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Kategorie: Von mir zu dir und wieder zurück – einmal Vermittlung bitte!

Von mir zu dir und wieder zurück – einmal Vermittlung bitte!

 

Kulturvermittlung, heißt es, kann viel. Sie kann in unbekanntes Bild erklären und mehr über eine Künstlerin|einen Künstler mitteilen, als die BesucherInnen auf den Informationsblättern der Museen finden. Sie bringt es fertig, ein Musikstück ein bisschen besser zu verstehen. Sie schafft es, Menschen durch einen aufregenden Flashmob zum Kartenkauf für ein Tanztheater zu bewegen, zu dem sie sonst nie hingegangen wären.

 

DAS ALLES KANN KULTURVERMITTLUNG. DOCH WIE MACHT ›SIE›‹ DAS GENAU? WAS IST KULTURVERMITTLUNG EIGENTLICH?

 

Die Online-Publikation ›Zeit für VermittlerInnen‹ von Carmen Mörsch und Andrew Holland widmet sich der Klärung dieses unscharfen Sammelbegriffs und wird hier ausdrücklich zum Schmökern empfohlen.

Unter dem BEGRIFF ›Kulturvermittlung‹ versteht man Vermittlungsangebote kultureller Institutionen, wie beispielsweise Führungen, Publikumsgespräche, Workshops oder Einführungen der Museen, Theater-, Opern- und Tanzbühnen, der Konzerthäusern oder des Literaturbetriebs. Auch das Unterrichten künstlerischer Fächer, theaterpädagogischer Projekte oder Workshops mit KünstlerInnen in Schulen gehören dazu. Dem Arbeitsfeld Kulturvermittlung wird auch die außerschulische Wissensvermittlung zu naturwissenschaftlichen und technischen Themen zugerechnet.

 

Der sehr breit gefächerte Sammelbegriff ›Kulturvermittlung‹ beinhaltet eine Reihe von UNTERBEGRIFFEN: der Bekannteste ist wohl die ›Kunstvermittlung‹. In Abgrenzung zur Kunstvermittlung verwendet man den Begriff Museumspädagogik sowie Kunstpädagogik. In der ›Kunstpädagogik‹ geht es vor allem um die Vermittlung künstlerischer Prozesse mit dem Ziel, diese selbst herzustellen. Während es in der Kunstvermittlung im engeren Sinne darum geht, professionelle Kunst zugänglich zu machen, möchte die ›Museumspädagogik‹ vor allem das Sammlungsgut eines Museums auf didaktischem Wege vermitteln. Dann gibt es aber natürlich auch die Musik-, Theater-, Tanz-, oder Literaturvermittlung.

Barney O´Fair | pixelio.de
Barney O´Fair | pixelio.de

 

Die Begriffe sind schwammig und überschneiden sich teilweise. Dennoch verfolgen ›VermittlerInnen‹ das gleiche ZIEL: Sie möchten Aufmerksamkeit und Interesse schaffen, verfolgt meist gemeinnützige und gesellschaftpolitische Ziele. In diesem Sinne kann Kulturvermittlung nicht nur inhaltlich eng mit den KuratorInnen zusammenarbeiten, sondern steht auch in enger Verbindung zur Öffentlichkeitsarbeit und der Marketingabteilung.

 

Kulturvermittlung ist ein sich ständig formierendes und professionalisierendes Berufsfeld. Erst seit wenigen Jahren sind Kulturvermittlungs-Abteilungen FIXER BESTANDTEIL GROßER KULTURINSTITUTIONEN und professionelle Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich gibt es noch nicht lange. Da es in diesem Bereich noch so viel zu diskutieren und entwickeln gibt, werden wir in weiteren Artikeln darüber berichten.

© Katharina Birngruber | Institut für Kulturkonzepte

Barney O´Fair | pixelio.de
Barney O´Fair | pixelio.de
Kategorie: Die Marke in der Kreativwirtschaft

Die Marke in der Kreativwirtschaft

REZENSION ZUM BUCH VON GESA BIRNKRAUT UND ROTRAUD DIWAN

Die Kultur- und Kreativwirtschaft boomt! Im Wettbewerb profitieren auch Kultureinrichtungen und Akteure aus der Kreativwirtschaft von einem gut durchdachten, konsequenten Markenauftritt.

Die Autorinnen Birnkraut und Diwan greifen das Thema Markenentwicklung in der Kultur- und Kreativwirtschaft auf. Sie zeigen, wie eine Marke einem Unternehmen dauerhaft Orientierung bieten kann, sofern diese mit einer klaren Identität und einem wieder erkennbaren Markenauftritt verbunden ist. Die Marke erfüllt eine Reihe von Funktionen: Abgrenzung, Differenzierung und Identifizierung. Sie ist unverwechselbares Erscheinungsbild und steht für Kontinuität und Qualität.

Im ersten Teil des Buches werden Voraussetzungen für einen erfolgreichen Markenaufbau vorgestellt und die Besonderheiten der kreativen Szene herausgearbeitet. Der zweite Teil enthält eine umfassende Darstellung der Marke im Kontext des Marketings für Unternehmen allgemein und speziell der Kreativunternehmen. Theorie- und Praxisüberlegungen ergänzen diesen Teil und beinhalten den Schwerpunkt Markenrecht und Markenschutz. Im dritten Teil wird auf die Markenentwicklung eingegangen. Dabei wird zwischen Phasen der Analyse, Strategie und Realisierung sowie Implementierung unterschieden, die durch eine Reihe von theoretischen und praktischen Hinweisen ergänzt werden.

Ein ausführlicher Aufgabenteil bietet den LeserInnen die Chance, den Markenauftritt des eigenen Unternehmens selbstständig zu analysieren.

Marke Kreativwirtschaft 001

 

 

 

 

 

 

 

ZU DEN AUTORINNEN

Prof. Dr. Gesa Birnkraut ist die Gründerin und Geschäftsführerin unseres Partnerinstitutes ›Intsitut für Kulturkonzepte‹ in Hamburg. Sie lehrt außerdem an der Hochschule Osnabrück strategisches Management im Nonprofit Bereich.

Rotraud Diwan ist als Creative Director in einer Agentur für Employer Branding für Markenentwicklung, Kreation und Strategie verantwortlich.

Das Buch ist in unserer Präsenzbibliothek vorhanden. Öffnungszeiten nach Vereinbarung.

@Katharina Birngruber | Institut für Kulturkonzepte

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Kategorie: …und am Anfang war das Praktikum…

…und am Anfang war das Praktikum…

Praktika sind ein möglicher Einstiegsweg in den Kulturbereich. Sie bieten jungen Menschen die Chance erste praktische Erfahrungen im Arbeitsleben zu sammeln, ihr theoretisches Wissen zu erweitern oder einfach mal in verschiedene Bereiche hinein zu schnuppern.

 

DOCH WIE FINDET MAN EIN INTERESSANTES PRAKTIKUM, in dem man nicht ausgebeutet wird, sondern tatsächlich Einblick in einen Kulturbetrieb erhält, beziehungsweise entsprechend entlohnt wird? Eine Entlohnung muss hierbei nicht immer Geld sein, sondern kann auch in Form von Weiterbildung oder gezielten Kontaktaufbau erfolgen. (mehr …)

Kategorie: stARTcamp Wien – Social Media für Kultur

stARTcamp Wien – Social Media für Kultur

Am 23. August findet das stARTcamp zum ersten Mal in Wien statt. Lange schon habe ich darauf gewartet. Nun ist dieses Veranstaltungs-Format von Deutschland nach Österreich weiter gezogen. Social-Media-ExpertInnen wie Frank Tentler, Christian Holst, unser Dozent Christian Henner-Fehr oder Wibke Ladwig betreiben schon seit einigen Jahren stARTcamps in Köln, Frankfurt, Dresden, Oberhausen, und und und. (mehr …)

Kategorie: Birgit Mandel: Interkulturelles Audience Development

Birgit Mandel: Interkulturelles Audience Development

ZUKUNFTSSTRATEGIEN FÜR ÖFFENTLICHE KULTUREINRICHTUNGEN

REZENSION

Wie kann es öffentlichen Kultureinrichtungen wie Museen oder Theatern gelingen, für neue Zielgruppen interessant zu werden? Wie lassen sich NutzerInnen verschiedener sozialer Niveaus aktiv in die Kulturlandschaft und in interkulturelle Veränderungsprozesse der Kulturinstitution einbinden? (mehr …)

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Kategorie: KulturmanagerInnen unterwegs – Modern Times

KulturmanagerInnen unterwegs – Modern Times

Am Mittwoch ist es wieder soweit! Die 27 TeilnehmerInnen der ersten Woche der Sommerakademie besuchen zwei Wiener Kulturinstitutionen und sprechen mit ExpertInnen aus der Albertina und dem Brut, sowie der selbstständigen Kunsthistorikerin Gabi Baumgartner.

Hier haben wir einen kleinen Überblick zusammen gestellt. (mehr …)

Friederike Lassy-Beelitz
Friederike Lassy-Beelitz
Kategorie: Petra Schneidewind: Controlling im Kulturmanagement

Petra Schneidewind: Controlling im Kulturmanagement

REZENSION

Der Kulturbetrieb muss sich in den letzten Jahren an sich rasant ändernde Rahmenbedingungen anpassen. Besonders die Professionalisierung im Management und damit verbunden ein verstärkter Einsatz von geeigneten betriebswirtschaftlichen Instrumenten stellt Kulturakteure vor neue Herausforderungen. (mehr …)

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Kategorie: Ich (kultur)manage, also bin ich

Ich (kultur)manage, also bin ich

© Alexander Mikula | mi.ku.com
© Alexander Mikula | mi.ku-com

GASTBEITRAG VON ALEXANDER MIKULA

FotografInnen sind frei. FotokünstlerInnen umso mehr. Sobald die Inspiration wieder leichte Schläge auf den Hinterkopf verteilt, eilen wir – Kamera fest in der Hand – von dannen und kreieren unvergleichliche Kunst. Es ist so einfach. Aber ist es das?

Leider nicht. Als wäre der kreative Prozess alleine nicht schon kompliziert genug, gibt es noch eine weitere Facette in diesem Spiel. Eine notwendige Facette. Eine Management Facette. Und die lässt sich nicht ignorieren. Zumindest nicht, wenn das Ziel größer ist, als winzige Produktionen mit dem eigenen privaten Umfeld.

Dem eigenen künstlerischen Tun eine belastbare Plattform zu bieten ist möglich, auch für den einzelnen. Das ist viel Arbeit, ja, aber es ist ein Thema das man strukturiert angehen kann. Und es hilft sich vor dem nächsten Projekt, auch ein wenig darüber den Kopf zu zerbrechen, was die nicht künstlerischen Erfolgsfaktoren sind.

Wir haben bei unseren ersten Gehversuchen als künstlerisch orientierter Verein (AKIA) einiges gelernt. Vieles davon schmerzhaft. So schmerzhaft, dass wir nach einigem zögern beschlossen haben uns die Grundlagen zum Thema „Kulturmanagement“ anzueignen. Zum Glück gibt es dafür ja passende Möglichkeiten…
http://bit.ly/15nc4ki
http://bit.ly/16ejPsv

Worum ging’s uns dabei eigentlich? Let me explain:

© Alexander Mikula | mi.ku.com
© Alexander Mikula | mi-ku.com

UMFELD KULTURSEKTOR: WIR LEBEN NICHT IM VAKUUM

Der Kunst- und Kultursektor existiert schon länger. Zumindest lange genug um ausgesprochen komplexe Strukturen gebildet zu haben. Abgesehen von Ausbildungsstätten und staatlichen Institutionen tummeln sich zahllose Organisationen in diesem Umfeld. Diese Strukturen zu kennen erleichtert vieles. Wen spreche ich wegen Förderungen an? Wer vergibt Stipendien? Unterstützungen für transnationale Projekte?

Strukturen verstehen bedeutet sich ihrer leichter bedienen zu können. Und schneller zum Ziel zu kommen. Damit das klappt müssen Netzwerke und Beziehungen entsprechend gemanaged werden. Das schöne dabei ist: man lernt jede Menge interessanter Leute kennen!

PROJEKTMANAGEMENT: DER FLUCH DER DEADLINE

Kunstprojekte wirken leider nur von außen frei und ungezügelt. In der Realität läuft es praktisch immer darauf hinaus, dass es unverrückbare Termine gibt: Druckdaten für den Katalog, von Einreichfristen und – ja natürlich – die Eröffnung der eigenen Ausstellung. Damit es nicht zu einfach wird, ist auch oft mehr als nur eine Person beteiligt: KollegInnen, MitarbeiterInnen, GraphikerIn, ..

Damit wird klar, dass Kunstprojekte oft ein veritables Ausmaß erreichen – und ich spreche hier nicht vom eigentlichen Erstellen der Werke! Die organisatorische Seite der Kunst führt zu Projekten die mehrere Monate dauern, eine größere Zahl an KollegInnen, Dienstleistern und Zulieferern orchestrieren und per Definition große Öffentlichkeitswirksamkeit haben. Das, gepaart minimalen Budgets, Unklarheiten in der Weisungsbefugnis und oft räumlich entfernte KollegInnen, führt zu einer herausfordernden Projektsituation. Ich habe bisher teils sehr große Projekte geleitet, deshalb traue ich mich auch zu sagen: das hier sind Voraussetzungen, bei denen gestandene ProjektmanagerInnen üblicherweise schreiend den Raum verlassen…

Und doch klappt die Umsetzung. Meistens. Alles worum es geht ist Planung, Kontrolle und gute Kommunikation. Mit andern Worten: Projektmanagement…

FINANZIERUNG: WEIL AUCH KUNST GELD BRAUCHT

Ausstellungsräume kosten Geld. Kaum eine Ausstellung finanziert sich über den Verkauf von Werken. Selbst wenn dem so wäre: Wie sicher sind die Einnahmen? Wer legt das Geld aus?

Das schreit nach einem Budgetplan. Und Controlling. Und nach Finanzierungsmöglichkeiten. Sponsoring vielleicht? Spenden? Förderungen? Wie wär’s mit einem moderaten Eintrittspreis? Gerade bei finanziellen Themen sind Planung, Überwachung und ein gerütteltes Maß an Kreativität unabdingbar. Fehler hier können teuer kommen. Nicht nur sprichwörtlich.

© Alexander Mikula | mi.ku.com
© Alexander Mikula | mi-ku.com

ÖFFENTLICHKEITSARBEIT: WAS KEINER WEIß MACHT KEINEN HEIß

Mein größter Horror bei Ausstellungen ist. Es kommt niemand. Weil’s niemanden interessiert. Oder keiner davon wusste. Gewusst? Ja, das Publikum will aufmerksam gemacht werden. Das erfordert Pressearbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Marketing. Es ist toll, wenn man sich dafür eine Agentur leisten kann. Nur wer kann das schon, zumindest am Anfang?

Herauszufinden, wie man mit seinem potentiellen Publikum am besten in Kontakt tritt – und diesen Kontakt auch hält – ist der Schlüssel zu vollen Ausstellungsräumen. All das lässt sich planen und gezielt adressieren. Auch wenn die Zusammenarbeit mit Medien nicht immer klappt wie geplant: ohne Plan klappt sie mit Sicherheit nicht.

ZUM ABSCHLUSS: WORDS TO THE WISE

Sich ein wenig mit dem Thema Management im Kulturbereich zu beschäftigen hilft. Man wird effizienter, die Zusammenhänge werden klarer und die Vorhaben werden deutlich erfolgreicher. Letztendlich ist die Beschäftigung mit der organisatorischen Seite der eigenen Kunst und der Wunsch, diese einer breiten Öffentlichkeit verfügbar zu machen, auch ein Aspekt, der den reinen Hobbyisten von jemandem unterscheidet, der die eigene künstlerische Arbeit ernst nimmt.

LINKS

Sommerakademie der Prager Fotoschule

AKIA

mi-ku

Kategorie: ›Ich würd gern was mit Kultur machen‹

›Ich würd gern was mit Kultur machen‹

›UND WAS MACHT MAN SPÄTER DAMIT?‹

Wer kennt sie nicht, die alles entlarvende Frage, auf die man meist selbst keine klare Antwort weiß. Gerne würde man eine klare Antwort geben, um das Bild des Elfenbeinturms, das dem geisteswissenschaftlichen Studiums anhaftet, auszublenden. Interessant soll die spätere Tätigkeit sein. Spaß soll sie machen. Geld soll sie einbringen. Schließlich hat man ja was gelernt während des Studiums, auch wenn Außenstehende das nicht immer sofort wahrnehmen. Ja, und konkret sollte die Tätigkeit sein. Letzteres gestaltet sich oft schwieriger als angenommen, denn nach einem geisteswissenschaftlichen Studium stehen einem viele Türen und Tore offen. Diese Möglichkeiten werden einem im Studium allerdings selten bewusst gemacht, geschweige denn konkretisiert. Nähert man sich dem Ende des Studiums, möchte man gern wissen und auch benennen, wohin man sich weiterentwickeln soll.

›Ich würd gern was mit Kultur machen.‹ Der Kulturbereich bietet unendlich viele Möglichkeiten. Möglichkeiten, die bereits vorhanden sind aber auch Möglichkeiten, die man sich selber schaffen kann, sofern man die konkrete Idee dazu hat.

 

Kulturmanagement Wien
© Franziska Kleinschmidt | pixelio.de

Man kann in der Wissenschaft bleiben und an der Uni unterrichten. Hierzu bereitet die Uni bestens vor. Doch was ist mit den zahlreichen Kulturinstitutionen? Wie kommt man da hinein und welche gibt es außer den großen bekannten Häusern noch? Es gibt zahlreiche Vereine und Organisationen, die sich den unterschiedlichen Sparten Film, Musik, Literatur, Architektur und bildende Kunst widmen und MitarbeiterInnen aus unterschiedlichsten Backgrounds beschäftigen.

 

Das direkte Gespräch mit Menschen aus dem Kulturbereich zu finden ist oft herausfordernd. Fragen wie ›Wie sind Sie in diese Position gekommen?‹, ›Was ist Ihnen wichtig, wenn sich jemand bei Ihnen bewirbt?‹, ›Welche Fähigkeiten und Qualifikationen muss ich haben, wenn mich eine Stelle wie die Ihre interessiert?‹ – Wann haben wir schon die Möglichkeit diese Fragen offen zu stellen?

Um eben dies jungen Studierenden und AkademikerInnen zu ermöglichen organisieren wir den Stand ‚Berufsbilder im Kunst- und Kulturbereich’ auf der UNI-SUCCESS 2013. KulturexperInnen wie z.B. Claudia Ehgartner (Leiterin der Kulturvermittlung im mumok), Matthias Lošek (künstlerischer Leiter von Wien Modern) oder Gerhard Ruiss (Geschäftsführer der IG Autorinnen Autoren) stehen eine Stunde dort für Sie zur Verfügung und ja, sie freuen Sich auf Ihre Fragen. Sie sind interessiert an Ihren Überlegungen und Gedanken. Sie berichten gerne aus Ihrem Arbeitsalltag und geben Ihnen Tipps zu Bewerbungen und den Berufseinstieg. Wir freuen uns, wenn Sie vorbei kommen.

 

Mehr Infos zum Programm gibt’s auf unserer Website.

Autorin: Katharina Birngruber

 

Kulturmanagement Wien
© Franziska Kleinschmidt | pixelio.de
Kategorie: Sabrina Handler – Ausstellungsmanagement im MAK

Sabrina Handler – Ausstellungsmanagement im MAK

Sabrina Handler, Leiterin des Ausstellungsmanagement im MAK: Wir haben sie zum Interview getroffen und nachgefragt. Besonders interessiert hat uns, welche Facetten das Ausstellungsmanagement in einer großen Institution wie dem MAK abdeckt.

1) Das MAK verfügt über AusstellungsmanagerInnen, KuratorInnen, SammlungsleiterInnen und KulturvermittlerInnen. Wie arbeiten Sie zusammen und ab welchem Punkt in der Ausstellungskonzeption und –planung kommen die AusstellungsmanagerInnen ins Spiel?

Das Ausstellungsmanagement ist von Anfang an in die Ausstellungsplanung des MAK involviert. Sobald das jährliche Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm feststeht, erfolgen auch die ersten Treffen mit den jeweiligen KuratorInnen und SammlungsleiterInnen. Bei einem internen Kick-Off-Meeting wird das jeweilige Ausstellungsprojekt dann in Folge allen daran beteiligten Abteilungen – darunter selbstverständlich auch der Vermittlungsabteilung – präsentiert und weitere Vorgehensweisen in regelmäßigen Meetings besprochen und diskutiert.

2) Was genau sind die Aufgaben der Ausstellungsorganisation?

Diese Frage in einem Absatz genau zu beantworten gestaltet sich als relativ schwierig, da die Ausstellungsorganisation als zentrale Schnittstelle und „Kommunikator“ zwischen allen an der Ausstellung beteiligten Personen – MAK-intern sowie extern – fungiert und somit wesentlich am Zustandekommen der Ausstellungen beteiligt ist.

Dies beginnt – wie bereits eingangs erwähnt – mit der jährlichen Ausstellungsplanung gemeinsam mit der Geschäftsführung, der Ausarbeitung von Zeitplänen für die einzelnen Ausstellungsprojekte, der Erstellung von Ausstellungsbudgets (und in Zusammenhang damit deren Kostencontrolling), dem Einholen von Anboten für Grafik, Drucksorten, Ausstellungsgestaltung etc., sämtlichen Kostenvergleichen, Preisverhandlungen und Rechnungsprüfungen, und reicht über der Korrespondenz mit privaten und institutionellen LeihgeberInnen, dem Erstellen von Objektlisten (für Leihverträge, Transport- und Versicherungszwecke), der Koordination und Betreuung von Ausstellungsauf- und -abbauten, der Kontaktaufnahme und Terminkoordination mit externen Firmen bis hin zur Vorbereitung und Organisation der jährlich stattfindenden Jury-Sitzung des MAK-Schindler-Stipendiatenprogramms, der Reiseplanung für KünstlerInnen, Vortragende etc., und schlussendlich zur Einschulung und Betreuung von VolontärInnen.

Ich denke, das fasst das Aufgabengebiet der MAK-Ausstellungsorganisation „im Wesentlichen“ zusammen…

Sabrina Handler, Leitung MAK-Ausstellungsorganisation - MAK | Sabrina Handler
Sabrina Handler, Leitung MAK-Ausstellungsorganisation – MAK | Sabrina Handler

3) Das MAK zeigt noch bis 23.6.2013 die Stufe 1 der Neupräsentation der MAK-Schausammlung „Wien 1900“ (die permanente Präsentation wird im Herbst eröffnet). Wie bewältigt man als Ausstellungsmanagerin ein Projekt mit einer derartigen Fülle an Objekten?

WIEN 1900 war für mich ein ganz besonderes Projekt, nicht nur aufgrund der Vielzahl der präsentierten Objekte, sondern aufgrund der Tatsache, dass ich erstmals mit beinahe allen MAK-SammlungleiterInnen gleichzeitig an einer Neupräsentation der Schausammlung zusammengearbeitet habe. Ein Projekt von solcher Dimension konnte allem voran aufgrund der sehr guten Zusammenarbeit und Koordination zwischen dem Kurator Christian Witt-Dörring, den einzelnen MAK-KustodInnen und dem Ausstellungsgestalter Michael Embacher und seinem Team gelingen. Die einzelnen Aufbauphasen wurden minutiös von und mit allen Beteiligten geplant, anfangs erschien alles wie ein Puzzle mit hunderten Einzelteilen, die sich allmählich zu einem gelungenen Gesamtbild fügten.

4) Was sind die Herausforderungen in Ihrer Tätigkeit als Ausstellungsmanagerin? Welche Qualifikationen müssen Menschen, die in diesem Bereich Fuß fassen wollen, mitbringen?

Als Ausstellungsmanagerin ist man – aufgrund eines umfangreichen Ausstellungsprogramms und der Komplexität mancher Projekte – immer wieder hohen Beanspruchungen ausgesetzt. In derartigen Situationen, die teilweise auch mit extremem Zeitdruck verbunden sind, ist es besonders wichtig, den Überblick und vor allem einen „kühlen Kopf“ bei der Organisation und Realisierung von Ausstellungen und damit einhergehenden Veranstaltungen zu bewahren. Dabei sind auch äußerste Sorgfalt und Genauigkeit geboten. Neben Eigenschaften wie Flexibilität, sehr hoher Team- und Kommunikationsfähigkeit, spielt – speziell im Fall des MAK – selbstverständlich die Begeisterung für angewandte Kunst, Architektur und Design eine ganz wesentliche Rolle!

Zur Website des MAK

Link zur Ausstellung Wien 1900

Sabrina Handler, Leitung MAK-Ausstellungsorganisation - MAK | Sabrina Handler
Sabrina Handler, Leitung MAK-Ausstellungsorganisation - MAK | Sabrina Handler

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