmanagement macht Kultur möglich – Lehrgang Kulturmanagement

Kulturmanagement macht Kultur möglich – Lehrgang Kulturmanagement

Du möchtest Kultur nicht nur erleben, sondern verwirklichen? Du hast Freude daran, kreative Prozesse zu strukturieren, Projekte zu koordinieren und Kulturvorhaben Wirklichkeit werden zu lassen? Dann ist das Berufsfeld Kulturmanagement genau das Richtige für dich!

Kulturmanagement macht Kultur möglich

Kulturmanager:innen verwirklichen Ideen an der Schnittstelle zu Kunst und Kultur. Hinter jeder Ausstellung, jedem Festival, jeder Theaterproduktion und jedem Kulturprojekt stehen Menschen, die planen, organisieren, finanzieren und koordinieren. Kulturmanager:innen sorgen dafür, dass Ideen Gestalt annehmen – von der Konzeptentwicklung über die Budgetplanung bis zur Öffentlichkeitsarbeit.
Sie verbinden Kunst, Wirtschaft und Gesellschaft, schaffen Strukturen für kreative Prozesse und ermöglichen so, dass kulturelle Visionen realisiert werden können.

Erfolgreiches Kulturmanagement sorgt für einen reibungslosen Ablauf

… und verlangt organisatorisches Geschick, strategisches Denken und kommunikative Stärke. Erfolgreiche Kulturmanager:innen …

  • entwickeln Konzepte und erstellen sinnvolle Projektstrukturpläne,
  • kennen Fördermöglichkeiten und erstellen geeignete Finanzierungs-Mixe,
  • kommunizieren wirkungsvoll mit Partner:innen, Sponsor:innen und der Öffentlichkeit
  • und behalten den Überblick zwischen kreativen Ideen und wirtschaftlicher Realität.

Kultureinrichtungen und freie Initiativen suchen Kulturmanager:innen, die mit Know-how, Kreativität und Leidenschaft Kulturprojekte auf den Weg bringen.

Einstieg in ein vielseitiges Berufsfeld

Wenn du Kulturprojekte verwirklichen möchtest, bietet dir der Bereich Kulturmanagement vielfältige Möglichkeiten!

Im Lehrgang Kulturmanagement erwirbst du praxisnahes Wissen für deinen Berufseinstieg: Du lernst von erfahrenen Expert:innen, entwickelst dein eigenes Projekt, erhältst wertvolles Feedback und profitierst vom Austausch mit Kolleg:innen. Durch deine Auswahl aus unserem breitgefächerten Seminarangebot zu den Themen Projektmanagement, Finanzierung, Kommunikation und Teamwork setzt du deinen Schwerpunkt selbst – im Mittelpunkt steht immer deine eigene Projektidee.

Du willst Kultur ermöglichen? Hier ist dein Einstieg: Lehrgang Kulturmanagement – Institut für Kulturkonzepte

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Foto: Vitaly Gariev | Unsplash
Kategorie: Franz Stefan Kohl – neue Kunstwerke im Institut für Kulturkonzepte

Franz Stefan Kohl – neue Kunstwerke im Institut für Kulturkonzepte

Unser Büro ist jetzt noch schöner – und das verdanken wir den eindrucksvollen Arbeiten des Künstlers Franz Stefan Kohl! Wir freuen uns riesig, dass wir die Werke in unseren Räumen im Institut für Kulturkonzepte präsentieren dürfen!

Franz Stefan Kohl

Schnelle Linien und Farbflächen

Der österreichische Künstler Franz Stefan Kohl lebt und arbeitet in Wien und im Burgenland und schafft mit Zufall und Ordnung beeindruckende Werke.

Schon als Kind darf er sich in der Werkstatt seines Onkels handwerklich ausprobieren. Als Erwachsener gilt seine Leidenschaft zunächst der Musik, bevor er sich ab 2001 seinen künstlerischen Arbeiten widmet, für die das Handwerk eine wichtige Rolle spielt: Franz Stefan Kohl verwendet als Untergrund für seine Malerei auf Holz geleimte Leinen- und Baumwollstoffe, seine Werke rahmt er in dafür selbst gefertigten Holz- oder Metallrahmen.

Die intensive Beschäftigung mit Musik beeinflusst seine Kompositionen: Durch Zufall und Ordnung entstehen geometrische Formen, eine ausgewogene Balance zwischen Struktur und Bewegung.

Franz Stefan Kohl – Centering The Shapes #4

Fragile Formen und zufällige Muster

Die bei uns ausgestellten Arbeiten stammen aus verschiedenen Serien, die auf unterschiedlichen Konzepten basieren:

Logo Series #5
Groep De Bondt – Construction Company
1968. Rob Buytaert. BE
Acryl auf Leinwand; Konzeptrahmen, 2022

„Grafische Zeichen und geometrische Formen die Inhalte oder Botschaften transportieren, stehen im Fokus dieser Serie. Es sind Werbelogos aus den Jahren 1967 bis 1971 die in den originalen Proportionen ausgeführt werden und durch meine Interpretation in einen künstlerischen Kontext gelangen. Mein Ziel ist es, diese Logos – abseits ihrer ursprünglichen Werbebotschaft, wieder als neutrale, geometrische Formen in Erscheinung treten zu lassen.“

 

Patterns In Random Order #4
Acryl auf Leinwand, 2-teilig, Konzeptrahmen, 2025

Franz Stefan Kohl – Patterns In Random Order #4

„Bei diesem Zyklus kam eine mittels Zufallsoperationen erzielte Arbeitsanweisung zur Anwendung. Betroffen von dieser Anweisung sind jene Bildelemente, die vordergründig als farbige Musterstrukturen erscheinen. Der durchgängig im Bildhintergrund verlaufende Raster dient der optischen Verankerung und die kleinen Quadrate an den Schnittpunkten der Linien erzeugen leichte Augenirritationen und verbildlichen den ebenso intendierten, seriellen Bildaufbau – Zufall und Planung im Zusammenspiel.“

 

Fast Lines And Color Fields #3 – Hommage an Brice Marden
Acryl auf Leinwand, 2-teilig, Konzeptrahmen, 2025

Fast Lines And Color Fields #2
Acryl auf Leinwand, 4-teilig, 2025

Franz Stefan Kohl – Fast Lines And Color Fields #2

„Diese neu entstandene Werkserie umfasst drei unterschiedliche Bild-Konfigurationen: Fast Lines and Color Fields – Fast Lines and Material Fields – Fast Lines and Open Fields. Mit Fast Lines bezeichne ich die mit einem Farbroller aufgebrachten Linien. Im Unterschied zu meiner üblichen Pinselmaltechnik geschieht dies schnell und mit bewusst herbeigeführten „Ungenauigkeiten“. Bei den Color Fields treten diese Linien in einen Dialog mit Farbfeldern, bei den Material Fields stehen unterschiedliche Materialoberflächen den Linien zur Seite und bei den Open Fields tritt ein „offenes“ Bildträgerformat als korrespondierende Fläche auf.“

 

Centering The Shapes #1
Acryl auf Leinwand, 2016

Centering the Shapes #4
Acryl auf Leinwand, 2016

„Im Zentrum dieser Werkserie stehen figurative Formen die durch Lineaturen, Farbflächen und Schraffuren in Szene gesetzt werden. Die rohe Leinwand bildet sowohl den umgebenden Bildraum als auch die Zwischenräume innerhalb der Figuration ab. So wirken diese fragil, durchlässig und schwebend.“

Franz Stefan Kohl – Centering The Shapes #4

Es ist eine große Freude, zwischen diesen Werken zu arbeiten. Wir möchten uns ganz herzlich bei Franz Stefan Kohl dafür bedanken, dass wir seine tollen Arbeiten in unseren Räumen zeigen dürfen!

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Franz Stefan Kohl
Kategorie: Kultur vermitteln heißt Kultur gestalten – Lehrgang Kulturvermittlung

Kultur vermitteln heißt Kultur gestalten – Lehrgang Kulturvermittlung

Du möchtest Kultur nicht nur erleben, sondern mitgestalten? Du kommunizierst gern mit Menschen, fühlst dich in und mit Gruppen wohl und es fällt dir leicht, anderen Inhalte und Themen nahe zu bringen? Genau das bietet dir das Berufsfeld Kulturvermittlung!

Kulturvermittlung macht Kultur lebendig

Ob Workshops für Jugendliche, Führungen im Museum, digitale Ausstellungen oder Podcast-Formate – Kulturvermittler:innen schaffen neue Zugänge, machen Inhalte lebendig und ermöglichen Begegnungen. Sie gestalten vielfältige Formate für unterschiedliche Zielgruppen und bauen so eine Brücke zwischen Kulturinstitutionen und Besucher:innen.

Gute Kulturvermittlung ist kein Zufall

… sie braucht Know-how, Methoden und Kreativität. Erfolgreiche Kulturvermittler:innen

  • … kommunizieren wirkungsvoll mit unterschiedlichen Zielgruppen,
  • verfügen über ein abwechslungsreiches Repertoire an Vermittlungsformaten und -methoden
  • und planen und realisieren ihre Vermittlungsprojekte professionell.

Kulturbetriebe suchen Kulturvermittler:innen, die spannende Inhalte zugänglich aufbereiten können und Menschen mit interessanten Formaten erreichen.

Einstieg in ein spannendes Berufsfeld

Wenn du deine Begeisterung für Kultur mit anderen teilen möchtest, ist Kulturvermittlung genau das richtige Berufsfeld für dich!

Im Lehrgang Kulturvermittlung erlangst du die notwendigen Werkzeuge: Du erhältst spannende Inputs von Expert:innen aus der Praxis, entwickelst ein eigenes Vermittlungsprojekt, bekommst wertvolles Feedback und tauscht dich mit Gleichgesinnten aus. In den Seminaren lernst du verschiedene Methoden, Ansätze und Vermittlungsformate kennen und erhältst Einblicke in die Berufspraxis.

Du willst deine Leidenschaft zum Beruf machen? Hier ist dein Einstieg: Lehrgang Kulturvermittlung – Institut für Kulturkonzepte

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Foto: Sam Barber | Unsplash
Kategorie: „m:pathy Filmfestival“ – Absolvent Markus Zauner

„m:pathy Filmfestival“ – Absolvent Markus Zauner

Wir haben unsere Lehrgangs-Absolvent:innen gefragt, was sie jetzt denn eigentlich machen?

Markus Zauner, Absolvent des Lehrgangs Kulturmanagement, gibt uns einen kleinen Einblick:

Foto Markus Zauner © Studio Ungefiltert

Hallo, liebe Kulturkonzepte-Bubble! Mein Name ist Markus Zauner. Ich bin Absolvent des Lehrgangs „Kulturmanagement“ und Initiator des m:pathy Filmfestivals – ein Kulturformat, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Filmen mit Bezügen zum Bildungs-, Gesundheits- und Sozialwesen eine öffentlichkeitswirksame Bühne zu geben und Menschen durch das Medium „Film“ näher zusammenzubringen.

Das m:pathy-Format wurde während des Lehrgangs konzipiert und konnte im Februar 2025 mit einem ersten Screening und Podiumsgespräch im Wiener Admiral Kino seine Premiere feiern. Seither haben wir bereits drei Screenings im Rahmen einer ersten Filmreihe umgesetzt. Ob wir die Eventserie künftig in ein klassisches, mehrtägiges Festival weiterentwickeln, steht aktuell noch in den Sternen. Ich bin jedoch sehr froh, dass ich dank der inhaltlichen und persönlichen Unterstützung am Institut den Mut gefunden habe, den Sprung ins kalte Wasser der selbstorganisierten Kulturarbeit wirklich zu wagen!

MPATHY © Katharina Hopp

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr uns bei einer der nächsten Vorführungen besucht und euch selbst ein Bild vom m:pathy Filmfestival macht. Die nächsten Screenings finden am 14.10. („Playground“, BE 2021) und am 11.12. („Zu ebener Erde“, AT 2018) im Admiral Kino statt. Die neuesten Informationen findet ihr immer auf unseren Social Media-Accounts (Instagram oder Facebook) und unter
www.mpathy.at.

Alles Liebe, Markus

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MPATHY © Markus Zauner
Kategorie: Theaterabend: „Frühlingsgefühle im Herbst“ – Absolventin Nicole Gerfertz-Schiefer

Theaterabend: „Frühlingsgefühle im Herbst“ – Absolventin Nicole Gerfertz-Schiefer

Wir haben unsere Lehrgangs-Absolvent:innen gefragt, was sie jetzt denn eigentlich machen?

Nicole Gerfertz-Schiefer hat den Lehrgang Kulturmanagement absolviert und uns ein paar Fragen beantwortet:

 

Wo arbeitest du aktuell und was gefällt dir an deinem Job besonders gut?

Ich bin nach wie vor selbständig tätig, einerseits als Journalistin, andererseits als Autorin, Dramaturgin, Regisseurin und auch Darstellerin bei Theaterprojekten. Pro Jahr setze ich ein bis zwei Projekte mit meiner Theatergruppe KONTER um. Die Gründung des dahinterstehenden Vereins gemeinsam mit meinem Mann Franz Schiefer sowie die Planung des ersten Projekts waren mein Schwerpunktthema, als ich den Lehrgang Kulturmanagement absolviert habe.

An welchem Projekt arbeitest du gerade und warum begeistert es dich?

Frühlingsgefühle im Herbst“: Ein Theaterabend, den ich selbst zusammenstelle bzw. selbst schreibe. Dafür verknüpfe ich bestehende Stücke von Karl Valentin und Liesl Karlstadt mit Szenen aus ihrem Leben und mit selbst geschriebenen Sequenzen. Dabei begeistert mich die Möglichkeit, ersten Themen wie z.B. das Älterwerden so zu „verpacken“, dass man darüber schmunzeln kann – auch über Aspekte, über die man im Alltag vermutlich eher seufzen würde… Die Aufführungen sind am 6. sowie 13.-16. November 2025 im HOB i RAUM in Bad Vöslau sowie in der Kulturszene Kottingbrunn. Mehr Infos auf www.konter.at

Foto: KONTER – Frühlingsgefühle © Gerhard Maly

Was hast du aus dem Lehrgang Kulturmanagement mitgenommen, das dir heute besonders hilft?

Den künstlerischen Prozess erlebe ich immer als sehr emotional – man brennt für eine Idee, ein Thema etc. Das halte ich auch für wichtig, dass hier diese Emotionalität Platz hat. Aber der nächste Schritt ist für mich dann ein sachliches Analysieren des Projekts: Wie kann ich es finanzieren und bewerben? Und wie kann mir meine emotionale Begeisterung bei der Umsetzung von Finanzierung, Marketing und Öffentlichkeitsarbeit helfen?

Was war dein persönlicher Aha-Moment in der Kulturarbeit?

Im Team geht es leichter! D.h. jedes Projekt wird dann ein Stück weit konkreter und geht mir auch leichter von der Hand, wenn ich entschieden habe, mit wem ich es machen möchte. Und ich kann darauf vertrauen, dass ich diese Menschen finden werde.

Welchen Tipp würdest du neuen Lehrgangsteilnehmer:innen mit auf den Weg geben?

Wenn man eigene künstlerische Projekte umsetzen will, findet man sich oft in einer Doppelfunktion als kreativer Kopf und sachliche:r Projektleiter:in wieder. Überleg dir, ob du diese Doppelfunktion willst oder ob du dir für eine der beiden Positionen Unterstützung holen möchtest. Wenn du beides übernimmst: Wie kann dir das gelingen, ohne das es dir zu viel wird? Wer kann dich in welchen Aspekten unterstützen? Du musst nicht alles alleine machen!

 

Danke Nicole für diesen spannenden Einblick!

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Foto: Nicole Gerfertz-Schiefer © Thomas Magyar Fotodesign

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