Controlling in Kulturorganisationen - 3 Führungstipps von Markus Enzinger
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Foto: Caleb Woods | unsplash
Kategorie: Allgemein Controlling bedeutet, alles unter Kontrolle zu haben, ohne alles zu kontrollieren – 3 Führungstipps von Markus Enzinger 14.03.2019

Markus Enzinger arbeitet als Controller im zweitgrößten Museum Österreichs, dem Universalmuseum Joanneum in Graz. Vom 17.-18. Mai 2019 leitet er das Seminar Controlling in Kulturorganisationen. Hier verrät er uns, was man bei der Führung eines Kulturbetriebes und bei der Umsetzung eines Projektes besonders beachten sollte.

Eines gleich vorweg: ControllerInnen sind weder KontrolleurInnen noch  ErbsenzählerInnen. Beim Controlling geht es um ganz spannende Aufgabenstellungen: Wie kann ich mein Unternehmen oder mein Projekt fit für die Zukunft machen und zielorientiert steuern? ControllerInnen sitzen also nicht 8 Stunden am Tag vor dem PC und schieben irgendwelche Zellen im Excel herum, sondern haben eine wichtige koordinierende Funktion im Unternehmen. Oft geht es schlicht und einfach darum, Zielkonflikte zwischen Kolleginnen und Kollegen auszubalancieren.

Hier meine 3 Tipps zur Führung eines Kulturbetriebes bzw. -projektes:

1. Ziele geben Orientierung und schaffen Klarheit

Beginnen Sie jeden Planungsprozess mit der Definition der Ziele. Vor allem bei Projekten sollten Sie in der Lage sein, in ein bis zwei Sätzen zu erläutern, worum es bei dem Projekt geht und welche Wirkungen durch das Projekt erreicht werden sollen.

Entwickeln Sie ausgehend vom Oberziel Ihre Unterziele, die Sie möglichst exakt definieren.

Kommunizieren Sie die Ziele transparent an alle Kolleginnen und Kollegen. Das erhöht bei allen ihre Identifikation mit dem Kulturbetrieb bzw. Projekt.

2. Planung ist die halbe Miete

Investieren Sie genügend Zeit in die Planung. Dadurch sparen Sie sich hinterher in der Ausführung nicht nur Zeit, sondern vor allem auch Kosten.

ControllerInnen sind keine HellseherInnen. Jede Abweichung von der ursprünglichen Planung ist also kein Malheur, sondern gibt Ihnen die Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen.

3. Alle Betroffenen an einen Tisch

Wenn Sie ein Problem lösen wollen, holen Sie alle Betroffenen an einen Tisch. Suchen Sie gemeinsam nach einer tragfähigen Lösung und halten Sie diese schriftlich fest. Dadurch erhöhen Sie die Akzeptanz unter Ihren KollegInnen.

Markus Enzinger setzt in seinem Seminar Controlling in Kulturorganisationen (17.-18. Mai 2019) die Schwerpunkte Planung und Budgetierung im Kulturbetrieb. Dabei lernen Sie, wie Sie einzelne Kosten (insbesondere Personalkosten) richtig kalkulieren und eine Planungsrechnung für einen Subventionsantrag aufbauen. Außerdem werden im Rahmen des Seminars Kennzahlen vorgestellt, mit denen Sie Kulturorganisationen hinsichtlich ihrer Produktivität und Wirtschaftlichkeit vergleichen können.

Wenn Sie teilnehmen möchten, sollten Sie sich rasch anmelden – es gibt nur noch wenige Restplätze! Achtung: Voraussetzung für den Besuch dieses Seminars ist ein Grundwissen zu Betriebswirtschaft oder das Seminar Betriebswirtschaft für Kultur.

Markus Enzinger
Foto: Archiv

Markus Enzinger hat Betriebswirtschaft und Kunstgeschichte studiert. Seit dem Jahr 2003 arbeitet er als Controlling-Leiter und Prokurist beim Universalmuseum Joanneum in Graz, dem zweitgrößten Museum Österreichs. Daneben unterrichtet er an der Universität Graz und der Fachhochschule der Wirtschaft CAMPUS 02 zu den Themen Controlling, Planung und Budgetierung.

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